Wochenrückblick: Keine Billig-Pakete mehr

Nvidia kündigt an und DHL kassiert. Die Woche im Video.

Artikel veröffentlicht am , Martin Wolf
Wochenrückblick: Keine Billig-Pakete mehr
(Bild: Pixabay)

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Zwar fand die größte asiatische PC-Messe nur digital statt, dennoch gab es allerhand Ankündigungen: AMD hat mehrere Radeon RX 6000M für Laptops vorgestellt, die flotter und effizienter rechnen sollen als Nvidias-Pendants. Einer dieser Chips, der Navi23, wird zudem von Tesla im Model S und Model X für das Infotainment-System verwendet. Anfang 2022 sollen ferner erste Ryzen-Prozessoren mit sogenannten 3D V-Cache erscheinen: Hier stapelt AMD zusätzlichen SRAM auf den CPU-Chiplets, womit sich der L3-Cache verdreifacht und die Performance um rund 15 Prozent steigen soll. Noch im Juni soll FidelityFX  Super Resolution starten, das ist AMDs Pendant zu Nvidias DLSS. Auch dazu gab es Neuigkeiten: No Man's Sky setzt es für VR ein, Red Dead Redmeption regulär. Zudem erhält Doom Eternal neben DLSS auch Raytracing-Spiegelungen.

DHL kassiert

Die bisher geltende 22-Euro-Freigrenze für Waren aus Nicht-EU-Ländern nach Deutschland gibt es ab Juli 2021 nicht mehr. Wer online Waren aus China im Wert von 21 Euro bei einem Händler bestellt, der nicht in der EU registriert ist, zahlt bei einem Steuersatz von 19 Prozent die Einfuhrumsatzsteuer in Höhe von 3,99 Euro und 6 Euro Auslagenpauschale. Das sagte ein DHL-Sprecher Golem.de.

Ausgenommen sind nur Waren, deren Wert unter 5,23 Euro liegt. Wenn der Versender nicht bereits die Einfuhrabgaben im Voraus gezahlt hat, wird die Deutsche Post DHL diese beim Zoll verauslagen und bei Zustellung an der Haustür oder Übergabe in einer Filiale vom Kunden kassieren. Die Neuregelung geht auf eine Initiative der Europäischen Kommission zurück, die damit die steuerrechtliche Bevorzugung von ausländischen Versandhändlern außerhalb der EU und Mehrwertsteuerbetrug stoppen will.

Geforce RTX 3080 Ti

Nvidia hat die Geforce RTX 3080 Ti vorgestellt - und wir haben sie getestet. Technisch ähnelt die Grafikkarte stark der Geforce RTX 3090: Sie nutzt einen GA102-Chip mit ein paar Shader-Einheiten weniger bei ebenfalls 350 Watt Board-Power, das Interface ist ebenfalls 384 Bit breit. Statt 24 GByte gibt es jedoch nur 12 GByte Videospeicher, was zumindest in Spielen keine Auswirkungen hat. Die Performance der Geforce RTX 3080 Ti entspricht nahezu der Geforce RTX 3090, mit nominell 1.200 statt 1.550 Euro fällt der Preis unerwartet hoch aus. Praktisch kostet die Karte aber mehr als 2.500 Euro, da die Nachfrage weiter exorbitant ist.

Beschwerden gegen Cookie-Banner

Die Datenschutzorganisation Noyb hat 560 Beschwerden an Unternehmen in Europa verschickt. Diese sollen rechtswidrige Cookie-Banner verwenden, die keine klare Ja/Nein-Option bieten, wie sie von der DSGVO gefordert wird. Stattdessen versuchen viele Banner, die Nutzer auszutricksen.

Enuu sorgt für Ennui

Das Schweizer Startup Enuu hat in Berlin eine Reihe von Leihfahrzeugen aufgestellt - nicht allen gefällt das. Die Leichtfahrzeuge mit einer Höchstgeschwindigkeit von 28 hm/h werden mitunter direkt auf dem Gehweg aufgestellt, wo sie eigentlich nicht stehen dürfen. In der Schweiz ist das Konzept bereits in zwei Städten gescheitert.

Bündnis gegen Staatstrojaner

Ein breites Bündnis aus Vereinen wie dem CCC und Unternehmen wie Facebook und Google fordert die Regierung auf, ihre Pläne zun Staatstrojaner zu beenden. Auch sollte es keine Mitwirkungspflicht zur Überwachung geben. Das gefährde das Vertrauen in digitale Dienste.

Tesla-Restaurants

Essen beim Laden: Tesla hat Markenrechte für den Firmennamen im Zusammenhang mit Gastronomie-Betrieben beantragt. Was der US-Elektroautohersteller plant, ist unbekannt. Möglich ist, dass Tesla seine Ladestationen durch ein gastronomisches Angebot erweitern will. Ein Tesla-Manager hatte so etwas bereits vor einigen Jahren angedeutet.

Zurück in die Scherbenwelt

Blizzard startete in dieser Woche erneut den Brennenden Kreuzzug. World of Warcraft: The Burning Crusade Classic schickt Helden in die Scherbenwelt. Dort warten neue (alte) Abenteuer bis zur Stufe 70, Arenakämpfe, Flugreittiere und Illidan Stormrage höchstpersönlich. Alle Abonnenten des Hauptspiels haben Zugriff auf das Addon, können allerdings auch weiterhin auf Classic-Servern bleiben.

Ikea und Sonos

Ikea hat versehentlich einen neuen Symfonisk-Lautsprecher im eigenen Onlineshop veröffentlicht. Es ist ein Bilderrahmen mit eingebautem Lautsprecher. Dieser soll 200 US-Dollar kosten und wurde zusammen mit Sonos entwickelt.

Symfonisk-Lautsprecher, kompatibel mit Sonos

Geld zurück

Da hatte VW zu viel versprochen: Eine knapp 1.300 Euro teure Wärmepumpe hat nicht die Wirkung erzielt, die VW Kunden in Aussicht gestellt hatte. Gut 56.000 Käufer des ID.3 und ID.4 hatten die Pumpe bestellt, weil diese bis zu 30 Prozent mehr Reichweite bringen sollte. VW senkte den Preis für die Pumpe um rund 300 Euro. Die Käufer erhalten den Betrag gutgeschrieben oder ausbezahlt.

Hinweis in eigener Sache

Am 10. Juni präsentiert Golem.de gemeinsam mit Zeit Online zum zweiten Mal die Tech Talks. Bei der Online-Veranstaltung bieten IT-Referenten aus der Branche kurze Vorträge zu aktuellen Fachthemen und geben vertiefende Workshops, bei denen Fragen gestellt werden können. Themen sind unter anderem Googles Supercomputer, dezentrale Identitäten, Digital Farming und digitale Ethik. Teilnehmer*innen haben zudem die Möglichkeit zu Gesprächen mit Firmenvertretern. Im Talk zum Abschluss diskutieren wir mit Experten zum bestehenden Problem des Chipmangels und der Produktion in der EU. Die Tech Talks finden am 10. Juni von 16.30 Uhr bis 20.30 Uhr statt. Die Teilnahme ist kostenlos, nur eine Registrierung ist dafür notwendig.

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Morons MORONS 09. Jun 2021 / Themenstart

Ich habe mir vor ein paar Tagen bei Amazon US einen Heddon Wobbler zum Angeln bestellt...

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