Wirtschaft: Halbleiter-Stopp für China durch westliche Allianz
Die Produktion von Halbleitern wird in China stetig ausgebaut. Dies gelingt unter anderem durch den Einsatz von westlicher Technologie. Die Niederlande, die USA und Japan haben sich deshalb zusammengeschlossen, um das Halbleitergeschäft Made in China einzudämmen, heißt es in einem Bericht von Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) .
Die Allianz will die Beschränkung der Ausfuhr von Halbleiterproduktionsanlagen vorantreiben. Bereits im Oktober 2022 kündigten die USA weitreichende Beschränkungen für den Export von US-Chiptechnologie nach China an.
Die geplanten Einschränkungen träfen beispielsweise auch die niederländische ASML Holding, die solche Maschinen zur Herstellung von Halbleitern produziert. Auch Japan will ähnliche Beschränkungen gegenüber den Unternehmen Nikon und Tokyo Electron verhängen. Letzteres macht ungefähr ein Viertel seines Umsatzes durch das Halbleitertechnologiegeschäft mit China.
Fairness: Doch auf welcher Seite?
Laut Masahiko Hosokawa, Professor an der Meisei Universität in Tokio und ehemaliger Generaldirektor im Wirtschafts- und Handelsministerium, muss "ein Gleichgewicht gefunden werden, damit niemand aus Japan, den Vereinigten Staaten und Europa unverhältnismäßig benachteiligt wird" .
Er plädierte im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters für Fairness – ob dies von Pekings Regierung als fair wahrgenommen wird, sei dahingestellt . Japan solle sich schnell von den Umsatzeinbußen erholen, die ein solches Embargo zunächst mit sich bringe, sagte Hosokawa.
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