Abo
  • Services:
Anzeige
Glasfaserausbau in Bamberg
Glasfaserausbau in Bamberg (Bild: Stadtwerke Bamberg)

Wirtschaftsforscher: Fiber To The Home angeblich zu teuer und nicht gefragt

Glasfaserausbau in Bamberg
Glasfaserausbau in Bamberg (Bild: Stadtwerke Bamberg)

FTTH für alle ist weder notwendig noch finanzierbar, meint das Wirtschaftsforschungsinstitut Ifo und stellt sich damit hinter die Deutsche Telekom. Doch die Zahl der Nutzer, die FTTB/H auch buchen, steigt stark an.

Das Wirtschaftsforschungsinstitut Ifo hat sich gegen den Ausbau von Glasfaser bis in Haus in Deutschland ausgesprochen. Oliver Falck, Leiter des Ifo Zentrums für Industrieökonomik und neue Technologien, sagte am 27. Oktober 2016: "Zumindest mittelfristig erscheint ein flächendeckender Ausbau von Glasfaser-Verbindungen bis zum Endkunden (FTTH/B), der Milliardeninvestitionen erfordert, weder notwendig noch finanzierbar."

Anzeige

Das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München (Ifo) ist eines der größten Wirtschaftsforschungsinstitute Deutschlands.

Falck bezieht sich auf einen Aufsatz im Ifo Schnelldienst 20/2016, der die Nutzerzahlen untersucht habe. Danach machten Anschlüsse mit einer Datenrate von mehr als 16 MBit/s nur 43,3 Prozent des Marktes aus, obwohl 85,9 Prozent der deutschen Haushalte Empfangsgeschwindigkeiten von mindestens 16 Mbit/s zur Verfügung stünden. Etwa 2,7 Millionen Haushalte werden in Deutschland Ende des Jahres 2016 an Glasfasernetze mindestens bis zum Gebäudekeller (FTTB/FTTH) angeschlossen sein - ein Viertel mehr als im Vorjahr, hatte der VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten) im Oktober bekanntgegeben.

Die Zahl der Haushalte, die diesen Anschluss auch buchen, steigt laut Studie im Vergleich zum Vorjahr um 34 Prozent auf 791.000. Neun von zehn Haushalten, die Ende 2016 einen FTTB/H-Anschluss nutzen, beziehen diesen nicht von der Telekom, sondern von einem alternativen Netzbetreiber. Im ersten Quartal wollte jeder zweite Neukunde Datenübertragungsraten von 120 MBit/s und mehr. Das gab der TV-Kabelnetzbetreiber Unitymedia im Mai 2016 bekannt.

Statement gegen Zukunftstechnologie

"Alle Informationen, die wir haben, deuten darauf hin, dass die besonders schnellen Internet-Verbindungen derzeit nur geringfügig genutzt werden von den Verbrauchern und den Unternehmen", sagte dagegen Falck. Die Deutsche Telekom argumentiert ähnlich und hat den Ausbau von FTTH praktisch eingestellt.

"Daher sollte der Staat hier nicht breitflächig ohne Rücksicht auf Nutzerzahlen ausbauen. Es bestünde die Gefahr, dass Steuergelder verschwendet werden. Das schließt punktuelle Ausbauhilfen nicht aus."

Die Kosten für den flächendeckenden Ausbau von Gigabitinfrastrukturen werden laut Ifo je nach konkreter Ausgestaltung auf bis zu 100 Milliarden Euro geschätzt.


eye home zur Startseite
Ovaron 02. Nov 2016

Warum sollten sie das auch berücksichtigen, in einer Studie zur gegenwärtigen Situation...

Ovaron 01. Nov 2016

Ich habe irgendwie völlig verdrängt das Opal auch in den alten Bundesländern ausgebaut...

DrWatson 31. Okt 2016

q.e.d.

Ovaron 30. Okt 2016

Das wird mit Hochdruck betrieben um bis 2018 auf All-IP umstellen zu können. Da laufen...

bombinho 30. Okt 2016

Die Kernaussage war eher, dass man schoene Prozentzahlen erreichen kann ohne dass irgend...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Landeshauptstadt München, München
  2. ING-DiBa AG, Nürnberg
  3. dSPACE GmbH, Paderborn
  4. SSI Schäfer Automation GmbH, Giebelstadt bei Würzburg


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. ab 799,90€

Folgen Sie uns
       


  1. Minecraft

    Eine Server-Farm für (fast) alle Klötzchenbauer

  2. Kabelnetz

    Unitymedia bringt neue Connect App, Booster und Sprachsuche

  3. PowerVR 9XE/9XM und PowerVR 2NX

    Imagination Technologies bringt eigenen AI-Beschleuniger

  4. Auslastung

    Wenn es Abend wird im Kabelnetz

  5. Milliarden-Deal

    Google kauft Teile der HTC-Smartphone-Sparte

  6. MPEG

    H.265-Nachfolger kann 30 bis 60 Prozent Verbesserung bringen

  7. Liberty Global

    Giga-Standard Docsis 3.1 kommt im ersten Quartal 2018

  8. Apache-Sicherheitslücke

    Optionsbleed bereits 2014 entdeckt und übersehen

  9. Tianhe-2A

    Zweitschnellster Supercomputer wird doppelt so flott

  10. Autonomes Fahren

    Japan testet fahrerlosen Bus auf dem Land



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Edge Computing: Randerscheinung mit zentraler Bedeutung
Edge Computing
Randerscheinung mit zentraler Bedeutung
  1. Software AG Cumulocity IoT bringt das Internet der Dinge für Einsteiger
  2. DDoS 30.000 Telnet-Zugänge für IoT-Geräte veröffentlicht
  3. Deutsche Telekom Narrowband-IoT-Servicepakete ab 200 Euro

Mobilestudio Pro 16 im Test: Wacom nennt 2,2-Kilogramm-Grafiktablet "mobil"
Mobilestudio Pro 16 im Test
Wacom nennt 2,2-Kilogramm-Grafiktablet "mobil"
  1. Wacom Vorschau auf Cintiq-Stift-Displays mit 32 und 24 Zoll

Play Austria: Die Kaffeehauskultur reicht bis in die Spielebranche
Play Austria
Die Kaffeehauskultur reicht bis in die Spielebranche
  1. Human Head Studios Nach 17 Jahren kommt die Fortsetzung für Rune
  2. Indiegames Erfahrungen mit der zufallsgenerierten Apokalypse
  3. Spielebranche Mikrotransaktionen boomen zulasten der Kaufspiele

  1. 64Bit

    flocke74 | 10:39

  2. Re: Upload höher als bei DSL?

    mrgenie | 10:39

  3. Und was ist mit der Xbox-360-Edition?

    Santobert | 10:38

  4. Re: Habe es immer noch nicht ganz verstanden

    darklord007 | 10:38

  5. Re: Als Android-Nutzer beneide ich euch

    Whitey | 10:36


  1. 10:03

  2. 10:00

  3. 09:00

  4. 08:00

  5. 07:10

  6. 07:00

  7. 18:10

  8. 17:45


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel