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Stork hat mit seinem Protoss gegen KI-Systeme gewonnen.
Stork hat mit seinem Protoss gegen KI-Systeme gewonnen. (Bild: Minhung Lee)

Künstliche Intelligenz: Noch sind KIs in Starcraft für Profi-Gamer leichtes Spiel

Stork hat mit seinem Protoss gegen KI-Systeme gewonnen.
Stork hat mit seinem Protoss gegen KI-Systeme gewonnen. (Bild: Minhung Lee)

Computer (sehr leicht): Zumindest Profi-Gamer besiegen künstliche Intelligenzen im Echtzeitstrategiespiel Starcraft sehr schnell - trotz 19.000 APM. Die Systeme haben einfach noch nicht genug Trainingsdaten. Das Potenzial zu siegen ist jedoch da.

Das KI-System Cherry Pi und drei andere Bots sind gegen den südkoreanischen Profi-Gamer und Protoss-Spieler Stork (Song Byung-Gu) im Echtzeitstrategiespiel (RTS) Starcraft: Brood War angetreten. Das Ergebnis war eindeutig: Noch kann es künstliche Intelligenz nicht mit professionellen Gamern aufnehmen. Cherry Pi ist eine Entwicklung von Facebook, die anderen Systeme stammen aus Australien, Norwegen und Südkorea. Das Match hat an der Sejong University in Südkoreas Hauptstadt Seoul stattgefunden.

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In der Theorie sind KI-Systeme einem Menschen bei weitem überlegen: Während mehrerer Starcraft-Partien konnte das norwegische System 19.000 Aktionen pro Minute ausführen. Selbst Topspieler kommen auf maximal 250 bis 300 Aktionen pro Minute, meist weniger.

Trotzdem haben alle vier Matches zusammengenommen gerade einmal 27 Minuten gedauert - das längste Match knapp elf Minuten und das kürzeste Match knapp fünf Minuten. Das Problem sei dabei nicht die Schnelligkeit der KIs, sondern deren Strategie. Stork äußerte sich selbst dazu: "Wir Progamer gehen Kämpfe nur ein, wenn wir auch eine Chance auf den Sieg mit unserer Armeekomposition und unseren Micromanagement-Fähigkeiten haben".

Zu wenig Trainingsdaten für KI

Bots versuchen hingegen, jede einzelne ihrer Einheiten am Leben zu erhalten. In Starcraft geht es jedoch nicht um einzelne Einheiten, sondern oft um einen oder zwei große Siege über die Armee des Gegners - auch mit eigenen Verlusten. Das haben die Bots wohl noch nicht begriffen. Sie haben bisher nicht genug Daten zum Trainieren in Starcraft 2 erhalten. Das soll sich mit dem KI-Entwicklungstool für Starcraft 2 von Blizzard und Googles Deepmind ändern, das diesen Sommer veröffentlicht wurde.

Allerdings seien einige Aspekte an den KIs bereits jetzt eindrucksvoll, meint Stork. "Die Art, mit der sie ihre eigenen Einheiten gegen meine Angriffe verteidigt haben, war an einigen Stellen unbeschreiblich gut", sagt er.

KI-Systeme konnten professionelle Spieler bereits in rundenbasierten Titeln wie dem Brettspiel Go besiegen. Starcraft sei für die KI-Forschung aber noch einmal auf einem ganz anderen Level. In Blizzards rasantem RTS müssen Entscheidungen und Konter auf Strategien sehr schnell gefällt werden. Gleichzeitig gilt es, Gebäude und Einheiten zu produzieren und richtig zu platzieren. Oft finden Kämpfe außerdem an vielen Orten gleichzeitig statt.

All das ist eine Sache der Erfahrung, die bisher allen vier Starcraft-KIs fehlt. Mit genügend Daten wird es jedoch nicht mehr lange zum Sieg dauern. Dieser Meinung ist zumindest Kim Kyung-joong, Professor an der Sejong University und Organisator des Turniers. Ein ähnliches Experiment wurde auch im MOBA-Spiel Dota 2 durchgeführt. Dort spielte eine KI von Open AI im 1-gegen-1-Match gegen professionelle Spieler.


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matok 07. Nov 2017

Im Artikel wurde auch Entscheidungsgeschwindigkeit als Problem in Starcraft für die KI...

Raistlin 07. Nov 2017

Erstmal müssen die Bots Siegen können und dann kann man das ganze auf Menschliches Niveau...

on(Golem.de) 07. Nov 2017

Hallo Narea, Wie Missingno bereits geantwortet hat, ist es genau das - eine Anspielung...

NopeNopeNope 07. Nov 2017

Soweit ich weiß, waren diese Wettkämpfe ein 1on1 mit dem Spielende First Blood. Das...



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