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Wolfenstein Youngblood im Test: Teenie-Terror-Twins!

Sprüche klopfen, Zigaretten paffen - und Nazis umnieten: In Wolfenstein Youngblood suchen wir in Paris mit den beiden Töchtern den verschollenen Blazkowicz-Papa. Das macht im Coop richtig Laune, auch wenn der Fokus auf dem tollen Gunplay statt auf der meist lahmen Story liegt.

Ein Test von und veröffentlicht am
Soph und Jess, die Töchter von B.J. Blazkowicz
Soph und Jess, die Töchter von B.J. Blazkowicz (Bild: Bethesda/Screenshot: Golem.de)

Die blonde Soph wäre zwar gerne die taffere der beiden Blazkowicz-Schwestern, just in diesem Moment spuckt sie aber etwas anderes als große Töne: Einen Menschen zu töten, ist eben doch kein Zuckerschlecken. Ein paar Axthiebe und Shotgun-Treffer später ist Soph allerdings schon so routiniert wie ihr Vater B.J. Blazkowicz und auch ihre Schwester Jess hat den Moment überwunden, sich Hirnreste aus dem Gesicht zu wischen.

Inhalt:
  1. Wolfenstein Youngblood im Test: Teenie-Terror-Twins!
  2. Doppelt hält besser

In der deutschen wie in der erstmals hierzulande frei verkäuflichen internationalen Version hat das Regime respektive das Reich nämlich immer noch die Kontrolle über Europa, nur die USA sind nach den Ereignissen von Wolfenstein 2 (Test) von den Nazis befreit. Die Zwillinge Jess und Soph stellen sich in ihrem jugendlichen Leichtsinn ihre Coop-Mission allerdings einfacher vor, als sie dann doch ist.

Denn weil der Papa 1980 bei einem geheimen Paris-Ausflug verschwindet, kapern die Töchter zusammen mit ihrer gewitzten Nerd-Freundin Abby einen Helikopter und suchen Terror-Billy. Dabei gilt: Zigaretten paffen mit 18 Jahren wird erlaubt, aber Alkohol trinken nicht. Das ist fast ein bisschen schade, denn die Level sind mit viel Liebe zum Detail ausstaffiert - unter anderem mit allerhand Drinks und teils auch Werbung dafür.

Entwickler Machine Games ist wie beim Vorgänger für das Gunplay zuständig, für die Maps hingegen zeichnen die französischen Arkane Studios verantwortlich - bekannt für Dark Messiah, Dishonored und Prey. Der Nazi-Ghettoblaster heißt etwa Knallmaschine, der Schnaps nennt sich Kopfschuss, die Mikrowelle macht Blitzhitze und statt Snake spielen die Nazis lieber Wurstwurm. Ärgerlich ist, dass die Arkane Studios einige Level-Elemente selbst innerhalb der Maps wiederverwenden, hier zeigt sich die kurze Entwicklungszeit des Shooters.

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Wolfenstein Youngblood ist darauf ausgelegt, im Coop-Modus gespielt zu werden, denn die beiden Schwestern brauchen einander im Kampf oder, um bestimmte Abschnitte zu erreichen. Letzteres beschränkt sich allerdings zumeist darauf, gemeinsam Kisten oder Türen per Hebel zu öffnen, seltener müssen die Mädels in unterschiedlichen Räumen einen Code-Generator und ein Pin-Pad bedienen. Wer keine echte Schwester hat, muss mit der künstlichen Intelligenz vorliebnehmen, die zwar verlässlich Knöpfe drücken kann - taktisch kämpfen oder sich alleine aufmachen ist aber nicht so ihr Metier.

Auf dem vierten von sechs Schwierigkeitsgraden taugt die KI-Schwester durchaus als Begleiterin, denn sie wählt die richtige Waffe je nach Gegner, zieht das Feuer auf sich und belebt uns wieder, sollten wir zu Boden gegangen sein. Wir können maximal drei doppelte Schwesterherzen haben, wovon eins ausblutet, wenn eine der Töchter ihren Wunden erliegt. Was mit der künstlichen Intelligenz nicht klappt, sind zeitlich gut getaktete Stealth-Angriffe, ein koordiniertes Umlaufen von Feinden oder das unabhängige Einsammeln von Equipment - von Einzelaktionen, um schneller voranzukommen, ganz zu schweigen.

