Wirtschaft: Intel bereitet Investoren auf schwierige Jahre vor
Während einer Investorenkonferenz hat Intel-CEO Pat Gelsinger angekündigt(öffnet im neuen Fenster) , dass durch AMDs starkes Portfolio im Jahr 2023 ein weiterer Rückgang im Desktop- und Datacenter-Bereich wahrscheinlich ist. "Die Konkurrenz hat aktuell einfach einen guten Lauf und wir konnten unsere Pläne nicht gut genug umsetzen" , sagte Gelsinger.
Gelsinger erwartet, dass das Geschäft insgesamt wachsen wird, die Marktanteile jedoch fallen werden. Eine Wende in diesem Trend sieht er ab 2024 kommen, die darauffolgenden Jahre sollen dann eine Rückkehr zur Marktführerschaft sowohl bei der Fertigung als auch bei Architekturen bringen.
Zu den im Datacenter verstärkt aufkommenden ARM-Prozessoren kommentierte Gelsinger, dass durch die kommenden Sierra-Forest-Prozessoren für die Birch-Stream-Plattform auch bei der Effizienz die Führung zurückgeholt werden soll. Eine "hässliche" Anpassung der bestehenden Software an die ARM-Architektur soll dadurch nicht mehr notwendig sein, da man mit x86 auch in diesem Bereich weiterhin auf der besten Architektur unterwegs sei.
Intel steigt aus Geschäftszweigen aus, die nicht profitabel sind
Zuletzt evaluierte Intel, welche Geschäftszweige für das Unternehmen langfristig nicht profitabel sind und steigt aus diesen Zweigen nun auch konsequent aus. Zuletzt strich Intel Optane-Memory ersatzlos und zog sich außerdem aus dem konventionellen SSD-Segment zurück .
Am Wochenende gab es auf dem Youtube-Kanal Moore's Law Is Dead(öffnet im neuen Fenster) wieder Gerüchte, dass auch Intel-Arc-Grafikprozessoren nicht die gewünschten Ergebnisse lieferten und daher die gesamte Grafikkartensparte vor dem Aus stehe. Raja Koduri, Executive Vice President der Intel-Grafikabteilung (AXG) dementierte dies jedoch umgehend(öffnet im neuen Fenster) und wies darauf hin, dass solche Gerüchte dem Team nicht hälfen, das Produkt nach einem langen Weg endlich auf den Markt zu bringen.
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