Wochenrückblick: Millionen Webseiten abgeraucht

Es brannte in Straßburg und die EU-Kommission will keine SMS - die Woche im Video.

Artikel veröffentlicht am , Martin Wolf
Bei OVH brannte es in dieser Woche
Bei OVH brannte es in dieser Woche (Bild: Videoblocks)

Brand bei OVH

Dem Cloud-Hoster OVH ist in der Nacht zu Mittwoch ein Rechenzentrum komplett ausgebrannt. Ein weiteres wurde durch das Feuer beschädigt und der gesamte Standort in Straßburg ist weiter offline.

Von dem Ausfall sollen laut Netcraft rund 3,6 Millionen Webseiten sowie fast 20 Prozent aller IP-Adressen von OVH betroffenen gewesen sein. Darunter waren einige staatliche Behörden, Web-Banking, Webmail-Dienste und Onlineshops.

OVH will Kunden mit Reserve-Infrastruktur an anderen Standorten aushelfen und die unbeschädigten Rechenzentren in Straßburg schnell wieder online bringen. Das geschieht aber frühestens kommende Woche.

Messengerdienste auf SMS-Niveau

Die EU-Kommission will Messengerdienste wie Whatsapp oder Signal nicht miteinander kompatibel machen. Sie befürchtet durch eine solche Vorgabe einen Verlust an Funktionen. Eine Interoperabilität von Messengern könne dazu führen, "dass wir eine Art SMS zurückkriegen". Das Europaparlament will hingegen bei der geplanten Plattformregulierung ein angemessenes Maß an Interoperabilität für systemrelevante Betreiber sicherstellen. Die SPD fordert in ihrem Programm für die diesjährige Bundestagswahl ebenfalls die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Messengerdiensten zu kommunizieren. 

Textdatei statt Migrationstool

Das Team des Golem.de-Lesers J. A. Richter wollte in der Folge des Hacks von Exchange auf Microsoft 365 umstellen. Dabei sollte ein Tool im Admin-Center helfen. Als die heruntergeladene Datei nur 1 KByte groß war, wunderte er sich bereits. Dann kam die Überraschung: Eine unbekannte Person hatte die Anwendung durch eine Textdatei ausgetauscht. Offensichtlich konnte der Unbekannte den Blob-Storage-Account per Subdomain-Takeover erneut anmelden.

Zur Sicherheit Apple-Geräte patchen

Apple hat für fast alle Geräte ein Sicherheitsupdate aufgespielt. Dieses sollte laut Hersteller dringend installiert werden. Der Grund: Ein Bug in Webkit konnte Memory-Leaks in Safari hervorrufen, was zur Ausführung von Fremdcode führen konnte.

Faltbarer 4-Meter-Fernseher  

C Seed aus Kalifornien hat den M1 vorgestellt, einen 4K-TV mit 165 Zoll. Der Clou: Er besteht aus fünf Micro-LED-Panels, die sich zusammenfalten lassen - so verschwindet der Fernseher im Boden. Mit 400.000 US-Dollar ist der M1 aber für meisten Privatleute schlicht zu teuer.

Elektro-Kia angekündigt

EV6 wird das neue Elektroauto von Kia heißen. Die Limousine ist der erste Wagen der südkoreanischen Marke, der ausschließlich als Elektroauto konzipiert ist. Es basiert auf der gleichen Plattform wie der kürzlich vorgestellte Hyundai Ioniq5. Mehr Details will Kia in der kommenden Woche bekannt geben.

Überwachungskameras gehackt

Ein Hackerkollektiv konnte auf 150.000 Überwachungskameras bei Verkada zugreifen. Die Überwachungstechnik wird von Unternehmen wie Tesla oder Cloudflare genutzt. Der Zugriff erfolgte über ein Super-Admin-Konto, mit dem auch Verkada-Angestellte bis hin zu Praktikanten auf die Kameras zugreifen konnten.

IBM entwickelt Impfnachweis

Der Nachweis einer Corona-Impfung soll künftig auch per Smartphone möglich sein. Der US-Computerkonzern IBM und das Kölner Unternehmen Ubirch erhielten dazu den Auftrag der Bundesregierung. Entwickelt werden in 12 Wochen eine Impfnachweis-App, eine Prüf-App und ein Backendsystem für die Integration in Arztpraxen und Impfzentren. 

Sonos Roam

Sonos hat mit dem Roam einen neuen Lautsprecher vorgestellt. Es ist der erste Sonos-Lautsprecher, der eine vollwertige Bluetooth-Unterstützung bietet. Sonos-Lautsprecher unterstützen als Besonderheit mehr als 100 Musikstreamingabos. Mitte April soll der Roam mit eingebautem Akku für 180 Euro erscheinen.

Nvidia gewinnt Crypto-Mining-Sammelklage  

In Kalifornien wurde eine Sammelklage gegen Nvidia aus Mangel an Beweisen abgewiesen. Eine Gruppe aus Shareholdern hatte dem GPU-Hersteller vorgeworfen, Umsätze von Grafikkarten zu verschleiern, die nicht in Gaming-Systemen, sondern in Crypto-Mining-Farmen gelandet seien. 

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