Warnung vor hohen Kosten durch Netzsperren

Die Verbraucherschützer und der Eco befürchten zudem, dass gerade kleinere WLAN-Anbieter finanziell und technisch überfordert sein könnten, die Sperrungen von Ports und IP-Adressen in ihr System einzupflegen. Den Anbietern entstehe "ein hoher administrativer Aufwand und Kosten für die Entgegennahme und Bearbeitung der Sperrungsaufforderungen. Darüber hinaus ist die Umsetzung und Implementierung von Netzsperren mit einem erheblichen finanziellen Aufwand verbunden", warnt der Eco.

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Ob das tatsächlich eintreffen wird, ist jedoch zweifelhaft. Ein Café-Betreiber wird vermutlich nicht permanent mit Sperranforderungen konfrontiert. Zudem ist es kein besonders hoher Aufwand, über die Kindersicherung eines Standardrouters eine IP-Adresse zu blockieren. Mantz und die Digitale Gesellschaft weisen jedoch darauf hin, dass Router von "Nebenbei-Providern" in der Regel nur über wenig Speicherplatz verfügen. Daher werde die Größe einer Blacklist auf diese Weise begrenzt. Für Mantz könnte sich daraus ergeben, dass die Sperrung vom WLAN-Betreiber abgelehnt wird. Denn es könnte für diesen "unzumutbar" sein, sich einen größeren Router anzuschaffen oder zu einen professionellen Hotspot-Betreiber zu wechseln.

Keine Gefahr bei kommerziellen WLAN-Anbietern

Letzteres hätte für kleinere Anbieter den Vorteil, nicht mehr vom Rechteinhaber behelligt zu werden. Sowohl Vodafone als auch Hotsplots teilten auf Anfrage von Golem.de mit, dass bei ihren Diensten die IP-Adresse immer auf ihr Unternehmen verweise. Hotsplots routet die einzelnen Standorte nach eigenen Angaben über einen VPN-Server ins Internet und ersetzt dabei die IP-Adresse der Kunden durch die des VPN-Servers.

Doch was passiert, wenn Rechteinhaber sich gleich an die großen Anbieter wenden? Werden URLs von Streamingportalen wie kinox.to oder von Inhalte-Indizierern wie Piratebay.org dann global für deren sämtliche WLANs gesperrt? Schließlich ist es dem Rechteinhaber nicht möglich, ein bestimmtes Café oder einen bestimmten Nutzer zu identifizieren. Wollen die Provider einer Aufforderung zur Netzsperrung nicht nachkommen, müssten sie diese vor Gericht anfechten.

Hotsplots will Wettbewerbsnachteile vermeiden

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Hotsplots schließt das nicht aus. "Sollte eine rechtliche Auflage einen Wettbewerbsnachteil für Hotsplots oder seine Kunden darstellen und die aussichtsreiche Möglichkeit bestehen, diesen Nachteil durch ein Gerichtsverfahren abzuwenden, so würde Hotsplots davon voraussichtlich Gebrauch machen", teilte das Unternehmen mit. Vodafone beantwortete diese Frage nicht direkt, rät jedoch "dringend" davon ab, "derlei Sperrverpflichtungen ohne staatliche Kontrolle im Gesetz zu verankern".

Allerdings ist Vodafone nach eigenen Angaben derzeit nicht in der Lage, solche globalen IP-Sperren umzusetzen. Eine solche Funktion sei "derzeit nicht implementiert". Hotsplots könnte solche Sperren von IP-Adressen oder Ports über die Firewall der VPN-Server einrichten. Der IT-Branchenverband Bitkom warnt vor Wettbewerbsverzerrungen zwischen Providern.

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 WLAN-Störerhaftung: Wie gefährlich sind die Netzsperrenpläne der Regierung?Rechteinhaber verlangen Netzsperren im Voraus 
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lottikarotti 30. Mär 2017

Die hohen Ansprüche sind nun mal nur schwer mit dem Prinzip des Internets und der...

postb1 30. Mär 2017

Wo ist das Problem dabei? www.freifunk.net Kost praktisch nix weil kaum Aufwand und...

Anonymer Nutzer 28. Mär 2017

Du bist von A bis Z auf das rentensystembashing reingefallen. ^^ Mach dich mal schlau was...

rldml 28. Mär 2017

eine IP sperren? Ich habe hier eine Fritzbox 72irgendwas und ein Syslink-Irgendwas...

divStar 28. Mär 2017

Jup - diese Milchmädchenrechnung ist echt dämlich. Die eigentliche Frage ist, ob man sie...



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