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Artwork von Wolfenstein 2.
Artwork von Wolfenstein 2. (Bild: Bethesda/Screenshot: Golem.de)

Wolfenstein 2 im Test: Harte Action in der Motorrüstung

Artwork von Wolfenstein 2.
Artwork von Wolfenstein 2. (Bild: Bethesda/Screenshot: Golem.de)

Hauptfigur B.J. Blazkowicz ist eigentlich nur noch ein Häufchen Elend - aber dank seiner Motorrüstung kann er trotzdem als Ein-Mann-Armee in den USA gegen deutsche Besatzer antreten. Der Egoshooter Wolfenstein 2 inszeniert das als zynisch-morbides Spektakel.

Schon während des mehr als zehnminütigen Intros des Egoshooters Wolfenstein 2 - The New Colossus gibt es mehrere Stellen, an denen wir uns schlecht fühlen. Wir sehen als B.J. Blazkowicz eine Operation am eigenen Bauch, werden fast erwürgt, sollen unseren Hund erschießen und werden Zeuge eines bösen Streits zwischen unseren Eltern. Und als es dann endlich losgeht, stellen wir fest, dass wir im Kampf gegen eine Nazi-Armee schwer verletzt im Rollstuhl antreten müssen.

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Die Situation wird nicht besser. Das gilt für Blazkowicz, aber auch für uns. Denn nur der einfachste der sieben (!) Schwierigkeitsgrade ist halbwegs freizeitspielerkompatibel. In den höheren müssen wir uns auf zunehmend härtere Gefechte und entsprechend häufigere Respawns einstellen. Der knackigste Schwierigkeitsgrad namens "Mein Leben!" steht nach dem ersten Durchgang zur Verfügung, er hat als Besonderheit gar keinen Rücksetzpunkt und nur ein Leben - wer einmal stirbt, was fast unvermeidbar ist, muss ganz von vorne beginnen. In den anderen Schwierigkeitsstufen können wir jederzeit manuell Savegames anlegen, auch auf Konsole. Dazu kommen automatische Checkpoints.

Aber nicht nur wir leiden, sondern auch Blazkowicz. Um die Sache hier abzukürzen: Er bekommt nach einiger Zeit die sogenannte Maschinenrüstung, die ihn wieder auf zwei Beinen kämpfen lässt und ihm ein paar Spezialfähigkeiten verleiht. Mit einem Sprung können wir etwa an bestimmten Stellen den Boden durchbrechen, um in den nächsten Abschnitt zu gelangen.

Davon abgesehen ist die Action schnell, aber unkompliziert. Wir müssen in erster Linie darauf achten, dass wir jeden Feind so flott wie möglich ins Jenseits befördern. Das tun wir nach Abschluss der ersten Missionen in Neu York - die Schreibweise ist kein Fehler, schließlich hat in den 60er Jahren des Spiels das deutsche Regime die Macht jenseits des Atlantiks erobert. Später legen wir uns unter anderem in New Mexico mit Robotersoldaten an.

Ein Teil der aufwendig in Szene gesetzten, durch einige lange Zwischensequenzen erzählten Handlung greift das Thema Rassismus auf. Eingebettet darin ist auch eine sensibel erzählte Familiengeschichte rund um den Helden. Dieser Teil der Story wirkt anrührend, passt aber nicht so richtig zu den morbid-zynischen Sequenzen mit Nazi-Chefin General Engel.

  • Im radioaktiv verseuchten Manhattan kämpfen wir gegen Hunderte dieser gut verpackten Soldaten. (Bild: Bethesda/Screenshot: Golem.de)
  • Wie im Vorgänger gibt es auch in Wolfenstein 2 eine Zentrale zum Ausruhen ... (Bild: Bethesda/Screenshot: Golem.de)
  • In der U-Bahn von Neu York müssen wir uns mit Dobermann-Pinschern herumschlagen. (Bild: Bethesda/Screenshot: Golem.de)
  • so kreativ benannte Schwierigkeitsgrade gibt es leider nicht in jedem Spiel. (Bild: Bethesda/Screenshot: Golem.de)
  • Über weite Strecken ist General Engel unser wichtigster Gegenspieler. (Bild: Bethesda/Screenshot: Golem.de)
  • In einem Städtchen in New Mexico gehören Rassisten zum Straßenbild. (Bild: Bethesda/Screenshot: Golem.de)
  • Die Waffen lassen sich mit Extras verbessern. (Bild: Bethesda/Screenshot: Golem.de)
  • In Trümmerlandschaften feuert eine Drohne auf uns. (Bild: Bethesda/Screenshot: Golem.de)
  • Die Liste mit allen Vorteilen im Optionsmenü. (Bild: Bethesda/Screenshot: Golem.de)
  • In New Orleans greifen auch Krokodile an. (Bild: Bethesda/Screenshot: Golem.de)
  • Der Riesengegner versucht, uns mit seinem Flammenwerfer zu grillen. (Bild: Bethesda/Screenshot: Golem.de)
Im radioaktiv verseuchten Manhattan kämpfen wir gegen Hunderte dieser gut verpackten Soldaten. (Bild: Bethesda/Screenshot: Golem.de)

