Wirtschaftsminister: NRW will 100 Millionen Euro in Breitbandausbau stecken
Die nordrhein-westfälische Landesregierung will das Ziel des Ausbaus der Internetverbindungen auf 50 MBit/s mit einer Förderung von 100 Millionen Euro erreichen. Das Geld soll aus dem Erlös für die Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen kommen. Die Durchführung der Auktion ist für die Zeit von Mai bis Juni 2015 in Mainz geplant.
Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) sagte heute im Gespräch mit WDR5: "Das wird möglicherweise dazu führen – ich nenne mal eine Zahl – dass wir 100 Millionen Euro zusätzlich aus diesen Versteigerungen bekommen. Die werden wir eins zu eins durchleiten für das Thema Breitbandausbau." In dem Bundesland seien 70 Prozent der Fläche mit 50 MBit/s angeschlossen. In den Kommunen seien nicht immer alle Fördermöglichkeiten und alle technischen Möglichkeiten bekannt.
Doch die Bürger wollen schnelle Internetzugänge, berichtete WDR5 im Juni 2014(öffnet im neuen Fenster). In Hegensdorf im Kreis Paderborn hatten die Einwohner im Jahr 2007(öffnet im neuen Fenster) selbst die Tiefbauarbeiten übernommen. Kein Netzbetreiber wollte das Dorf anbinden, weil dies bei wenigen Nutzern nicht genügend Gewinn versprach. Für die Grabungsarbeiten und das Kabelverlegen standen bei der Deutschen Telekom 40.000 Euro in der Planrechnung. Diesen Posten nahm der Konzern aber aus der Rechnung, weil die Einwohner selbst die Arbeiten erledigten. Knapp 1,5 Kilometer Graben hätten die Hegensdorfer gebuddelt, bevor die Telekom ihre Glasfaserkabel verlegen konnte und die Dorfgemeinschaft im Dezember 2007 dann ans Netz ging.
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