Wochenrückblick: Land unter

Probleme mit der Infrastruktur im Flutgebiet und ein Weltraumflug: die Woche im Video.

Artikel veröffentlicht am , Martin Wolf
Woche im Video: Teile Deutschlands sind von Starkregen betroffen. (Bild: Pixabay)

Wirbel um Spähsoftware

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Eine Liste mit 50.000 Telefonnummern bringt den israelischen Trojanerhersteller NSO in Erklärungsnöte. Die Nummern waren angeblich Spähziele der Spionagesoftware Pegasus. Hunderte Menschenrechtsaktivisten, Journalisten und Anwälte weltweit könnten nach Ansicht internationaler Medien von Geheimdiensten mit Hilfe der Software ausgespäht worden sein.

Selbst die Nummer des französischen Staatspräsidenten Macron fand sich auf der Liste. US-Whistleblower Edward Snowden fordert ein Moratorium für den Handel mit Schadsoftware. Es gebe Industrien, die einfach zu gefährlich seien, um sie zu erlauben. Amnesty International hat eine Software veröffentlicht, mit der sich Android- und iOS-Smartphones auf einen Befall mit der Schadsoftware Pegasus prüfen lassen. NSO wies die Vorwürfe als unbegründet zurück. Die Nummern könnten auch aus einer anderen Quelle stammen.

Diskussion nach Hochwasser

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Nach der Hochwasserkatastrophe in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Bayern diskutiert die Politik die Einführung sogenannter Warn-SMS per Cell Broadcast. Das System wird inzwischen von der Bundesregierung befürwortet und soll 2022 zum Einsatz kommen können. Wäre es früher implementiert worden, hätte es vielleicht Leben retten können. Die Warn-App Nina hat nur zehn Millionen Nutzer. Kritiker beklagten, dies sei ungenügend.

Doch auch wenn das Verteilen der Warnungen klappt, müssen diese auch verständlich sein und beachtet werden. Unter 200 l/qm können sich die Menschen oft nichts vorstellen. Zudem reagieren Menschen oft nicht auf Warnungen, weil sie bisher nicht betroffen waren.

Auch Betrüger nutzen die Hochwasserkatastrophe aus und versuchen mit Fake-Shops für Bautrockner oder gefälschten Angeboten angeblicher Elektriker die Betroffenen um ihr Geld zu bringen.

New Shepards erster Flug

Erstmals ist eine New-Shepard-Rakete mit vier Menschen an Bord abgehoben und über 100 Kilometer hoch ins Weltall geflogen. Es war der erste Raketenflug für die 82-jährige Pilotin und Fluglehrerin Wally Funk, 60 Jahre nach ihrem Astronautentraining. Der 18-jährige Oliver Daemen war der jüngste Passagier an Bord. Er wird damit zum jüngsten Astronauten aller Zeiten und Wally Funk zur ältesten. Die US-Flugaufsichtsbehörde hat aber schon angekündigt, reine Passagiere in Zukunft nicht mehr als Astronauten zu bezeichnen. Die beiden anderen Personen an Bord waren Mark Bezos und dessen Bruder Jeff, der Gründer einer Buchhandelskette.

Lücken für Staatstrojaner

Die deutschen Ermittlungsbehörden dürfen auf bislang unbekannte Sicherheitslücken für den Einsatz von Staatstrojanern zurückgreifen. Das hat das Bundesverfassungsgericht entschieden. Allerdings muss der Umgang mit solchen Sicherheitslücken gesetzlich geregelt werden, um den Zielkonflikt zwischen Computerschutz und der Offenhaltung solcher Lücken für die Kommunikationsüberwachung aufzulösen.

Bereit für den Tunnel

Die Münchener sind bereit für den Elon Musks Tunnelwettbewerb: TUM Boring hat seine Tunnelbohrmaschine vorgestellt, mit der das Team an der Not-a-Boring Competition teilnehmen will. Es geht darum, möglichst schnell und genau einen Tunnel mit einer Fahrbahn darin zu bauen. Aus 400 Bewerbern wurden 12 Teams ausgewählt. Der Wettbewerb soll in wenigen Wochen stattfinden.

Müll zu Nahrung

Eine Lösung für gleich zwei Probleme haben zwei US-Forscher gefunden: Sie lassen Mikroben Plastik zersetzen. Übrig bleiben essbare Proteine. Weil sie damit potenziell die Nahrungsmittelknappheit und die Entsorgung von Plastikmüll lösen, hat der Pharmakonzern Merck die Forscher Ting Lu und Stephen Techtmann ausgezeichnet. So bald wird das Verfahren aber nicht für den industriellen Einsatz bereit sein.

Schweben statt fliegen

Der chinesische Schienenfahrzeughersteller CRRC hat den ersten serienmäßigen Magnetschwebezug fertiggestellt. Derzeit gibt es zwar noch keine Trassen dafür. Mehrere chinesische Großstädte und Provinzen wollen aber die bis zu 600 km/h schnellen Maglevs. Sie sollen in etwa fünf bis zehn Jahren Flugzeuge auf etwa 1.500 km langen Strecken ersetzen.

Apple aktualisiert Betriebssysteme

In dieser Woche hat Apple sowohl iOS 14.7 als auch iPad OS 14.7 veröffentlicht. Neu ist unter anderem die Apple Card Family mit kombinierten Kreditlimits. Zudem wurden - wie üblich - mehrere Fehler beseitigt.

Spooler aus, Problem gelöst?

Nachdem in dieser Woche erneut eine Sicherheitslücke im Drucker-Spooler von Windows bekannt wurde, rät Microsoft mittlerweile zu einer recht drastischen Maßnahme: den Dienst komplett abzuschalten. Allerdings können viele Drucker dann nicht mehr genutzt werden. Bisher gibt es zudem noch keinen Fix für die Sicherheitslücke.

Zyklopen im Garten

Bestien im Nachbargarten sind nicht unbedingt Hund oder Katze, sondern mit The Witcher - Monster Slayer auch Zyklopen oder Sirenen aus der Fantasywelt mit den Hexern. Das kostenlos erhältliche Mobile Game erinnert an Pokémon Go, setzt aber mit Rollenspielelementen und sogar einer Handlung eigene Akzente.

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