• IT-Karriere:
  • Services:

Wirtschaftsstreit: US-Regierung will gegen Apps und Dienste aus China vorgehen

Keine Cloud, keine Apps und keine Netzverbindungen mehr aus China für die USA. Wie die Regierung das erreichen will, bleibt aber unklar.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
US-Außenminister Mike Pompeo hat stärkere Maßnahmen gegen China angekündigt.
US-Außenminister Mike Pompeo hat stärkere Maßnahmen gegen China angekündigt. (Bild: Jim Lo Scalzo-Pool/Getty Images)

Die US-Regierung will "nicht vertrauenswürdige" Apps aus China von Smartphones der Amerikaner fernhalten. "Apps aus der Volksrepublik China bedrohen unsere Privatsphäre, verbreiten Computerviren und streuen Propaganda und Falschinformationen", erklärte US-Außenminister Mike Pompeo in der Nacht zum Donnerstag. Sie sollten aus den App Stores in den USA entfernt werden. Die Pläne sind Erweiterungen des sogenannten Clean Network Programms der US-Regierung und Präsident Trump.

Stellenmarkt
  1. Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS, Halle (Saale)
  2. Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW, Düsseldorf

Neben der Video-App Tiktok, die zuletzt in die Schlagzeilen geriet, erwähnte Pompeo auch den in China äußerst populären Messenger-Dienst WeChat. Es gab zunächst keine Angaben dazu, wer und nach welchen Kriterien die Vertrauenswürdigkeit der Apps feststellen soll, oder wie die Pläne konkret umgesetzt und durchgesetzt werden sollen.

Pompeo will auch dafür sorgen, dass persönliche Informationen amerikanischer Bürger und Daten von US-Unternehmen nicht in Cloud-Diensten chinesischer Anbieter wie Alibaba, Baidu und Tencent landen. Ferner will die US-Regierung den Zugang chinesischer Netzbetreiber wie China Mobile zu amerikanischen Telekom-Netzen unterbinden. Auch hier ist völlig unklar, wie das erreicht werden soll. Zwar könnte ein direktes Peering verboten werden oder gar IP-Adressen der chinesischen Provider gesperrt werden, in beiden Fällen gibt es aber dank des dynamisches Aufbaus des Internets leichte Umgehungsmaßnahmen.

Der US-Außenminister rief auch Unternehmen aus anderen Ländern auf, ihre Anwendungen nicht in den hauseigenen App Store des chinesischen Smartphone-Anbieters Huawei zu bringen. Huawei baut eine eigene App-Plattform auf, weil die Firma durch US-Sanktionen bei neuen Modellen nicht mehr auf Googles Download-Angebot Play Store für Android-Smartphones zurückgreifen kann. Die US-Regierung wirft Huawei unter anderem Spionage vor, das Unternehmen weist dies zurück.

Letztlich will die amerikanische Regierung auch verhindern, dass Unterwasserseekabel zur Internetanbindung der USA von chinesischen Geheimdiensten abgehört werden. Eine derartige Praxis ist seit den Snowden-Enthüllungen unter anderem für den britischen Geheimdienst GCHQ und den amerikanischen Geheimdienst NSA belegt. Die US-Regierung will nun gemeinsam mit ihren Partnern dafür sorgen, dass die Kabel, die die USA anbinden, nicht auf ähnliche Weise kompromittiert werden. Wie dies umgesetzt werden soll, bleibt offen.

Vorgegebenes Ziel der US-Regierung ist laut der Ankündigung, "eine saubere Festung um die Daten unserer Bürger" zu bauen, was die "gesamte Sicherheit der Nation gewährleisten" soll. Das wiederum erinnert an die Argumentation der chinesischen Regierung in Bezug auf die sogenannte Great Firewall of China, die ebenfalls "zur Wahrung der Sicherheit des Staates und der Interessen seiner Bürger" gedacht sei.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote

GodsBoss 07. Aug 2020

Du glaubst ernsthaft, dass der europäische Datenschutz den Bürgern dient und nicht als...

tomate.salat.inc 06. Aug 2020

Ich glaub du missverstehst mich. Damit meinte ich das China sich ein Beispiel an Twitter...

User_x 06. Aug 2020

Von der explosion in Beirut habe ich ohne irgendwelche Kommentare irgendwelcher Zeitung...

ikhaya 06. Aug 2020

Ich finde es gut wenn man sich aus Abhängigkeiten lösen will und mehr selber und im...


Folgen Sie uns
       


Samsung QLED 8K Q800T - Test

Samsungs preisgünstiger 8K-Fernseher hat eine tolle Auflösung, schneidet aber insgesamt nicht so gut ab.

Samsung QLED 8K Q800T - Test Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /