Wirtschaftsministerium Niedersachsen: "Bisher gelten noch 56 KBit/s als Breitband"

Das Recht auf schnelles Internet und Universaldienstverpflichtung sind im neuen Telekommuniktionsgesetz (TKG) noch nicht bestimmt. Bisher gilt eigentlich ein absurder Wert aus der Vergangenheit.

Artikel veröffentlicht am ,
Michael Helinski, Geschäftsführer Länderarbeitskreis beim niedersächsischen Wirtschaftsministerium
Michael Helinski, Geschäftsführer Länderarbeitskreis beim niedersächsischen Wirtschaftsministerium (Bild: BZNB/Screenshot: Golem.de)

Was als Recht auf schnelles Internet und Universaldienstverpflichtung "nach dem neuen TKG bahnbrechend klingt, muss im Alltag erst geregelt werden". Das sagte Michael Helinski, Geschäftsführer Länderarbeitskreis beim Wirtschaftsministerium Niedersachsen am 8. Dezember 2021 beim Breitbandgipfel Niedersachsen-Bremen 2021. Noch sei nicht geklärt, "was genau unter schnell zu verstehen ist und welche Bandbreiten gemeint sind. Bisher gelten noch 56 KBit/s als Breitband, was natürlich heute nicht mehr ausreichend ist."

Stellenmarkt
  1. Projektmanager / Lead Product Owner ERP (m/w/d)
    über Hays AG, Landshut
  2. BI-Manager (w/m/d)
    VGH Versicherungen, Hannover
Detailsuche

Doch die neue Bundesregierung müsse sich erst finden, meinte Helinski. Letztendlich werde die Bundesnetzagentur die Werte festlegen. 80 Prozent der durchschnittlich genutzten Datenrate seien der Richtwert, sagte Helinski.

Zuletzt hatte die Bundesnetzagentur im November 2019 eine Datenübertagungsrate von 56 KBit/s als einen "funktionalen Internetanschluss" bezeichnet.

Wenn ein Netzbetreiber verpflichtet wird, einen Universaldienst einzurichten, "werden die Kosten auf alle Netzbetreiber umgelegt. Das Unternehmen muss die Kosten nachweisen, die werden dann auf die TK-Unternehmen verteilt", erklärte Helinski. Es werde aber sichergestellt, dass daraus niemand ein Geschäftsmodell mache und sich bereichere. Das werde nicht möglich sein, versicherte er.

Kritik von Verbraucherschützern

Golem Akademie
  1. Linux-Shellprogrammierung: virtueller Vier-Tage-Workshop
    8.–11. März 2022, Virtuell
  2. CEH Certified Ethical Hacker v11: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    21.–25. Februar 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Die Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) kritisierte Ende November 2021, dass keine konkrete Mindestbandbreite festgelegt wurde. "Das versprochene Recht auf schnelles Internet bleibt ohne angemessene Geschwindigkeit ein politisches Placebo", sagte VZBV-Vorstand Klaus Müller.

Im Gesetz fehle eine Mindestbandbreite, die den konkreten Anspruch der Verbraucherinnen und Verbraucher definiert. "Die Bundesnetzagentur, die mit der Ausgestaltung konkreter Vorgaben zum Universaldienst betraut wurde, muss entsprechend handeln. Als Bandbreite sollten anfänglich mindestens 50 MBit/s festgelegt werden", betonte Müller. Die Novelle sei an vielen Stellen unkonkret und orientiere sich lediglich an den Minimalvorgaben des Europäischen Kodex für die elektronische Kommunikation.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


ChMu 10. Dez 2021 / Themenstart

Du weisst mehr als das grosse weite Internet. Ich habe keine Moeglichkeit gefunden...

Faksimile 10. Dez 2021 / Themenstart

Das Prinzip ist identisch. Ob der Computer jetzt im Nebenraum, in RZ im Haus oder...

Faksimile 09. Dez 2021 / Themenstart

Alle Dienste parallel durch mehrere Personen in einem Haushalt ohne Aussetzer und...

Legendenkiller 09. Dez 2021 / Themenstart

In meine 1. Wohnung habe ich 2002 bis 2009 nur ISDN gehabt. Eine Spiele Download sah...

DASPRiD 08. Dez 2021 / Themenstart

Also ich hör immer von ganz vielen Leuten, die noch 50K haben ;)

Kommentieren



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Sam Zeloof
Student baut Chip mit 1.200 Transistoren

In seiner Garage hat Sam Zeloof den Z2 fertiggestellt und merkt scherzhaft an, Moore's Law schneller umgesetzt zu haben als Intel selbst.

Sam Zeloof: Student baut Chip mit 1.200 Transistoren
Artikel
  1. Xbox Cloud Gaming: Wenn ich groß bin, möchte ich gerne Netflix werden
    Xbox Cloud Gaming
    Wenn ich groß bin, möchte ich gerne Netflix werden

    Call of Duty, Fallout oder Halo: Neue Spiele bequem am Business-Laptop via Stream zocken, klingt zu gut, um wahr zu sein. Ist auch nicht wahr.
    Ein Erfahrungsbericht von Benjamin Sterbenz

  2. IBM: Watson Health anteilig für 1 Mrd. US-Dollar verkauft
    IBM
    Watson Health anteilig für 1 Mrd. US-Dollar verkauft

    Mit Francisco Partners greift eine große Investmentgruppe zu, das Geschäft mit Watson Health soll laut IBM darunter aber nicht leiden.

  3. Lego Star Wars UCS AT-AT aufgebaut: Das ist kein Mond, das ist ein Lego-Modell
    Lego Star Wars UCS AT-AT aufgebaut
    "Das ist kein Mond, das ist ein Lego-Modell"

    Ganz wie der Imperator es wünscht: Der Lego UCS AT-AT ist riesig und imposant - und eines der besten Star-Wars-Modelle aus Klemmbausteinen.
    Ein Praxistest von Oliver Nickel

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MediaMarkt & Saturn: Heute alle Produkte versandkostenfrei • Corsair Vengeance RGB RT 16-GB-Kit DDR4-4000 114,90€ • Alternate (u.a. DeepCool AS500 Plus 61,89€) • Acer XV282K UHD/144 Hz 724,61€ • MindStar (u.a. be quiet! Pure Power 11 CM 600W 59€) • Sony-TVs heute im Angebot [Werbung]
    •  /