Abo
  • Services:

Wissenschaft: Drohne kartiert Ruinenstadt in Peru

Drohnen für Archäologen: Statt eine Ruinenstadt in Peru mühsam mit der Hand zu vermessen, setzt ein US-Archäologe eine Drohne ein. Das UAV fotografiert die Grabungsstätte aus der Luft, die Bilder werden anschließend am Computer zu einer 3D-Karte montiert.

Artikel veröffentlicht am ,
Arbeitserleichterung: Adams (Links) und Wernke mit Skate
Arbeitserleichterung: Adams (Links) und Wernke mit Skate (Bild: Anne Rayner/Vanderbilt)

Drohneneinsatz im Dienste der Wissenschaft: Mit einem unbemannten Fluggerät (Unmanned Aerial Vehicle, UAV) will Steven Wernke eine Ausgrabungsstätte in Peru aus der Luft erkunden. Der Einsatz von Drohnen könnte die Arbeit der Archäologen künftig deutlich erleichtern.

Skate fotografiert Ruinen

Stellenmarkt
  1. SSI SCHÄFER Automation GmbH, Giebelstadt bei Würzburg
  2. SEG Automotive Germany GmbH, Stuttgart-Weilimdorf

Wernke, Archäologe an der Vanderbilt-Universität in Nashville im US-Bundesstaat Tennessee, will die alte Stadt Machu Llacta in Peru aus der Luft kartieren. Unterstützt wird er dabei von der Robotikerin Julie Adams. Mit einer Skate, einer Kleindrohne des US-Unternehmens Aurora Flight Sciences, fotografieren sie die Ruinenstadt.

Skate ist 48 Zentimeter lang und hat eine Flügelspannweite von 61 Zentimetern. Das UAV besteht hauptsächlich aus einer rechteckigen Tragfläche mit zwei Seitenleitwerken. Vorne gibt es eine kleine Kanzel, den sogenannten Payload Pod, in der verschiedene Kameras eingebaut sind. Der Payload Pod ist austauschbar, Aurora bietet ihn bestückt mit verschiedenen Kamerasystemen an.

Handstart

Die von zwei Propellern angetriebene Drohne wird aus der Hand gestartet. Die Einsatzdauer beträgt eine Stunde. In dieser Zeit überfliegt sie die Ruinen in einem vorprogrammierten Muster und fotografiert diese. Die Bilder werden anschließend zu einer dreidimensionalen Karte montiert.

Adams hat für das Projekt die Flugalgorithmen entwickelt. Diese sorgen zum einen dafür, dass Skate auch bei Wind seine Flugbahn genau einhält. Sie berücksichtigen zudem auch fotografische Aspekte, wie etwa den Stand der Sonne oder die Tatsache, dass sich die Bilder in einem bestimmten Maß überlappen müssen, damit sie später richtig zusammengesetzt werden können.

Jahre für 2D-Karte

Für die Archäologen bedeute der Einsatz des UAV eine große Arbeitserleichterung, erklärt Wernke: Die Drohne werde zusammengesetzt, das zu kartierende Areal festgesetzt, und schon könne es losgehen. Die Drohne liefere Bilder, die viel höher aufgelöst seien als die besten Satellitenbilder, sagt Wernke. Diese müssten nach der Landung auf den Computer übertragen werden, und schon könne eine Karte der Grabungsstätte erstellt werden.

Müsse eine große Ausgrabungsstätte per Hand kartieren werden, könne das unter Umständen mehrere Grabungsperioden - sprich: mehrere Jahre - in Anspruch nehmen, sagt Wernke. Und das Ergebnis sei auch nur eine zweidimensionale Karte.

Im 19. Jahrhundert aufgegeben

Machu Llacta wurde in der 70er Jahren des 16. Jahrhunderts auf dem Gebiet einer alten Inkastadt errichtet und im 19. Jahrhundert aufgegeben. Die Stadt ist nach Angaben der Wissenschaftler etwa so groß wie 25 Fußballfelder

Die Tests mit der Drohne haben Mitte Juli begonnen und sollen noch bis Mitte August weitergehen. Sollten die Forscher später bei der Auswertung Fehler finden, wollen sie im kommenden Jahr noch einmal mit der Drohne nach Peru zurückkehren.



Anzeige
Top-Angebote
  1. jetzt bis zum 28.06. direkt bei Apple bestellen und die 0% Raten-Finanzierung erhalten
  2. (u. a. Lost Planet: Extreme Condition für 2,29€ und On Rusty Trails für 2,49€)
  3. 131,98€ (beide Artikel in den Warenkorb legen, um 60€ Direktabzug zu erhalten. Einzelpreise im...
  4. 172,98€ (beide Artikel in den Warenkorb legen, um 60€ Direktabzug zu erhalten. Einzelpreise im...

Funky303 06. Aug 2012

Die Drohe macht das (anhand der Programmierung) quasi unabhängig und kann im Vergleich zu...


Folgen Sie uns
       


Detroit Become Human - Livestream

Detroit: Become Human hat unseren Chat und Livestreamer Michael Wieczorek überzeugt. Immer wieder und wieder wollten wir wissen, wie es in dem spannenden Sci-Fi-Krimi in unserer(?) Zukunft weitergeht.

Detroit Become Human - Livestream Video aufrufen
Gemini PDA im Test: 2004 ist nicht 2018
Gemini PDA im Test
2004 ist nicht 2018

Knapp über ein Jahr nach der erfolgreichen Finanzierung hat das Startup Planet Computers mit der Auslieferung seines Gemini PDA begonnen. Die Tastatur ist gewöhnungsbedürftig, längere Texte lassen sich aber mit Geduld durchaus damit tippen. Die Frage ist: Brauchen wir heute noch einen PDA?
Ein Test von Tobias Költzsch und Sebastian Grüner

  1. Atom Wasserfestes Mini-Smartphone binnen einer Minute finanziert
  2. Librem 5 Freies Linux-Smartphone wird größer und kantig
  3. Smartphone-Verkäufe Xiaomi erobert Platz vier hinter Huawei, Apple und Samsung

In eigener Sache: Freie Schreiber/-innen für Jobthemen gesucht
In eigener Sache
Freie Schreiber/-innen für Jobthemen gesucht

IT-Profis sind auf dem Arbeitsmarkt enorm gefragt, und die Branche hat viele Eigenheiten. Du kennst dich damit aus und willst unseren Lesern darüber berichten? Dann schreib für unser Karriere-Ressort!

  1. Leserumfrage Wie sollen wir Golem.de erweitern?
  2. Stellenanzeige Golem.de sucht Redakteur/-in für IT-Sicherheit
  3. Leserumfrage Wie gefällt Ihnen Golem.de?

Sonnet eGFX Box 650 im Test: Wenn die Vega 64 am Thinkpad rechnet
Sonnet eGFX Box 650 im Test
Wenn die Vega 64 am Thinkpad rechnet

Die eGFX Box 650 von Sonnet ist ein eGPU-Gehäuse, das dank 650-Watt-Netzteil auch mit AMDs Radeon RX Vega 64 läuft. Die Box ist zwar recht leise, dennoch würden wir den Lüfter gerne steuern.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Razer Core X eGPU-Box kostet 300 Euro
  2. eGFX Breakaway Box 650 Sonnets Grafik-Gehäuse läuft mit Vega 64
  3. XG Station Pro Asus' zweite eGPU-Box ist schlicht

    •  /