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Wolfenstein angespielt: Makabere Naziszenen mit Action

Morbider Humor im Stil von Inglourious Basterds und knallige Action auf Basis der id-Tech-5-Engine: In Wolfenstein - The New Order gerät der Spieler in den 1960er Jahren unter Nazis.

Artikel veröffentlicht am ,
Frau Engel aus Wolfenstein - The New Order
Frau Engel aus Wolfenstein - The New Order (Bild: Bethesda)

Wir sind sehr froh, dass wir der Frau Obersturmbannführer Engel nur in einem Spiel begegnet sind. Genauer: in Wolfenstein - The New Order, in dem wir als amerikanischer Supersoldat B.J. Blazkowicz gegen Nazi-Deutschland kämpfen. Das Treffen mit der schon etwas älteren, sehr streng wirkenden Frau Engel ist eine der seltsamsten Szenen, die wir bislang auf der E3 gesehen haben. Sie findet in einem nach Berlin fahrenden Zug statt, in den wir uns als Kellner eingeschlichen haben. Die Uniform tragende Frau Engel sitzt mit ihrem blonden Lover namens Bubi im Speisewagen; der junge Mann hat die Hand zwischen ihren Beinen.

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Trotzdem ruft sie uns zu sich, und auf Deutsch mit englischen Untertiteln entspinnt sich eine Szene, bei der wir zum Amüsement der Frau Obersturmbannführerin immer eines von zwei Fotos auswählen sollen, was irgendwie Rückschlüsse auf unsere arische Abstammung zulassen soll. Während die Dame immer wieder schrill lacht, schielen wir als Blazkowicz auf die ebenfalls herumliegende Pistole - mit der wir, falls wir bei dem Test versagen, stante pede erschossen werden sollen... Wir verraten an dieser Stelle nicht, wie das Ganze ausgeht - aber gestaunt haben wir schon, was dem schwedischen Entwicklerstudio Machine Games, das für Bethesda Softworks an Wolfenstein arbeitet, so alles an skurrilen Ideen eingefallen ist.

  • Wolfenstein: The New Order (Bilder: Bethesda)
  • Wolfenstein: The New Order
  • Wolfenstein: The New Order
  • Wolfenstein: The New Order
  • Wolfenstein: The New Order
  • Wolfenstein: The New Order
  • Wolfenstein: The New Order
Wolfenstein: The New Order (Bilder: Bethesda)

Das setzt sich mit Action fort in der nächsten Szene, die uns auf die gerade von Attentätern in die Luft gejagte Brücke von Gibraltar versetzt. Wer sich wundert: Das Bauwerk gibt es im echten Leben natürlich nicht. Das Spiel ist in einer Parallelwelt der 60er Jahre angesiedelt, in der die Nazis erstens die Weltherrschaft errungen und zweitens allerlei Monumentalbauten errichtet haben. Auf der schön in Szene gesetzten, von der Abendsonne überfluteten Brücke ballern wir gegen menschliche Nazisoldaten, vor allem aber gegen Roboter. Die gibt es in Hundeform, als menschenähnlicher Supersoldat und als fliegendes Stahlding, was das Gegnerverhalten schön vielfältig macht.

In einem dritten Abschnitt sind wir als B.J. Blazkowicz in London unterwegs, um ein riesiges Forschungslabor zu zerstören, das die Deutschen direkt in der Innenstadt neben Big Ben aufgebaut haben. In diesem Level müssen wir ebenfalls kämpfen, uns aber auch den Weg durch Trümmer suchen und immer wieder mit dem Schneidbrenner Hindernisse wegschneiden. Die Entwickler betonen, dass Wolfenstein kein klassisches Actionspiel, sondern eher ein Actionadventure mit kleinen Rätseleinlagen werden soll.

Beim Anspielen hat das Programm bei uns einen qualitativ hochwertigen, aber auch sehr makabren Eindruck hinterlassen - zumindest in der Szene im Zug ist uns das Lachen im Hals steckengeblieben, aber genau das scheint durchaus gewollt.

Wolfenstein - The New Order soll Ende 2013 für Windows-PC, Xbox 360 und One sowie für Playstation 3 und 4 auf den Markt kommen. Bereits in der Version, die auf der E3 gezeigt wurde, haben wir weder Hakenkreuze noch andere verfassungsfeindliche Symbole gesehen.

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Tom01 17. Apr 2014

Ich finde Rage super. Hast du das auf Konsole gespielt?

Neuro-Chef 20. Jun 2013

Klar, die Grafik sollte nicht zu schlecht sein :p "Killerspiele"?

Nolan ra Sinjaria 17. Jun 2013

@hubie Du solltest die Ansicht wechseln. dann klappt es auch an der richtigen Stelle zu...

M.P. 17. Jun 2013

"Frau Engel aus Wolfenstein" erinnert mich irgendwie an die.

registrierter_s... 14. Jun 2013

...die Designerin is süß ;>


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