Wolfenstein Youngblood angespielt: "Warum wurden diese dämlichen Mädchen nicht aufgehalten!?"

Der erste Kill ist der schwerste: In Wolfenstein Youngblood kämpfen die beiden Töchter von B.J. Blazkowicz gegen Nazis. Golem.de hat sich mit Jess und Soph durch einen Zeppelin über dem belagerten Paris gekämpft.

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Artwork von Wolfenstein Youngblood
Artwork von Wolfenstein Youngblood (Bild: Bethesda)

Seit der frühesten Kindheit wurden Jess und Soph Blazkowicz für den Kampf gegen Nazis gedrillt. Aber als sie dann tatsächlich in Wolfenstein Youngblood den ersten Feind töten müssen, zittert die Waffe. Und nachdem sie den Gegner dann mehr oder weniger aus Versehen doch erledigt haben, müssen sich die beiden erst mal übergeben. Golem.de konnte eine noch nicht fertige Version des Actionspiels, das derzeit bei den zu Bethesda gehörenden Entwicklerstudios Machine Games und Arkane entsteht, kurz vor der E3 2019 ausprobieren.

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In Youngblood ist der bisherige Serienheld B.J. Blazkowicz nur kurz im Intro zu sehen, dann verschwindet er während einer geheimen Mission. Seine Töchter wollen ihn retten, und zwar im Team: Entweder treten zwei Spieler während der gesamten Kampagne gemeinsam an oder eine der Figuren wird vom Computer gesteuert.

Endgegner ist ein General namens Lothar Brandt, aber natürlich gibt es auch noch Standardsoldaten in unterschiedlichen Größen und Gewichtsklassen. Dazu kommen Zwischenbosse, die ihre Untergebenen auch mal per Lautsprechersystem anschnauzen: "Warum wurden diese dämlichen Mädchen noch nicht aufgehalten!?"

Viele Aufgaben lassen sich nur zu zweit absolvieren. Um etwa bestimmte Türen aufzuschließen, muss einer der Spieler einen Codegenerator bedienen, damit der andere ein paar Räume weiter die Zahlen in ein Terminal eingeben kann. Auch an Extraleben kommt man nur koordiniert, weil dazu eine mit zwei Hebeln gesicherte Kiste geöffnet werden muss. Falls eine der Heldinnen stirbt, kann die andere ihre Schwester wiederbeleben - sofern noch eines der gesammelten Extraleben im Inventar ist.

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Die Kämpfe fühlen sich wegen der doppelten Hauptfigur etwas anders an als in den früheren Spielen. Wir haben es beim Anspielen immer wieder mit relativ widerstandsfähigen Feinden zu tun, deren Rüstung und Gesundheitspunkte für Wolfenstein-Verhältnisse lange halten. Die Entwickler haben uns dann bestätigt, dass das Absicht sei, damit die Spieler von Jess und Soph sich auf bestimmte Gegner "einschießen" können, also längere Zeit einen Opponenten gemeinsam attackieren können - uns hat das viel Spaß gemacht!

Auch was die Umgebungen angeht, unterscheidet sich Youngblood wegen der beiden Heldinnen etwas von den Vorgängern. Es gibt offenere Areale und weniger enge Gänge, der Zeppelin Nachtfalter etwa besteht aus einem großen Deck mit vielen Küchen und dem Offizierskasino, später liefern wir uns Gefechte mit Infanterie und schwer gepanzerten Supersoldaten im teilweise zerstörten Paris der 80er Jahre. Die Levels sehen sehr organisch und stimmig aus - wir hatten gar nicht den Eindruck, etwa in Kampfarenen anzutreten.

Die Spezialfähigkeiten der Schwestern haben wir nur wenig verwendet, eine Einschätzung über die Auswirkungen auf das Gameplay trauen wir uns deshalb noch nicht zu. Eigentlich ist es so gedacht, dass Jess (die Blonde) etwas aggressiver vorgeht, sie verfügt von Anfang an über einen besonders kräftigen Superschlag. Soph hingegen kann sich tarnen und so Gegner aus Hinterhalten attackieren. Beide tragen Spezialrüstungen, die im Spielverlauf optimiert werden können und dann besser vor Schaden schützen.

Youngblood soll zwar keine offene Welt bieten, aber weniger linear als die Vorgänger sein. Der erste Abschnitt an Bord des Zeppelins Nachtfalter ist noch vorgegeben, wenig später landen Jess und Soph aber bei einer Widerstandstruppe in den Katakomben von Paris. Dort hat der Spieler dann die freie Entscheidung, welcher von mehreren Missionen er zuerst folgt.

  • Artwork von Wolfenstein Youngblood (Bild: Bethesda)
  • Artwork von Wolfenstein Youngblood (Bild: Bethesda)
  • Artwork von Wolfenstein Youngblood (Bild: Bethesda)
  • Artwork von Wolfenstein Youngblood (Bild: Bethesda)
  • Artwork von Wolfenstein Youngblood (Bild: Bethesda)
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  • Artwork von Wolfenstein Youngblood (Bild: Bethesda)
  • Artwork von Wolfenstein Youngblood (Bild: Bethesda)
Artwork von Wolfenstein Youngblood (Bild: Bethesda)

Insgesamt hat Wolfenstein Youngblood beim Anspielen einen sehr guten Eindruck auf uns gemacht. Im Koop spielt sich das ganze flüssig und schnell, die Abstimmung hat problemlos geklappt; die KI im Solomodus konnten wir nicht ausprobieren. Das Programm soll am 26. Juli 2019 für Windows-PC, Xbox One und Playstation 4 erscheinen. Bei einem weiteren Studio entsteht außerdem eine Portierung für die Nintendo Switch.

Neben der Standardversion gibt es eine Deluxe-Ausgabe, die einen sogenannten Buddy-Pass enthält. Damit kann ein Freund zusammen mit dem Käufer des Originals zusammen im Koop antreten. Wir haben Bethesda außerdem nach der deutschen Version gefragt: Laut dem Publisher stand beim Anspielen noch nicht fest, ob das Spiel in Deutschland mit Hakenkreuzen wie in der Originalversion erscheint oder ob derartige Symbole wie in den Vorgängern ersetzt werden. Unklar ist derzeit auch, ob und welche Mikrotransaktionen es gibt. Im Spiel haben wir immer wieder Münzen gefunden, die wir aber noch nicht sinnvoll ausgeben konnten.

Offenlegung: Golem.de hat auf Einladung von Bethesda an einem Anspieltermin von Wolfenstein Youngblood in London teilgenommen. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben Dritter; diese Offenlegung dient der Transparenz.

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Lanski 27. Jun 2019

Die Glaubwürdigkeitsprobleme sind eher ein Meme, welches sich größtenteils auf Bethesda...

Lanski 27. Jun 2019

Hydra war meines Wissens nach eine andere Entscheidung. Hydra ist der böse Geheimbund...

Sybok 13. Jun 2019

Du hast also den größten Teil des Spiels und die besten Missionen verpasst. Tja: Pech...



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