Die KI wirkt ordentlich, hat aber auch kaum komplexe Herausforderungen zu bewältigen. Die Feinde greifen uns meist frontal an, fein abgestimmte Manöver gibt es selten - das ist beim von Machine Games in Schweden produzierten Wolfenstein 2 aber offensichtlich auch gar nicht vorgesehen. Da stört es auch nicht weiter, wenn einer der vielen Hundert Opponenten stehenbleibt und ein paar Augenblicke früher von unseren Kugeln durchsiebt wird als sonst. Zwischendurch gibt es immer wieder Duelle mit großen und starken Bossgegnern.

Mit Blazkowicz kämpfen wir zwar nicht in offenen Umgebungen, die meisten Levels lassen uns aber an vielen Stellen zwei oder drei Wege. In der Trümmerwüste von Manhattan etwa ballern wir uns zum Teil durch die Reste von Straßenschluchten, können aber auch den Weg durch die zerstörten Gebäude an der Seite wählen. Gelegentlich führt das zu Orientierungsschwierigkeiten - aber irgendwie kommen wir doch immer ans Ziel. Die ersten Umgebungen sind trist gehalten, das Spiel steigert sich daber spürbar und im letzten Drittel kämpft sich Blazkowicz durch sehr sehenswerte Levels.

Damit wir mit den allmählich immer (noch) stärker werdenden Feinden fertigwerden, können wir unsere Fähigkeiten im Spielverlauf verbessern. Wenn wir beispielsweise eine bestimmte Zahl von finalen Kopfschüssen geschafft haben, richten wir beim Verwenden eines Visiers mehr Schaden an; im Spiel heißt dieses System "Vorteile". Auch unsere Waffen können wir mit einem größeren Magazin oder mehr Durchschlagskraft optimieren, indem wir bestimmte Gegenstände in den Umgebungen finden und über die Menüs applizieren.

Das Aufnehmen von Gegenständen ist überhaupt ein größeres Thema in Wolfenstein 2. Eigentlich sollte das Programm Munition, Schutzpanzerung oder andere Gegenstände selbstständig beim Darüberlaufen verwenden. Das funktioniert aber nur zum Teil. Einerseits müssen wir ungewöhnlich präzise über das jeweilige Objekt gehen, andererseits ist die Funktion nicht für alle Gegenstände vorgesehen.

Gesundheitsverbesserungen etwa könnte der Spieler, so die mutmaßliche Logik der Entwickler, auch für später liegen lassen. Das bedeutet, dass wir die Umgebungen sorgfältig mit der Ergreifen-Taste absuchen müssen; vor allem dann, wenn wir zur Optimierung der Trophäenliste Comics, Sammelkarten und weitere Extras suchen, kann das nerven.

Die Spielzeit von The New Colossus hängt stark vom Schwierigkeitsgrad ab, dürfte aber im Mittel bei ungefähr 12 bis 15 Stunden für einen Durchgang liegen. Wer dazu noch die zusätzlichen Enigma-Missionen absolviert, kommt auf knapp das Doppelte. Für diese Extraaufgaben müssen wir feindliche Kommandanten erschießen und ihnen eine Schlüsselkarte abnehmen. Die Enigma-Missionen führen uns allerdings nur in Umgebungen, die auf Orten aus der Haupthandlung basieren. Wer mag, kann die Aufträge auch nach Ende der Kampagne erledigen.

Verfügbarkeit und Fazit 

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thecrew 08. Nov 2017

Also bei mir läuft es zwischen Über/Ultra in Full HD mit stabilen 60 FPS (Mehr macht mein...

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Prypjat 06. Nov 2017

Nazis werden nicht erwähnt. Es wird immer nur über das Regime gesprochen.

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cruse 02. Nov 2017

bekommst du hier in DE nicht einfach so aktiviert. GEOlock Ist wirklich sehr umständlich...

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frostbitten king 31. Okt 2017

Vpn vorraus gesetzt. So wie es ichs being new order gemacht hab.

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emuuu 31. Okt 2017

Also der höchste Schwierigkeitsgrad ist ja erst nach erstmaligem Durchspielen spielbar...

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