  • Die Story von Wolfenstein Youngblood ist eher übersichtlich. (Rechteinhaber: Bethesda/Screenshot: Golem.de)
  • Fast alle Missionen starten wir in den Katakomben von Paris und reisen per Metro zu den Einsatzzielen. (Rechteinhaber: Bethesda/Screenshot: Golem.de)
  • Unsere Schwester brauchen wir zum Öffnen von unter anderem Türen ... (Rechteinhaber: Bethesda/Screenshot: Golem.de)
  • ... und sie belebt uns wieder, wenn wir zu Boden gegangen sind. (Rechteinhaber: Bethesda/Screenshot: Golem.de)
  • Gelegentlich müssen wir Codes auf Pin-Pads eingeben, oft ist das aber optional. (Rechteinhaber: Bethesda/Screenshot: Golem.de)
  • Kämpfe finden drinnen wie draußen, ... (Rechteinhaber: Bethesda/Screenshot: Golem.de)
  • ... oft auf mehreren Ebenen statt. (Rechteinhaber: Bethesda/Screenshot: Golem.de)
  • Dicke Brocken wie dieser Diesel-Maschinensoldat Stufe 3 halten viel aus, ... (Rechteinhaber: Bethesda/Screenshot: Golem.de)
  • ... allerdings sind die Boss-Gegner noch einmal deutlich härter. (Rechteinhaber: Bethesda/Screenshot: Golem.de)
  • In der deutschen Version fehlt dem Führer äh Kanzler das Bärtchen und es gibt keine Hakenkreuze, Reichsadler oder SS-Runen. (Rechteinhaber: Bethesda/Screenshot: Golem.de)
  • Die Missionen sind weitestgehend frei wählbar, für die Story müssen wir aber die Brüder-Eingänge stürmen. (Rechteinhaber: Bethesda/Screenshot: Golem.de)
  • Alle Waffen sind modifizierbar für mehr Genauigkeit, Kapazität oder Schaden. (Rechteinhaber: Bethesda/Screenshot: Golem.de)
  • Per Level-Aufstieg schalten wir aktive und passive Perks frei, etwa eine bessere Panzerung. (Rechteinhaber: Bethesda/Screenshot: Golem.de)
  • Skins wie eine Motorrüstung im französischen Look kosten Ingame-Münzen oder Echtgeld. (Rechteinhaber: Bethesda/Screenshot: Golem.de)
Die Story von Wolfenstein Youngblood ist eher übersichtlich. (Rechteinhaber: Bethesda/Screenshot: Golem.de)

Standard-Nazis stellen nur durch ihre Masse ein Problem dar, Laser-Maschinensoldaten, Panzerhunde oder Elite-Roboter hingegen wollen teils minutenlang unter heftigen Beschuss genommen werden, bevor sie Altmetall sind. Das klappt im Coop-Modus deutlich besser, da sich eine der Schwestern in den Nahkampf begeben kann und die andere aus der Distanz attackiert. Doof finden wir, dass sich die Gegnervielfalt verglichen zu Wolfenstein 2 kaum geändert hat - dabei hatten die Nazis bald zwei Jahrzehnte, um etwas auszuhecken.

Das Gunplay wurde weitestgehend aus Wolfenstein 2 übernommen, viele Abschnitte sind aber offener statt schlauchig und teils über zwei oder gar drei vertikale Ebenen verteilt. Wie gut, dass die Teenie-Terror-Twins einen Powerspung beherrschen, der solche Gefechte dynamischer macht. Die beiden Schwestern geizen dabei nicht mit Sprüchen: Ein zerplatzender Gegner wird schon einmal mit "Das war mega cool, Soph!" oder "Scheiße Jess, du bist der Hammer!" kommentiert und auch die deutsche Version spart weder mit Blut noch mit abtrennbaren Körperteilen.

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Doppelt hält besser 
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Aki-San 30. Jul 2019

Ich finde es immer wieder interessant das Printmedien diesen Schund relativ hoch...

\pub\bash0r 26. Jul 2019

Cool, dankeschön :-)

most 26. Jul 2019

In den vorherigen Teilen haben die Nazis untereinander doch deutsch gesprochen in der...

Glennmorangy 25. Jul 2019

Werden auf der Xbox One X wieder native 4k erreicht? Wie sieht das Spiel generell im...


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