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WLAN-Router mit LACP: Netgears Nighthawk x8 ist teuer und in der Theorie schnell

Netgear hat einen neuen WLAN-Router angekündigt, der wie viele andere Router mit zwei 802.11ac-Wave 2-Funkeinheiten ausgestattet ist. Im Unterschied zur Konkurrenz bietet der Nighthawk R8500 aber auch kabeltechnisch die Bandbreite, um die WLAN-Daten zu bewältigen - zu einem enormen Preis.

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Vier Antennen und zwei Gigabit-Ports, die sich zusammenschalten lassen, bietet der neue Nighthawk X8.
Vier Antennen und zwei Gigabit-Ports, die sich zusammenschalten lassen, bietet der neue Nighthawk X8. (Bild: Netgear)

Netgears neuer Nighthawk X8 AC5300 mit der Modellnummer R8500 ist ein WLAN-Router mit insgesamt drei Funkeinheiten und ohne integriertes Modem. Zwei der WLAN-Funkeinheiten schaffen Bruttodatenraten von bis zu 2.166 MBit/s im 5-GHz-Band. Damit gehört der Router zur Wave-2-Generation von IEEE 802.11ac. Addiert man diese beiden Zahlen und nimmt noch die dritte Funkeinheit dazu, die per 802.11n bis zu 1.000 MBit/s im 2,4-GHz-Band beherrscht, kommt man auf die Marketingzahl AC5300, die freilich von einem einzelnen Client nicht erreicht werden kann.

5.300 MBit/s sind in der Praxis kaum erreichbar

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In der Praxis dürften die Werte ohnehin irrelevant sein. Die 2.166 MBit/s (5 GHz) werden mit einer Modulationsdichte von 1.024 QAM erreicht, was kaum ein Client beherrscht und zudem proprietär ist. Außerdem gibt es die notwendige Antennenkonfigurationen nicht einmal in Gaming-Notebooks als verbreiteten Standard, um mit einem Gerät 2.166 MBit/s zu erreichen. Es gibt nur wenige WLAN-Adapter für Desktop-PCs, die das beherrschen. Die 1.000 MBit/s bei 802.11n dürften kaum erreichbar sein - es ist eine Entwicklung fürs Marketing. Üblicherweise sind 802.11n-Clients nur in der Lage, 300 bis maximal 450 MBit/s zu erreichen. Letzteres ist selbst bei Notebooks selten.

Interessanter ist die hohe Bandbreite zumindest bei 802.11ac allerdings durch Multi-User MIMO. Das Datendurchsatzpotenzial einer Funkeinheit kann zumindest in einer Richtung (Downstream) auf mehrere Clients verteilt werden. Bei bandbreitenintensiven Backups (Upstream) nützt MU-MIMO allerdings nichts.

Schafft der Anwender es, die Bruttodatenraten mit zahlreichen Geräten auszureizen, gibt es normalerweise das Problem, dass der Ethernet-Anschluss zu langsam ist. Gigabit-Ethernet (GbE) reicht hier nicht mehr, um den Nettodurchsatz komplett per Kabel durchzuleiten. Im Unterschied zu vielen Konkurrenzangeboten, die auch mit hohen AC-Werten jenseits der 3.000 werben, hat Netgear allerdings an dieses Problem gedacht. Der Router besitzt nicht nur vier reguläre GbE-Anschlüsse, sondern kann zwei weitere GbE-Anschlüsse per LACP zusammenfügen und schafft so effektiv 2 GBit pro Sekunde an Daten zu einem einzelnen Ziel. Das kann ein fähiger Switch sein oder ein hochwertiges NAS-System, bei denen LACP zu den Standardfähigkeiten gehört.

Die Nighthawk-Serie gehört zu den Routern, die eine recht große Ausstattung bieten, auch im Softwarebereich. Netgear will mit einigen intelligenten Mechanismen die Verfügbarkeit und Reichweite verbessern. So gibt es etwa Beamforming-Unterstützung, dynamische Frequenznutzung, dynamisches QoS und eine App-Infrastruktur. Zudem hat der Router auch einen USB-Anschluss (1 x 2.0, 1 x 3.0) sowie einen WAN-Anschluss (GbE).

Bisher wird der Nighthawk X8 AC5300 nur halboffiziell in Form einer Pressemitteilung auf der deutschen Webseite gelistet. Die dort verlinkten Verweise auf weiterführende Informationen gibt es allerdings noch nicht. Das Datenblatt bietet aber die US-Webseite. Im Handel wird der Router laut Netgear noch vor Jahresende 2015 verfügbar sein. Der Preis ist sehr hoch. Stolze 450 Euro will Netgear für das neue Topmodell haben. Das ist ein Preisbereich, in dem bereits einige Access Points und Router für den Unternehmenseinsatz liegen.

Weitere Informationen zu der aktuellen Routergeneration finden sich in unserem Artikel Hohe Bandbreiten mit zweifelhaftem Nutzen.



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Bouncy 07. Okt 2015

wow, da war aber jemand im Tippfieber :D

Tigerfox 06. Okt 2015

Ich hatte ja nicht geschrieben, dass 2,5/5Gbe für den Serverbereich entwickelt wurde. Es...


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