Wirtschaftsministerium: Swisscom soll privatisiert werden

Die Swisscom baut Fiber To The Home stark aus und setzt zum Übergang Vectoring und G.fast ein. Doch die Schweizer Regierung will jetzt den mehrheitlich in Staatsbesitz befindlichen Konzern privatisieren.

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Swisscom-Techniker mit Glasfaserkabel
Swisscom-Techniker mit Glasfaserkabel (Bild: Swisscom)

Das Schweizer Seco (Staatssekretariat für Wirtschaft) erwägt eine Privatisierung der staatseigenen Swisscom. Das sagte Seco-Chefin Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ), die sich zu Plänen aus der OECD äußerte. Die Frage sei, ob die Swisscom schnell und kosteneffizient auf neue Entwicklungen reagieren könne.

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Ineichen-Fleisch: "Zuerst einmal: Die Swisscom ist ein gut geführtes Unternehmen. Die Schweiz muss aber sicherstellen, dass sie den Schritt zur Digitalisierung der Wirtschaft und zur vernetzten Industrie 4.0 nicht verpasst. Wir müssen uns fragen: Ist eine Swisscom in der Lage, das in ihrem angestammten Bereich der Telekommunikation genügend rasch und agil zu machen? Und zu welchen Kosten? Und haben ihre Konkurrenten, die nicht im Besitz des Staates sind, Nachteile?"

Der Nachweis, dass ein Unternehmen in Staatshand schneller und effizienter als eine Privatfirma wäre, sei gemäß OECD (Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit) schwer zu erbringen, erklärte Ineichen-Fleisch.

Führend beim Netzausbau

Beim Netzausbau mit neuen Technologien ist die Swisscom führend und gehört weltweit oft zu den Ersten. So testet die Swisscom schon seit längerer Zeit G.fast. Die Markteinführung ist für das Jahr 2016 geplant. Vectoring erhielten 800.000, FTTS (Fiber To The Street) und FTTB (Fiber To The Building) bekommen 500.000 und FTTH eine Million Nutzer.

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Swisscom-Chef Urs Schäppi sagte im Dezember 2015 der Sonntagszeitung: "Die Swisscom ist kein Staatsbetrieb, sondern eine börsennotierte Firma mit einer Marktkapitalisierung von 26 Milliarden Franken". Der Bund habe nur eine knappe Mehrheit an dem Unternehmen.

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