Abo
  • IT-Karriere:

Wissenschaft: Europäer bauen Riesenteleskop

Die Mitglieder der europäischen Forschungsgesellschaft Eso haben den Bau des Teleskops E-ELT in Chile beschlossen. Es soll das größte optische Teleskop der Welt werden, mit dem Astronomen unter anderem nach Exoplaneten suchen wollen.

Artikel veröffentlicht am ,
E-ELT (künstlerische Darstellung): Suche nach Exoplaneten
E-ELT (künstlerische Darstellung): Suche nach Exoplaneten (Bild: Eso)

Eines der größten Teleskope der Welt soll im Norden Chiles auf dem 3.064 Meter hohen Cerro Armazones gebaut werden. Das hat das Führungsgremium der europäischen Forschungsorganisation Eso beschlossen.

Stellenmarkt
  1. State Street Bank International GmbH, Frankfurt
  2. Fahrlehrerversicherung VaG, Stuttgart

Das European Extremely Large Telescope (E-ELT) wird laut Eso das größte Teleskop für sichtbares und infrarotes Licht der Welt. Der Hauptspiegel soll einen Durchmesser von 39,3 Metern haben. Seine Fläche wird 978 Quadratmeter betragen.

Spiegel aus 1.000 Segmenten

Der Spiegel wird aus knapp 1.000 sechseckigen Segmenten bestehen. Diese sind jeweils 1,4 Meter breit und 5 Zentimeter dick. Die Teile werden in Massenproduktion gefertigt, was die Kosten senken soll. Die Baukosten gibt die Eso mit knapp 1,1 Milliarden Euro an. E-ELT soll voraussichtlich Anfang des kommenden Jahrzehnts in Betrieb gehen.

  • Mit E-ELT wollen Astronomen besonders weit entfernte Objekte und damit die Frühzeit des Universums betrachten. (Bild: Eso)
  • Außerdem wollen sie damit nach Exoplaneten suchen.(Bild: Eso)
  • Das größte optische Teleskop der Welt wird einen knapp 40 Meter großen Spiegel haben. Die Fertigstellung ist für Anfang der 20er Jahre geplant. (Bild: Eso)
Mit E-ELT wollen Astronomen besonders weit entfernte Objekte und damit die Frühzeit des Universums betrachten. (Bild: Eso)

E-ELT wird ein Teleskop der Superlative: Es wird vier- bis fünfmal größer als die größten optischen Teleskope bisher und 15-mal mehr Licht einfangen als diese. Das E-ELT hat insgesamt fünf Spiegel, auf die das Licht reflektiert wird. Dadurch werden die Verzerrungen des Lichts durch die Erdatmosphäre weitgehend ausgeglichen. Durch diesen besonderen Aufbau soll das E-ELT 15-mal schärfer sehen als das Weltraumteleskop Hubble.

Suche nach Exoplaneten

Wichtigstes Ziel von E-ELT wird die Suche nach Exoplaneten, vor allem nach erdähnlichen, die bewohnbar sein könnten. Außerdem wollen die Astronomen mit dem Teleskop sehr weit entfernte Objekte betrachten und damit einen Einblick in die Geschichte des Universums erhalten.

Hinter dem Projekt steht die wissenschaftliche Gesellschaft Eso (European Southern Observatory, Europäische Südsternwarte - eigentlich: Europäische Organisation für astronomische Forschung in der südlichen Hemisphäre), an der 14 europäische Länder, darunter Deutschland, und Brasilien beteiligt sind. Die Eso betreibt schon mehrere Teleskope in Chile, darunter das Paranal-Observatorium, auch Very Large Telescope (VLT), das laut Eso derzeit das größte Teleskop für sichtbares Licht und Infrarotstrahlung ist.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. täglich neue Deals bei Alternate.de

Nebucatnetzer 13. Jun 2012

Sie bezahlen ja dann für diese Technologien die bekommen sie nicht einfach geschenkt...

cr4cks 12. Jun 2012

Ah, cool danke, das war mal lehrreich. :)

Bouncy 12. Jun 2012

Naja das JWST ist (war? wird?) mit knapp 9 Milliarden schon eine andere Hausnummer. Und...

raketenhund 12. Jun 2012

Danke für die Antwort! Das war genau das, was ich wissen wollte! Jetzt ergibt das ganze...

spaetzlesdrucker 12. Jun 2012

Was soll Chile dazu sagen? Die großen Wissenschaftsprojekte (ESO/Paranal, ALMA) sind...


Folgen Sie uns
       


Philips Hue Play HDMI Sync Box angesehen

Die Philips Hue Play HDMI Sync Box ist ein HDMI-Splitter, über den Hue Sync verwendet werden kann. Im ersten Kurztest funktioniert das neue Gerät gut.

Philips Hue Play HDMI Sync Box angesehen Video aufrufen
Apple TV+: Apples Videostreamingdienst ist nicht konkurrenzfähig
Apple TV+
Apples Videostreamingdienst ist nicht konkurrenzfähig

Bei so einem mickrigen Angebot hilft auch ein mickriger Preis nicht: Apples Streamingdienst hat der Konkurrenz von Netflix, Amazon und bald Disney nichts entgegenzusetzen - und das wird sich auf Jahre nicht ändern.
Eine Analyse von Ingo Pakalski

  1. Apple TV+ Disney-Chef tritt aus Apple-Verwaltungsrat zurück
  2. Apple TV+ Apples Streamingangebot kostet 4,99 Euro im Monat
  3. Videostreaming Apple TV+ startet mit fünf Serien für 10 US-Dollar monatlich

Acer Predator Thronos im Sit on: Der Nerd-Olymp
Acer Predator Thronos im Sit on
Der Nerd-Olymp

Ifa 2019 Ob wir es nun den eisernen Thron oder den Sitz der Götter nennen: Der Predator Thronos von Acer fällt auf dem Messestand des Herstellers schon auf. Golem.de konnte den skurrilen Stuhl ausprobieren. Er ist eines Gaming-Kellers würdig.
Ein Hands on von Oliver Nickel

  1. Nitro XV273X Acer baut ersten Monitor mit IPS-Panel und 240 Hz
  2. Acer Beim Predator-Notebook fährt die Tastatur wie eine Rampe aus
  3. Geräte für Mediengestalter Acer gibt Verfügbarkeit der Concept-D-Laptops bekannt

5G-Antenne in Berlin ausprobiert: Zu schnell, um nützlich zu sein
5G-Antenne in Berlin ausprobiert
Zu schnell, um nützlich zu sein

Neben einem unwirtlichen Parkplatz in Berlin-Adlershof befindet sich ein Knotenpunkt für den frühen 5G-Ausbau von Vodafone und Telekom. Wir sind hingefahren, um 5G selbst auszuprobieren, und kamen dabei ins Schwitzen.
Von Achim Sawall und Martin Wolf

  1. Tausende neue Nutzer Vodafone schafft Zuschlag für 5G ab
  2. Vodafone Callya Digital Prepaid-Tarif mit 10 GByte Datenvolumen kostet 20 Euro
  3. Kabelnetz Vodafone bekommt Netzüberlastung nicht in den Griff

    •  /