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Wirtschaft: USA verhängen Exportsperre gegen ZTE

US-Unternehmen dürfen in den kommenden sieben Jahren keine Waren oder Dienstleistungen mehr an den chinesischen Hersteller ZTE liefern. Das könnte auch Auswirkungen auf die Smartphone-Sparte haben, da das Verbot Chips von Qualcomm und Android betreffen könnte.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Exportsperre dürfte auch ZTEs Smartphone-Sparte treffen.
Die Exportsperre dürfte auch ZTEs Smartphone-Sparte treffen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Das Handelsministerium der USA hat eine siebenjährige Exportsperre gegen den chinesischen Hersteller ZTE aktiviert. Demnach dürften US-Unternehmen in den kommenden Jahren keine Produkte mehr an ZTE liefern. Darunter fallen auch Dienstleistungen und Güter wie Software.

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Hintergrund ist ein Verstoß ZTEs gegen das Handelsembargo gegen Iran; der chinesische Hersteller hatte trotz des Verbots Telekommunikationstechnik an den Staat geliefert. Im März 2017 hatten sich die USA und ZTE auf eine Strafzahlung in Höhe von 1,19 Milliarden US-Dollar geeinigt, dafür wurden weitergehende Maßnahmen wie die Exportsperre zur Bewährung ausgesetzt.

ZTE soll falsche Angaben gemacht haben

Dem US-Handelsministerium zufolge soll ZTE im Zuge der Verhandlungen und danach falsche Angaben gemacht und so gegen die Bedingungen der Einigung verstoßen haben. Daher wurde die siebenjährige Sperre nun aktiviert. In dieser Zeitspanne dürfen US-Unternehmen keine Waren und Dienstleistungen an ZTE liefern.

Für ZTE könnte das Exportverbot für US-Unternehmen schwerwiegende Folgen haben. Der Hersteller ist beispielsweise im Smartphone-Bereich auf US-Produkte angewiesen. So enthalten zahlreiche ZTE-Mobiltelefone wie etwa das Axon M SoCs von Qualcomm, zudem laufen sie mit Android. Googles Betriebssystem dürfte auch unter das Exportverbot fallen.

ZTE kann natürlich auf Produkte nichtamerikanischer Hersteller zurückgreifen, Qualcomms SoCs sind allerdings neben denen von Apple und Samsung die leistungsfähigsten auf dem Markt. Beim Betriebssystem könnte ZTE auf eine Alternative umsteigen; egal, wie die aussieht, dürfte ein derartiger Schritt aber für Kunden eher unattraktiv sein.

ZTE sieht die Sache naturgemäß etwas anders als die US-Regierung. Auf Nachfrage von Golem.de hat der Hersteller erklärt, dass das Unternehmen aktuell noch bei der Aufarbeitung des Vorfalls sei. Es geht offenbar um bestimmte Mitarbeiter, die im Zuge der Untersuchung seitens der US-Behörden falsche Aussagen gemacht haben sollen; diese seien bereits durch ZTE bestraft worden.

Korrigierende Maßnahmen seien sofort vorgenommen worden, zudem habe ZTE eine US-Anwaltskanzlei mit der Untersuchung des Vorfalls beauftragt. Entsprechend erachtet der chinesische Hersteller die jetzt erfolgte Exportsperre als voreilig und schädlich, nicht nur für das Unternehmen selbst, sondern auch für seine Partner. Dazu zählen nach Angaben ZTEs auch zahlreiche US-amerikanische Unternehmen.

Nachtrag vom 20. April 2018, 15:19 Uhr

ZTE hat sich mittlerweile zu dem Vorfall geäußert. Wir haben den Artikel entsprechend erweitert.

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pk_erchner 01. Mai 2018

wenn das denn man nicht ganz böse zurückkommt

bionade24 21. Apr 2018

Die könnten ja mit Jolla ne Kooperation machen und SailfishOS nutzen, dann sollten die...

Gladiac782 18. Apr 2018

Android ist ja frei verfügbar und kann von jedermann verwendet werden. Die Google-Apps...

~dp 18. Apr 2018

das passt ja erstmal wunderbar in die Landschaft, gegen China, jemand kann sich als harte...

sfe (Golem.de) 18. Apr 2018

Bevor der Thread noch weiter abrutscht wird er geschlossen. Sebastian Fels (golem.de)


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