Wochenrückblick: Trojaner to go

Gegen Covid19 geimpfte Personen können ihre Impfung demnächst auf ihrem Smartphone nachweisen. Dazu stellte die Bundesregierung am Donnerstag die sogenannte Covpass-App bereit. Diese kann Impfzertifikate einlesen, die geimpfte Personen zuvor in Form eines QR-Codes erhalten haben. Auch die Corona-Warn-App ist seit Mittwoch dazu in der Lage. Der QR-Code wird künftig direkt bei der Impfung ausgestellt. Vollständig Geimpfte sollen ihn nachträglich per Post zugeschickt bekommen. Vom kommenden Montag an wollen zahlreiche Apotheken ebenfalls die QR-Codes ausstellen. Dazu müssen die gelben Impfpässe und Ausweisdokumente vorgelegt werden.
Wer als Behörde immer noch keine Erlaubnis zur Nutzung von Staatstrojanern hat, muss irgendetwas falsch machen. Am Donnerstag erlaubte die Koalition von Union und SPD sowohl allen Geheimdiensten als auch der Bundespolizei den Einsatz von Spähprogrammen auf Smartphones und Computern. Dabei dürfen die Geheimdienste sogar nach Kommunikationsinhalten suchen, die schon vor der Installation des Trojaners stattgefunden hat. Diese Befugnis wird einhellig als verfassungswidrig erachtet. Denn das stellt im Grunde schon eine Online-Durchsuchung dar, an die höhere Anforderungen verknüpft sind. Zudem müssen die Provider auf Wunsch der Ermittler den Traffic zu Verdächtigen umleiten. Auf diese Weise sollen die Spähprogramme installiert werden.
Auf der diesjährigen WWDC hat Apple iOS 15 angekündigt. Unter anderem werden Facetime und Messages ausgebaut, außerdem können Benachrichtigungen nach Prioritäten sortiert werden. IOS-Apps werden unter iPad OS 15 künftig auch im Querformat laufen.
Ebenfalls vorgestellt hat Apple MacOS Monterey. Neben zahlreichen neuen Funktionen ist vor allem die Nachricht erwähnenswert, dass Apple Intel-Macs wichtige Funktionen vorenthält. Dazu gehören unter anderem der Porträtmodus von Facetime und der Live-Text in der Fotos-App.
Ob die nächste Generation von Windows wirklich ein neues Betriebssystem wird? Darüber spekulierten viele in der vergangenen Woche. Allerdings deuten Hinweise eher auf ein großes Update namens Sun Valley. Parallel dazu scheint Microsoft die Namensstruktur der Inhaltspatches zu verändern – nach MacOS-Vorbild. Das Event zum neuen Windows findet am 24. Juni statt.
Das Entwicklerstudio Dice hat den neuen Ableger des Multiplayer-Shooters Battlefield angekündigt. Der Titel spielt im Jahr 2042 und bietet die bekannten Spielmodi Conquest und Breakthrough, aber kein Battle Royale und auch keine Kampagne. Ein neuer Onlinemodus soll am 22. Juni präsentiert werden. Die Veröffentlichung des Spieles selbst ist für Oktober 2021 geplant. Es soll für PC und alle aktuellen Konsolen erscheinen.
Vodafone steigert die Datenübertragungsrate bei rund vier Millionen Bestandskunden im Kabelnetz. Wer bislang beispielsweise 150 oder 200 MBit/s erhielt, bekommt innerhalb der nächsten zwei Jahre ein Upgrade auf 250 MBit/s. Wer zurzeit 400 MBit/s erhalt, bekommt zukünftig 500 MBit/s. Das Datenraten-Upgrade erfolgt automatisch – die Kunden werden von Vodafone benachrichtigt, wenn das Upgrade durchgeführt wurde.

Bezos im All (öffnet im neuen Fenster)
Der Chef fliegt mit: Jeff Bezos hat angekündigt, dass er beim bemannten Erstflug des Raumfahrzeugs New Shepard dabei sein wird. Mit an Bord wird auch sein Bruder Mark sein. In der Rakete gibt es sechs Plätze, einer davon wird versteigert. Der 10 Minuten lange Flug ist für den 20. Juli geplant. Bezos' Raumfahrtunternehmen Blue Origin will künftig touristische Ausflüge ins All anbieten.
Wie instabil das Internet wirklich ist, zeigte ein großer Ausfall bei vielen Webseiten. Der CDN-Anbieter Fastly hatte mit Problemen zu kämpfen. Eine Stunde lang waren Kundenplattformen wie The New York Times oder der Webauftritt der britischen Regierung nicht erreichbar. Grund war wohl eine Fehlkonfiguration, die zu einem Kaskadeneffekt geführt hat. Fastly konnte das Problem recht schnell wieder beheben.
Eine Studentin erhält mehrere Millionen US-Dollar von Apple, nachdem Techniker bei einer iPhone-Reparatur Nacktfotos von ihr veröffentlicht hatten. Die Bilder stammten aus ihrem iPhone und wurden auf dem Facebook-Profil der Betroffenen gepostet. Diese erfuhr erst von ihren Freunden über den Vorfall.
Kaum Steuern bei IT-Milliardären
Eine Untersuchung von Pro Publica zeigt, dass Milliardäre wie Jeff Bezos oder Elon Musk in manchen Jahren gar keine Steuern zahlen. Auch sonst sei die gesamte Steuerlast gering, da Vermögen in den USA nicht besteuert werde. Die US-Regierung untersucht nun die Herkunft des Steuerlecks.