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Schärfere Vorgaben durch ePrivacy-Verordnung?

Unternehmen und Gemeinden müssen künftig mit einer schärferen Regelung in Bezug auf WLAN-Tracking rechnen. Möglicherweise wird in der ePrivacy-Verordnung (E-PVO) genauer geregelt werden, unter welchen Voraussetzungen WLAN-Tracking gegen den Datenschutz verstößt. Nach dem ursprünglichen Verordnungsentwurf der EU-Kommission (PDF) ist die Erhebung von Informationen untersagt, die von Endeinrichtungen ausgesendet werden, um sich mit anderen Geräten oder mit Netzanlagen verbinden zu können. Etwas anderes soll gelten, wenn in hervorgehobener Weise ein "deutlicher Hinweis" angezeigt wird. In diesem sollen die Betroffenen vor allem über die Modalitäten der Erhebung, ihren Zweck, die dafür verantwortliche Person und die Möglichkeiten die Erhebung der personenbezogenen Daten zu beenden bzw. zu beschränken informiert werden (PDF).

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Aufgrund dieser hohen Anforderungen, die der ePrivacy-Entwurf an den Hinweis stellt, ist davon auszugehen, dass die Unternehmen dem kaum nachkommen können. Allerdings kann gegenwärtig nicht gesagt werden, wie die endgültige Regelung bei Inkrafttreten der ePrivacy-Verordnung aussehen wird. Denn auf EU-Ebene wird darüber derzeit beraten. Ein Entwurf des EU-Parlamentes vom 23. Oktober 2017 sieht vor, dass der Endnutzer zuvor seine Einwilligung erklären muss. Etwas anderes soll nur dann gelten, wenn das WLAN-Tracking "unbedingt erforderlich" ist für "statistische Zählungen". Hinzukommen muss unter anderem, dass die benötigten Daten nachfolgend anonymisiert oder gelöscht werden und sie nur zu statistischen Zwecken weiterverarbeitet werden.

Danach ist es bereits fragwürdig, ob ohne ausdrücklich erklärte Einwilligung ein Zählen der Nutzer erlaubt ist. Denn hierfür kommen Alternativen in Betracht wie das Zählen der Kunden durch Infrarot-Lichtschranken. Auf jeden Fall darf keine weitergehende Verarbeitung der Daten erfolgen (wie das Erstellen von Bewegungsprofilen). Abzuwarten bleibt zudem, wann die ePrivacy-Verordnung in Kraft tritt. Festzuhalten bleibt, dass Unternehmen spätestens mit Inkrafttreten der Verordnung damit rechnen müssen, dass WLAN-Tracking gegen den Datenschutz verstößt.

Wie können sich Verbraucher vor WLAN-Tracking schützen?

Verbraucher können sich derweil gegen heimlich durchgeführtes WLAN-Tracking kaum schützen. Das gilt übrigens auch, wenn das jeweilige Betriebssystem des Smartphones die vollständige MAC-Adresse erst bei Einwahl in den Access-Point korrekt anzeigt. Denn diese Verschleierung in Form der Randomisierung ist beim WLAN-Tracking fast vollständig wirkungslos. Das kommt insbesondere daher, dass die Module bei Empfang eines Request to send die vollständige und richtige MAC-Adresse versenden.

Ein Indiz für WLAN-Tracking kann sein, wenn der Mobilfunkempfang in den Räumlichkeiten überraschend schlecht ist. Neben WLAN-Tracking ist auch vorstellbar, dass Händler ihren Kunden empfehlen, ihre Apps zu installieren - auch über solche Händler-Apps ist das Tracking von Nutzern denkbar. Hierauf weist ein Sprecher der Stiftung Warentest hin.

Hellhörig sollten Kunden auch sein, wenn über einen Hotspot kostenloses WLAN angeboten wird. Wer vermutet, dass etwa in seinem Supermarkt oder in der City WLAN-Tracking betrieben wird, sollte sich an die zuständige Datenschutzaufsicht seines Bundeslandes wenden. Allerdings fallen die WLAN-Scanner, die sich häufig in grauen unscheinbaren Kästen in der Größe eines Schuhkartons befinden, kaum auf.

Mehrere Datenschutz-Aufsichtsbehörden empfehlen, die WLAN- und Bluetooth- Funktionen am Gerät zu deaktivieren. Das ist derzeit die einzig effektive Möglichkeit, um das Tracking zu unterbinden.

 So argumentieren WLAN-Tracking-Betreiber
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spaetzlesdrucker 16. Jan 2019

Ja. Da die Beacons nur periodisch ausgesandt werden und auch nur auf dem jeweiligen...

misfit 13. Jan 2019

"Die betroffenen Smartphonenutzer werden darüber nicht informiert und sind daher...

FreiGeistler 13. Jan 2019

Swipe nach unten, tap auf das Wifi-Symbol und Ruhe ist. Das selbe, wenn man Wlan wieder...

Mopsmelder500 12. Jan 2019

ICH WILL JETZT ENDLICH DIE ANGEBOTE Alles offem an meinem Handy, jedem Arsch gebe ich bei...

fox82 10. Jan 2019

Gerichte werden die DSGVO in vielen Details auslegen müssen, etwa was "berechtigtes...


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