Abo
  • Services:

WLAN to Go: Telekom-Hotspots waren für Fremdsurfer anfällig

Beim Angebot WLAN to Go von der Deutschen Telekom und Fon konnten Angreifer die Anmeldung umgehen und so direkt über den Anschluss des eigentlichen Inhabers surfen. Die Telekom hat den Konfigurationsfehler mittlerweile behoben.

Artikel von veröffentlicht am
Die Einrichtung von Wlan to Go soll sehr einfach sein.
Die Einrichtung von Wlan to Go soll sehr einfach sein. (Bild: Telekom)

Bei der Konfiguration ihrer Hotspots hat die Deutsche Telekom einen Fehler gemacht, der unberechtigten Nutzern Zugang zum Internet verschaffen konnte. Dabei wurde auch die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 16 Mbit/s aufgehoben. Das Problem ist mit einem Software-Update behoben worden, das seit dem gestrigen Dienstagnachmittag auf allen Hotspots verfügbar sein soll.

Inhalt:
  1. WLAN to Go: Telekom-Hotspots waren für Fremdsurfer anfällig
  2. Update ist ausgerollt

Der Fehler trat nach Angaben des Sicherheitsforschers Joel Höner auf, wenn Nutzer auf einem Speedport-Gerät der Telekom die Option WLAN-To-Go aktiviert hatten. Der Router spannt dann ein zweites, unverschlüsseltes WLAN auf, über das Nutzer des Programms und Telekom-Hotspot-Kunden Internetzugang bekommen können. Der Traffic wird in diesem Fall über einen Telekom-eigenen Proxy-Server abgewickelt, um die Inhaber des Internetanschlusses vor Abmahnungen und Ähnlichem zu schützen.

  • Umgehen der Landing-Page (Bild: Zyantific/Joel Höner).
  • Die Ausnahmeregelungen mittels Regular Expressions (Bild: Zyantific/Joel Höner).
Die Ausnahmeregelungen mittels Regular Expressions (Bild: Zyantific/Joel Höner).

Bei der Konfiguration machten die Techniker der Telekom aber offenbar einen Fehler. Wenn der Nutzer sich zuerst mit dem Hotspot verbindet, besteht kein Internetzugang, lediglich die Anmeldeseite der Telekom und eine Anzahl weiterer Seiten ist per Whitelist freigeschaltet. Dafür werden sogenannte Regular Expressions erstellt. Weil verschiedene Steuerzeichen nicht korrekt bereinigt wurden (Sanitization), hätten Angreifer eigene Server auf eine Whitelist setzen und damit den Login umgehen können.

Probleme mit Störerhaftung und Bandbreitenverlust

Für den Eigentümer des Hotspots könnte dies unangenehme Folgen haben, wenn ein so verbundener Nutzer illegale Dinge tut. Der Eigentümer könnte unter Umständen Abmahnungen oder Strafanzeigen bekommen, ohne jemals Kenntnis von der Sicherheitslücke gehabt zu haben.

Stellenmarkt
  1. MINDA Industrieanlagen GmbH, Minden
  2. TDM Systems GmbH, Tübingen

Andere Nutzer, so wie Höner, konnten hingegen auch einen eigenen Proxy-Server nutzen. Nachdem der sich mit dem Internet verbunden hatte, stellte Höner zudem fest, dass die eigentlich festgelegte Maximalgeschwindigkeit von 16 Mbit/s nicht mehr galt. Die illegalen Nutzer des Netzwerkes hätten damit den offiziellen Nutzern Bandbreite wegnehmen können.

Update ist ausgerollt 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (2 Monate Sky Ticket für nur 4,99€)
  2. 5,55€

ath 22. Feb 2017

In den A-Record dieser Domain konnte dann eine beliebige IP eingetragen werden, die nach...

Ovaron 22. Feb 2017

Das Forensystem hat leider den von Dir sicher beigefügten Link zur damaligen Diskussion...

M.P. 22. Feb 2017

Außer in Hamburg ...

Anonymer Nutzer 22. Feb 2017

Oh Gott, die Römischen Verträge? Die EWG (=Römische Verträge) war der Vorläufer der EG...


Folgen Sie uns
       


Sony Xperia XZ2 Compact - Test

Sony hat wieder ein Oberklasse-Smartphone geschrumpft: Das Xperia XZ2 Compact hat leistungsfähige Hardware, eine bessere Kamera und passt bequem in eine Hosentasche.

Sony Xperia XZ2 Compact - Test Video aufrufen
Datenschutz-Grundverordnung: Was Unternehmen und Admins jetzt tun müssen
Datenschutz-Grundverordnung
Was Unternehmen und Admins jetzt tun müssen

Ab dem 25. Mai gilt europaweit ein neues Datenschutz-Gesetz, das für Unternehmen neue rechtliche Verpflichtungen schafft. Trotz der nahenden Frist sind viele IT-Firmen schlecht vorbereitet. Wir erklären, was auf Geschäftsführung und Admins zukommt.
Von Jan Weisensee

  1. IT-Konzerne Merkel kritisiert Pläne für europäische Digitalsteuer
  2. EU-Kommission Mehr Transparenz für Suchmaschinen und Online-Plattformen
  3. 2019 Schweiz beginnt UKW-Abschaltung

Recycling: Die Plastikwaschmaschine
Recycling
Die Plastikwaschmaschine

Seit Kurzem importiert China kaum noch Müll aus dem Ausland. Damit hat Deutschland ein Problem. Wohin mit all dem Kunststoffabfall? Michael Hofmann will die Lösung kennen: Er bietet eine Technologie an, die den Abfall in Wertstoff verwandelt.
Ein Bericht von Daniel Hautmann


    Ryzen 5 2600X im Test: AMDs Desktop-Allrounder
    Ryzen 5 2600X im Test
    AMDs Desktop-Allrounder

    Der Ryzen 5 2600X ist eine der besten sechskernigen CPUs am Markt. Für gut 200 Euro liefert er die gleiche Leistung wie der Core i5-8600K. Der AMD-Chip hat klare Vorteile bei Anwendungen, das Intel-Modell in Spielen.
    Ein Test von Marc Sauter

    1. Golem.de-Livestream Wie gut ist AMDs Ryzen 2000?
    2. RAM-Overclocking getestet Auch Ryzen 2000 profitiert von schnellem Speicher
    3. Ryzen 2400GE/2200GE AMD veröffentlicht sparsame 35-Watt-APUs

      •  /