Wirtschaft: Toyota expandiert in die Raketentechnik

Der Toyota-Vorstandsvorsitzende Akio Toyoda hat auf der CES 2025 bekannt gegeben, dass der Automobilhersteller in das private japanische Raumfahrtunternehmen Interstellar Technologies(öffnet im neuen Fenster) investiert, und zwar sieben Milliarden Yen (ca. 44,3 Millionen US-Dollar, knapp 43 Milliarden Euro) über seine Tochtergesellschaft Woven(öffnet im neuen Fenster) .
"Die Zukunft der Mobilität sollte nicht nur auf die Erde oder nur auf ein einziges Automobilunternehmen beschränkt sein" , erklärte Toyoda.
Interstellar Technologies strebt die Massenproduktion von Leichtgewichtraketen an und will sich in der wachsenden kommerziellen Raumfahrtindustrie behaupten.
Raketen bauen wie Autos
Die Zusammenarbeit zielt darauf ab, die Expertise von Toyata im Automobilbereich, insbesondere seine Produktionsmethoden, zu nutzen, um die Raketenherstellung zu einem kosteneffizienten und skalierbaren Prozess zu machen.
"Dies ist eine weitere Möglichkeit, die Mobilität zu Lande, zu Wasser und in der Luft zu erweitern. Unsere handwerkliche Expertise wird für die Raketenherstellung von Interstellar von großem Nutzen sein" , erklärte Woven-CEO Hajime Kumabe.
Weltraumtechnologien gewinnen für den Automarkt an Bedeutung
"Wenn man an Autos denkt, die ständig in Bewegung sind, braucht man eine entsprechende Telekommunikation" , erklärte Kumabe in einem Interview mit Techcrunch(öffnet im neuen Fenster) . "Das bedeutet, dass die Kommunikation nicht unterbrochen oder gestört werden darf und dass eine nahtlose Kommunikation erreicht werden muss."
Für Toyota ist die Kooperation mit Interstellar nicht das erste Weltraumprojekt. Das Unternehmen arbeitet seit 2019 mit der japanischen Raumfahrtbehörde Jaxa an der Entwicklung eines Mondrovers für das Artemis-Programm der amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa. Der Rover soll es Astronauten ermöglichen, die Mondoberfläche über längere Zeiträume ohne Raumanzüge zu erkunden.
Die globale Raumfahrtindustrie ist hart umkämpft und wird von etablierten Akteuren wie SpaceX dominiert. Auch die geografische Lage Japans stellt eine Herausforderung für den Bau umfangreicher Startanlagen dar, wie die jüngsten Rückschläge bei den kommerziellen Weltraumaktivitäten des Landes zeigen. Im Jahr 2023 verbuchte das Land nur drei erfolgreiche Raketenstarts. Japan strebt an, die Zahl der Starts bis Anfang der 2030er Jahre auf 30 pro Jahr zu erhöhen.



