Witz über große Brüste: Entlassener Apple-Manager ist weiter schockiert

Tony Blevins, ehemaliger Vice President für Beschaffung bei Apple, der nach einem zotigen Spruch über Frauen, der bei Tiktok viral ging , entlassen wurde, beschreibt, wie entsetzt er über die Entscheidung gewesen sei. "Es hat mich zutiefst schockiert. Mein ganzes Leben war Apple."
Er habe versucht, wirklich loyal zu sein, sagte er im Gespräch mit dem Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) . "Sie haben mich gedemütigt und meinen Ruf beschädigt."
Am Telefon habe ein Apple-Manager ihm gesagt, dass er das Video sofort entfernen lassen müsse. "Das ist wirklich schlimm, einige Leute haben sich beschwert" , habe es gehießen.
Blevins sei die ganze Nacht wachgeblieben und habe versucht, den Tiktoker zu kontaktieren, der als Daniel Mac bekannt ist und Menschen in Luxusautos befragt, welcher Tätigkeit sie nachgehen. Blevins habe mehrere Anfragen an den Influencer gerichtet, aber keine Antwort erhalten. Er sei dann von Apple aufgefordert worden, zu kündigen, habe aber abgelehnt. Einige Tage danach wurde Blevins von Apple nach 22 Jahren Betriebszugehörigkeit entlassen.
"Ich habe teure Autos, spiele Golf und befummle Frauen mit großen Brüsten. Aber ich nehme mir die Wochenenden und an wichtigen Feiertagen frei" , sagte Blevins in dem Video. Dabei entstieg er einem Mercedes-Benz SLR McLaren, einem der exklusivsten Cabrios der Welt, der rund 500.000 US-Dollar wert ist. Er habe auch einen "unglaublich guten Vertrag für seine Zahngesundheit" , witzelte er weiter.
Seine Aussage sollte offenbar ein selbstironischer Witz sein und bezog sich auf eine Zeile aus dem Film Arthur aus dem Jahr 1981, in dem die Hauptfigur Arthur Bach, ein reicher Nichtstuer, über sich selbst sagt: "Ich fahre Autorennen, spiele Tennis und streichle Frauen, aber ich habe an Wochenenden frei und bin mein eigener Chef."
Fehlgeleiteter Versuch eines Witzes
Nachdem der Clip veröffentlicht wurde, beschwerten sich Kollegen von Blevins bei Apples Personalabteilung. Das Unternehmen leitete laut Bloomberg daraufhin die Ermittlungen ein. Blevins sagte Bloomberg, er wolle sich aufrichtig bei allen entschuldigen, die er durch seinen fehlgeleiteten Versuch eines Witzes beleidigt habe. Sein Job war es, mit Zulieferern von Apple möglichst günstige Bedingungen für den Konzern auszuhandeln.
Blevins könne nicht glauben, dass etwas, das er als Scherz gemeint habe und gegenüber einem nicht bei Apple Beschäftigten in seiner Freizeit geäußert hatte, sein lebenslanges Engagement für ein Unternehmen so einfach auslöschen könne.
Einige seiner ehemaligen Koillgen unterstützen Blevins und sagten dem Wall Street Journal, dass er nicht selten mit Humor angespannte Situationen entschärft habe. Sie hätten von ihm aber keine anderen sexistischen Kommentare gehört oder unprofessionelles Verhalten gesehen. Ein ehemaliger Apple-Beschäftigter sagte, dass er Blevins' Entlassung für notwendig halte, weil das Unternehmen sexistische Kommentare oder Verhaltensweisen unter Managern nicht tolerieren könne.
Nach Blevins Entlassung planten die Führungskräfte des Unternehmens eine Abschiedsparty für den Manager mit mehr als 100 Personen, aber dieser nannte es "heuchlerisch" und stellte die Kommunikation mit Apple ein. Er habe auch keine Abfindung von Apple erhalten.



