Wo bleibt die Rendite?: KI-Anleger werden ungeduldig

Die Technologieunternehmen Broadcom, Coreweave und Oracle haben am 15. Dezember 2025 weitere Kursverluste ihrer Aktien verzeichnet. Wie CNBC berichtet(öffnet im neuen Fenster) , setzt sich damit der Trend aus der Vorwoche fort, in der die Unternehmen ebenfalls Kursverluste hinnehmen mussten.
Was ist passiert?
Seit dem Rekordwert der Oracle-Aktien vom 10. September 2025 verlor das Unternehmen 46 Prozent seiner Bewertung wieder, was laut CNBC darauf hindeutet, dass Anleger besorgt sind, ob die Renditen auf ihre Investitionen jemals die hohen Ausgaben rechtfertigen werden.
Hinzu kommt, dass die Finanzierungsoffensive von Oracle für KI-Rechenzentren zu einer Verschuldungsquote von 500 Prozent geführt hat. Bei Coreweave liegt sie bei 120 Prozent. Zum Vergleich: Amazon, Microsoft, Meta und Google weisen bei dieser Kennzahl Werte zwischen 7 Prozent und 23 Prozent auf.
Wie geht es weiter?
Die Marktreaktion erfolgt trotz guter Quartalsberichte und Umsatzprognosen. Sowohl Broadcom als auch Oracle veröffentlichten Prognosen, die einen rasanten Anstieg der Nachfrage im Bereich KI belegen sollen.
Oracle ist stark auf Fremdkapital für die Finanzierung und Entwicklung neuer Rechenzentren angewiesen, gibt allerdings nur wenige Details über Finanzierungen bekannt. Im laufenden Geschäftsjahr sollen sich die Investitionsausgaben aufgrund neuer Verträge mit Nvidia und Meta aber von 35 Milliarden US-Dollar auf 50 Milliarden US-Dollar erhöhen.
Was Anleger beachten sollten
KI-Unternehmen geben an, dass die Rendite gegeben sei und lediglich mehr Rechenleistung benötigt werde, um mehr Umsatz zu erzielen. Für Firmen wie OpenAI, Anthropic, Anduril und Databricks ist die Miete von Rechenzeit der größte Ausgabenposten, alle genannten Unternehmen haben aber noch kein positives Geschäftsquartal abgeschlossen.
Währenddessen befürchten Anleger von Infrastrukturanbietern wie Oracle, Coreweave und Broadcom, dass die hohen Investitionskosten für mehr Rechenleistung ihre Gewinne schmälern. Die Warnungen vor einer KI-Blase sorgen für zusätzliche Unsicherheit , da ein Scheitern der KI-Firmen auch die erwarteten Gewinne der Infrastrukturanbieter verpuffen lassen würde.
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