Wieso spielt der Film in den Achtzigern?

Die Zuschauer wissen natürlich: Wonder Woman wird das verhindern wollen. Was sie nicht wissen: Warum befinden wir uns in diesem Film in den Achtzigern? Bei einer Serie wie Stranger Things ist das Setting in den 1980er Jahren essenziell. Hier wird die Popkultur jener Dekade referenziert, die Serie folgt aber auch den Erzählmustern der großen Filmhits jener Zeit.

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Bei Wonder Woman 1984 bleibt die Frage offen, wieso die Geschichte in den 80ern spielen muss. Gut, der Kalte Krieg feiert eine Wiederauferstehung, ist aber als Plotpoint so marginal, dass man auch einen Ersatz hätte finden können. Der Look der Figuren ist der Dekade angepasst. Das sieht nett aus. Aber: Inhaltlich gibt es keine Rechtfertigung. Die Geschichte hätte ebenso gut in den 70ern, 90ern oder im Hier und Jetzt spielen können.

Allenfalls kann man dem Film attestieren, dass er wie ein Superheldenfilm der frühen 1980er Jahre daherkommt. Schmeichelhaft ist das aber nicht, wenn man bedenkt, dass Wonder Woman 1984 mehr mit dem tatsächlich 1984 gestarteten Supergirl als mit einem modernen Superheldenfilm gemein hat.

Das Setting in den 1980er Jahren sorgt für ein weiteres Problem: Immer wenn Wonder Woman aktiv wird, muss sie Sicherheitskameras vernichten und Umstehende dazu anhalten, alles schön geheim zu halten. Denn von ihrer Existenz ist in der Gegenwart praktisch nichts bekannt.

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Batman konnte in Batman v Superman: Dawn of Justice gerade einmal ein Foto aus dem Jahr 1918 finden. Klar, die Zeit der Fotohandys war das nicht, aber die Leute hatten dennoch Kameras.

Die Scheu vorm Kostüm

Zur eigentlichen Handlung des Films: Nach der immerhin dynamischen, aber inhaltlich völlig irrelevanten Anfangssequenz auf der Paradiesinsel, auf der man miterlebt, wie sich die junge Diana in einen Wettstreit begibt und eine Lektion über die Wahrheit lernen muss, gibt es Wonder Womans ersten Auftritt in einem Einkaufszentrum.

Die Action ist jedoch mau, der Kampf alles andere als aufregend - man ist weit von dem entfernt, was man im ersten Teil sehen konnte. Da fegte Wonder Woman über die Schlachtfelder des Ersten Weltkriegs, zerlegte ganze Kirchtürme und stellte sich dem Gott Ares. Hier ist alles eine Nummer kleiner.

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Überhaupt scheint diese erste Szene mit der Heldin nur deshalb zu existieren, um dem Publikum die Protagonistin im Kostüm zu zeigen. Denn nach dieser Sequenz dauert es tatsächlich mehr als 80 Minuten, bis Diana wieder als Wonder Woman in Aktion tritt.

Was dann geboten wird, ist ebenfalls reichlich lahm: Wonder Woman greift ein paar gepanzerte Fahrzeuge an und tut sich extrem schwer damit. Zwar wurde ja etabliert, dass ihr Wunsch ihre Kräfte minimiert hat, das geschieht aber so nebensächlich, dass es leicht überhört werden kann.

Auffällig ist dafür die Inkonsistenz bei Wonder Womans Kräften. Der Film versäumt es, klarzumachen, was sie kann und was nicht. Auf gut Deutsch: Sie kann immer genau das, was das Drehbuch gerade fordert.

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 Wonder Woman 1984: Ein Superhelden-Film von vorgesternAuch die Schurkin ist reines Klischee 
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Black616Angel 26. Jan 2021

War das jetzt dein inhaltsloser Beitrag der Woche oder was sollte das werden? Der Trick...

crack_monkey 25. Jan 2021

Ganz ehrlich, ich würde mal aufhören den Rassismuss als allgemein Aussage andauern raus...

Neuro-Chef 25. Jan 2021

Dass Tauschkörper wie selbstverständlich für Sex missbraucht werden, hatte mich schon...

LeeRoyWyt 25. Jan 2021

mal ab davon, dass das nichts mit WW zu tun hat: und nun? Was wäre daran schlimm? Braucht...

phade 25. Jan 2021

Da wirst du aber schwer enttäuscht werden. Der Film ist noch viel schrecklicher, als in...



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