Wochenrückblick: Virtuelles Wunderland

Darknet-Markt geschlossen und ein Besuch im MiWuLa: die Woche im Video.

Artikel veröffentlicht am , Martin Wolf
Die VR-Ausrüstung im Miniaturwunderland ist teuer - und wiegt fast 5 kg.
Die VR-Ausrüstung im Miniaturwunderland ist teuer - und wiegt fast 5 kg. (Bild: Miniaturwunderland Hamburg)

Wunderland virtuell

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Das Hamburger Miniaturwunderland, die größte Modelleisenbahnanlage der Welt, kann jetzt auch virtuell bereist werden. Wir haben uns auf H0-Maßstab schrumpfen lassen und sind in die Anlage eingetaucht. Ausgestattet mit Rucksack-PC, Trackern und VR-Helm haben wir die Schweiz, den Grand Canyon und Knuffingen besucht. Die VR-Umsetzung hat uns begeistert - sowohl technisch als auch vom Storyboard her.

Die Grafik reizt zwar die 8K der Brille nicht aus, aber die Bildrate von mindestens 90 Bildern pro Sekunde und das immersive Gesamterlebnis machen das wett. Langeweile kam zu keinem Zeitpunkt auf ebensowenig wie Seekrankheit. Die halbe Stunde lange Reise durch die virtuelle Welt kam uns deutlich kürzer vor. Allerdings waren wir danach froh, die 5 kg schwere VR-Ausrüstung wieder ablegen zu können.

Hydra abgeschaltet

Golem Karrierewelt
  1. Entwicklung mit Unity auf der Microsoft HoloLens 2 Plattform: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    10./11.10.2022, Virtuell
  2. AZ-104 Microsoft Azure Administrator: virtueller Vier-Tage-Workshop
    19.-22.09.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Bei der Abschaltung des russischsprachigen Darknet-Markts Hydra wurden Bitcoin im Wert von 23 Millionen Euro beschlagnahmt. Über den Markt konnten laut dem Bundeskriminalamt "[illegale] Betäubungsmittel, [...] weltweit ausgespähte Daten, gefälschte Dokumente sowie digitale Dienstleistungen" angeboten werden. Die Betreiber und Administratoren sind "bislang unbekannt". Die Seite soll in russischer Sprache und seit dem Jahr 2015 verfügbar gewesen sein. Das BKA teilte mit, dass auf "dem Marktplatz ca. 17 Mio. Kunden- und über 19.000 Verkäuferkonten registriert" gewesen seien.

Bundeswehr bewaffnet Drohnen

Auf Antrag der Regierungsfraktionen haben der Haushalts- und Verteidigungsausschuss des Bundestages am Mittwoch grünes Licht zur Bewaffnung der Bundeswehrdrohnen vom Typ Heron TP gegeben. Als Zwischenlösung sollen sie der Luftwaffe ein neues Waffensystem zur Verfügung stellen, bis in frühestens sechs Jahren die Eurodrohne fertig entwickelt ist. Alle Fraktionen außer Die Linke stimmten der Vorlage zu. Die Geräte kosten pro Stück 152 Millionen Euro. Die Drohne wird von einem Turboprop-Motor angetrieben und erreicht eine Geschwindigkeit von rund 500 Kilometern pro Stunde.

Keiner will Win 11

Seit der Einführung im Oktober 2021 konnte Windows 11 nicht besonders viele Menschen vom Vorgänger Windows 10 weglocken. Das OS wird laut einer Statistik von etwa 20 Prozent der User genutzt. Zuletzt stagnierte dieser Anteil und niemand stieg mehr auf Windows 11 um, auch weil Windows 10 in den meisten Fällen ausgereifter ist.

Musk und Twitter

Tesla-Chef Elon Musk ist zum größten Aktionär von Twitter geworden. Der Tech-Milliardär hält nun einen Anteil von 9,2 Prozent an dem Unternehmen. Nach seinem überraschenden Einstieg bei Twitter ist Musk auch in den Verwaltungsrat der Firma eingezogen. Musk bekommt damit offiziell größeren Einfluss auf die Strategie von Twitter. Der Tesla-Chef hat 80 Millionen Follower auf Twitter.

LEGO Star Wars: Die Skywalker Saga

Riesenrad

Siemens Gamesa baut seine erste Windturbine mit einem Durchmesser von 236 Metern. Die Rotorblätter haben eine Länge von 115 Metern. Die Turbine hat eine Nominalleistung von 14 Megawatt und eine Spitzenleistung von 15 Megawatt. Das reicht, um 18.000 Haushalte zu versorgen. Der Prototyp soll Ende des Jahres auf einem Testfeld im Norden Dänemarks aufgebaut werden

Essen für den Geheimdienst

Ein Datenleck beim Essenslieferdienst Yandex Food hat Personen offenbart, die mit russischen Geheimdiensten in Verbindung stehen. Das fand das Recherchenetzwerk Bellingcat heraus, dem die Daten vorliegen. Laut Reuters sind 58.000 Personen von dem Datenleck betroffen. Die russische Kommunikations- und Zensurbehörde drohte bereits mit einem Bußgeld von 100.000 Rubel, das sind umgerechnet derzeit rund 1.000 Euro.

Aus 2 mach 3

Früher hat man für den Einbau von Echtwelt-Gegenständen in 3D-Umgebungen sündhaft teure Scanner benötigt, jetzt reicht unter Umständen ein Smartphone: Epic Games und Nvidia zeigen fast zeitgleich, wie man Objekte mit einer einfachen Kamera erfassen kann, um sie dann als Asset etwa in einem Spiel zu verwenden.

Die Saga geht weiter

Die Macht ist mit den Klötzchen: In Lego Star Wars: Die Skywalker Saga können wir auf ziemlich lustige Art alle neun Episoden mit Luke, Lea und anderen Helden aus dem Krieg der Sterne nachspielen. Wer Star Wars eher ernst nimmt, sollte unbedingt die Finger von dem Spiel lassen. Wer schrägen Humor mag, bekommt wunderbar kurzweilige Unterhaltung.

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