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Witricity: Toyota will Elektroautos kabellos laden

Toyota hat eine Lizenzvereinbarung mit Witricity geschlossen. Das Unternehmen bietet eine kabellose Stromübertragung über längere Strecken an. Damit könnten künftige Hybrid- und Elektroautos ohne Aufladekabel geladen werden.
/ Andreas Donath
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Witricity könnte bald Toyota-Elektroautos kabellos laden. (Bild: Toyota)
Witricity könnte bald Toyota-Elektroautos kabellos laden. Bild: Toyota

Toyota ist seit 2011 an Witricity beteiligt. Das Unternehmen entwickelt kabellose Aufladesysteme für Autos. Mit der neuen Lizenzvereinbarung darf Toyota in künftigen aufladbaren Elektrofahrzeugen mit Hybrid- und Akkuantrieb kabellose Aufladegeräte anbieten.

Ein Aufladekabel ist bei der von Witricity entwickelten Technik nicht erforderlich. Das wäre für die Fahrzeugbesitzer deutlich praktischer und birgt auch nicht die Gefahr, dass aus Versehen bei eingestecktem Kabel losgefahren oder gerollt wird. Außerdem spart sich der Anwender das Einstecken und Abziehen des Steckers. Die Technik ist außerdem besser gegen Vandalismus geschützt.

Die Ladetechnik von Witricity ist nicht mit Mikrowellen oder Ionisierung der Luft vergleichbar, sondern basiert auf einem Magnetfeld. Sende- und Empfangsmodul der Witricity-Systeme sind mit Antennen-Schwingkreisen ausgestattet, die genau auf die gleiche Resonanzfrequenz abgestimmt sind. Je nach Sendefrequenz kann der Abstand mehrere Meter betragen. Dabei wird eine Resonanzfrequenz von 10 MHz verwendet. Menschen und Objekte in der Umgebung sollen davon nicht beeinflusst werden. Eine ausführliche Analyse der Technik wurde an der HTW Chur veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster).

Witricity wurde 2007 von Forschern des MIT gegründet. Ihnen gelang es, einen Fernseher über eine Distanz von mehreren Metern kabellos zu betreiben. Ein Demonstrationsbausatz der Witricity-Technik namens Prodigy(öffnet im neuen Fenster) kann für rund 1.000 US-Dollar erworben werden. Wann allerdings Autoakkus mit der Technik aufgeladen werden können, ist noch nicht absehbar.


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