Wirtschaft & Raumfahrt: China lockert Börsenbedingungen für Raketenbauer

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China hat im Dezember 2025 die Anforderungen zum Börsengang (IPO) für Unternehmen gelockert, die wiederverwendbare Raketen entwickeln. Die Ankündigung dazu erfolgte am 26. Dezember(öffnet im neuen Fenster) . Damit können die Raketenbauer an der Star-Börse in Shanghai (Shanghai Stock Exchange Science and Technology Innovation Board) notiert werden, ohne die üblichen Rentabilitäts- oder Umsatzschwellen zu erreichen.
Stattdessen müssen Unternehmen wichtige technologische Meilensteine erreichen, darunter mindestens einen erfolgreichen Orbitalstart mit wiederverwendbarer Raketentechnologie. Die Richtlinien priorisieren außerdem Unternehmen, die an nationalen Missionen oder großen staatlich geführten Weltraumprojekten beteiligt sind.
Börsengang für chinesische Raketen-Start-ups
"Unternehmen, die technologische Meilensteine erreichen, erhalten bevorzugten Zugang zu [öffentlichen] Kapitalmärkten, was Chinas strategische Raumfahrtambitionen unterstützt" , hieß es in der Börse.
Das ist ein wichtiger Schritt, um die Wiederverwendbarkeit in der chinesischen Raketentechnologie voranzubringen. Er signalisiert nicht nur, dass die Zentralregierung in China den kommerziellen Raumfahrtsektor auch politisch unterstützt , sondern fördert zudem die Glaubwürdigkeit der kommerziellen Raketenbauer.
In China möchte man so die Lücke zwischen sich und den Raumfahrtfähigkeiten der Vereinigten Staaten schließen. Die wiederverwendbaren Raketenstarts werden vor allem von SpaceX, dem Raumfahrtunternehmen von Elon Musk, dominiert. Doch auch Amazon-Gründer Jeff Bezos konnte im vergangenen Jahr mit seiner Raumfahrtfirma Blue Origin die Wiederverwendbarkeit seiner neuen Schwerlastrakete New Glenn demonstrieren.
Landspace hat nun Zugang zum öffentlichen Kapitalmarkt
Von der neuen Regelung profitiert auch das führende chinesische Raketen-Start-up Landspace. Am 2. Dezember 2025 konnte es mit der zweiten Stufe seiner Zhuque-3-Rakete einen Satelliten in die Erdumlaufbahn befördern. Allerdings scheiterte der Antriebsversuch der vertikalen Landung auf einer Rampe kurz nach der Landezündung.