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WLAN und Bluetooth: LED-Lampe zeigt Drahtlossignale in der Nachbarschaft an

Ein Bastler hat sich die Frage gestellt: Wie würde es aussehen, wenn all die WLAN -Signale der Nachbarn mit LEDs aufleuchteten?
/ Oliver Nickel
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Die Lichtinstallation leuchtet stärker, je mehr Signale empfangen werden. (Bild: Rootkid/Youtube)
Die Lichtinstallation leuchtet stärker, je mehr Signale empfangen werden. Bild: Rootkid/Youtube

Der Bastler und Künstler Rootkid(öffnet im neuen Fenster) hat eine neue Kreation vorgestellt. In einem Youtube-Video(öffnet im neuen Fenster) zeigt er eine Lichtinstallation, die auf drahtlose Funksignale in der Umgebung reagiert. Je mehr Traffic über den Äther versendet wird, desto heller leuchten die LEDs. Grundlage dafür sind ein Raspberry Pi und ein Signal-Controller, der entsprechende Signale empfangen kann.

Rootkid hat sich für das HackRF One entschieden, ein Controller mit einer Arbeitsfrequenz von 10 MHz bis 6 GHz. Damit können also die meisten drahtlosen Frequenzen empfangen werden, auch die vom Bastler gewünschten 2,4 bis 5 GHz. Hier arbeiten Netzwerktechniken wie WLAN und Bluetooth.

Die Installation selbst soll dabei nicht selbst im Netzwerk funken, sondern lediglich Signale aus der Umgebung aufnehmen und über LEDs anzeigen. Ein selbstgeschriebenes Programm auf dem Raspberry Pi soll die Signale des HackRF One(öffnet im neuen Fenster) interpretieren und passend dazu LEDs ansteuern.

Hell leuchten für höhere Amplituden

Der Bastler entschied sich für eine längliche Metallleiste und installierte auf einer passenden Platine 64 LED-Schläuche in gleichmäßigen Abständen. Dabei ließ er sich von typischen Frequenzdiagrammen inspirieren. Die einzelnen LED-Schläuche bilden ein Frequenzspektrum von 2,4 bis 2,5 und 5 bis 5,8 GHz ab. Die Amplituden, also die Stärke der aufgenommenen Signale, werden allerdings nicht durch die Position des Graphen im Raum, sondern durch die Leuchtintensität dargestellt. Außerdem werden 2,4- und 5-GHz-Bänder zusammengerechnet und als ein Signal interpretiert.

Das Ergebnis zeigt Rootkid im Video. Vor allem abends leuchten die LEDs stark auf, da hier viele Menschen zu Hause sind und sich Inhalte über WLAN anzeigen lassen, im Web surfen oder Spiele spielen. Tagsüber ist die Netzwerkaktivität in seiner Nachbarschaft offenbar weniger stark und die LEDs leuchten weniger stark auf. "Vor dieser blendenden Lichtmauer wird man daran erinnert, dass wir von den Geistern unseres eigenen Schaffens umzingelt sind" , sagt der Bastler.


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