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TfL geht zum WLAN-Tracking ins Detail

Die erhobenen Daten würden gleich zu Beginn pseudonymisiert, verspricht die TfL. Dazu wird die MAC-Adresse mit einem Salt als Zufallskomponente gehasht, so dass sie nicht mehr dem ursprünglichen Gerät zugeordnet werden kann. Allerdings bleibt dieser Wert eine eindeutige ID. Unklar ist, ob zumindest tageweise mit einer Zufallskomponente diese IDs abgeändert werden. Derzeit sieht es danach nicht aus. Da die Daten für insgesamt zwei Jahre vorgehalten werden, bleibt demzufolge bei fester ID ein äußerst klares Bewegungsprofil, dem nur noch ein Nutzer zugeordnet werden muss.

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Damit bleibt die Möglichkeit prinzipiell erhalten, dass die ID mit anderen Daten kombiniert werden, wie wir es bereits anhand des Videobeispiels skizziert haben. Auch andere Wege bleiben denkbar, etwa die Kombination mit Oyster- oder Kreditkartendaten, die an ein Eingängen genutzt werden. Die erhobenen Daten sind also nur pseudonymisiert, nicht aber anonymisiert.

Getestet wurde das System bereits kurzzeitig im Jahr 2016. Dabei stellte TfL bereits fest, dass zwischen den Stationen King's Cross St Pancras und Waterloo die Fahrgäste 18 unterschiedliche Routen verwenden. Nur 60 Prozent der Fahrgäste verteilten sich auf die beiden beliebtesten Wegführungen. In einem insgesamt 45 Seiten umfassenden Dokument hat TfL die Ergebnisse des Tests samt der Anstrengungen rund um den Datenschutz veröffentlicht. Die Lektüre ist an sich empfehlenswert, da dort die Macht der WLAN-Daten gut demonstriert wird, die vielen Fahrgästen nicht bewusst sein dürfte. Gerade im Vergleich zu den Daten des Oyster-Systems steigt die Präzision enorm.

Fahrgäste sollen profitieren

Noch vor dem Jahresende sollen Fahrgäste der U-Bahn die Ergebnisse der Daten selbst nutzen können. TfL plant eine Anzeige von überfüllten Stationen oder Wegen. Diese Dateninterpretationen werden zudem über eine API anderen Entwicklern bereitgestellt. Die pseudonymisierten Rohdaten darf hingegen nur ein kleiner Kreis der TfL-Beschäftigten sehen, die in Sachen Datenschutz geschult wurden. Ferner ist geplant, mit den Daten Werbetreibenden die Attraktivität bestimmter Standorte zu belegen. TfL will damit höhere Einnahmen erreichen. Auch soll einen Hinweis auf allen Stationen geben, dass die WLAN-Daten verwendet werden.

Wer Bedenken hinsichtlich der Datenerhebung hat und deshalb nicht mitmachen möchte, sollte sein WLAN in U-Bahnen abschalten. In Londons U-Bahnen gibt es nämlich häufig keinen Mobilfunkempfang. Zu beachten ist dabei, dass nicht alle Smartphones bei deaktiviertem WLAN auch tatsächlich das WLAN abschalten.

Wer sich weitergehend für WLAN-Tracking und die rechtlichen Implikationen interessiert, dem empfehlen wir unsere ausführliche Analyse WLAN-Tracking und Datenschutz: Ist das Tracken von Nutzern übers Smartphone legal?

 WLAN-Tracking: Ab Juli 2019 will Londons U-Bahn Smartphones verfolgen
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hjp 30. Mai 2019 / Themenstart

Benutzer und MAC wären gleichzusetzen, ja. Aber es ist nicht notwendig und auch nicht...

hjp 25. Mai 2019 / Themenstart

Ich habe schon vor Jahren (2017?) Auswertungen von Menschenströmen in Londoner U...

treysis 24. Mai 2019 / Themenstart

Die Oyster-Card verrät leider nur Anfang und Ende deiner Reise, nicht den Weg. So habe...

treysis 24. Mai 2019 / Themenstart

Na und? In London soll nur anhand der MAC getrackt werden. Davon ab ist der Artikel...

treysis 23. Mai 2019 / Themenstart

Das ist doch Quatsch und viel zu viel Aufwand. Wofür gibt es Emulatoren und GPS-Software...

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