Abo
  • Services:
Anzeige
Die Varv Tischleuchte von Ikea ist mit dem Qi Standard kompatibel.
Die Varv Tischleuchte von Ikea ist mit dem Qi Standard kompatibel. (Bild: Ikea)

Zwei Leiterschleifen reichen zur Energieübertragung

In der Schleife des Ladegeräts wird durch elektrischen Strom ein Magnetfeld erzeugt. Die Leiterschleife des Smartphones befindet sich aber im gleichen Magnetfeld, so dass Strom hindurch fließt, sobald das Magnetfeld entsteht. Durch Wechselstrom kann dieser Prozess einige hunderttausend- oder millionenmal pro Sekunde ablaufen. Aber die Verbindung zwischen zwei Leiterschleifen ist nicht so perfekt wie eine einfache Drahtverbindung. Es gibt viele Möglichkeiten, wie dabei Energie verloren gehen kann.

Anzeige

Wenn ein Teil des erzeugten Magnetfelds außerhalb der Leiterschleife des Smartphones ist, dann geht die Energie verloren, mit der es aufgebaut wurde. Außerdem verliert das Magnetfeld mit wachsendem Abstand an Stärke, was auch die Effizienz senkt. In der Praxis erreicht die Effizienz selbst unter guten Bedingungen kaum mehr als 90 Prozent. Sie fällt stark, wenn die Entfernung zwischen den Leiterschleifen mehr als ein Zehntel ihres Durchmessers erreicht oder wenn die Leiterschleifen stark unterschiedliche Durchmesser haben. In der Praxis liegen die Werte im Bereich von 60 bis 65 Prozent.

Das Ladegerät kann leicht feststellen, ob gerade ein Smartphone geladen wird und wie effizient es das tut. Denn der induzierte Strom in der Leiterschleife im Smartphone erzeugt selbst wieder ein Magnetfeld, das dem Magnetfeld des Ladegeräts entgegenwirkt. Das erzeugt einen zusätzlichen Widerstand im Ladegerät selbst. Je mehr Energie übertragen wird, desto größer wird er. Dadurch können Ladegeräte als Flächen mit vielen verschachtelten Leiterschleifen gebaut werden. Durch Messung des Widerstands kann das Ladegerät bestimmen, über welcher Leiterschleife das Smartphone liegt und nur diese mit Strom für die Übertragung versorgen. Ohne diese Verschachtelung ist das Ladegerät auf eine sehr genaue Positionierung des Smartphones angewiesen.

Die Ladegeräte müssen verbrannte Finger verhindern

Mit dem gleichen Effekt können Smartphone und Ladegerät aber auch ohne zusätzliche Ausstattung kommunizieren. Das Smartphone muss nur kurzfristig durch einen Transistor den Widerstand in der Leiterschleife erhöhen, um den Stromfluss in der Schleife abzuschwächen und gleichzeitig den Widerstand im Ladegerät zu reduzieren. Das ist nicht nur wichtig, um Strom zu sparen und die Stromübertragung nur dann anzuschalten, wenn auch ein Empfänger vorhanden ist. Die Magnetfelder können auch in metallischen Gegenstände wie Münzen elektrische Ströme induzieren, die die Gegenstände dann ähnlich wie ein Induktionsherd aufheizen würden. Die Ladegeräte müssen solche Situationen erkennen und rechtzeitig abschalten, damit sich niemand an einer Münze oder einem Schlüssel auf der Ladefläche die Finger verbrennt.

Die Kommunikation dient auch dazu, den passenden Lademodus zwischen beiden Geräten zu finden, damit das Smartphone nicht durch zu viel Strom beschädigt wird. Der maximale Ladestrom kann also rein softwaregestützt begrenzt werden. Deshalb ist es bemerkenswert, wenn die neuen iPhones anders als die Konkurrenz nur drahtloses Laden mit 7,5 Watt Leistung unterstützen, auch wenn aktuelle Standards das Doppelte zulassen und ähnliche Leistungen von Schnellladegeräten geliefert werden.

Will Apple proprietäre Ladegeräte anbieten?

Es ist gut möglich, dass sich Apple damit eine Hintertür offen lassen will, um teure proprietäre Ladegeräte mit höherer Ladeleistung zu verkaufen. Diese müssten nur erkennen, ob ein Apple Produkt auf der Ladefläche liegt und könnten dann das Protokoll des Wireless Qi Standards umgehen. Wer kein Apple Ladegerät kauft, wäre weiterhin auf 7,5 Watt beschränkt. Wem diese Ladeleistung reicht, der kann sich beim Händler des geringsten Misstrauens gleich mehrere Wireless Qi Ladepads für den Preis eines 1 Meter langen originalen Apple-USB-Kabels kaufen.

 Wireless Qi: Wie die Ikealampe das iPhone lädtResonante Spulen sind toleranter, aber weniger effizient 

eye home zur Startseite
Eheran 26. Sep 2017

Ich zitiere mich selbst: ... ist sowas von augenblicklich unten durch. Wenn sie Interesse...

Themenstart

mich 21. Sep 2017

Und: Natürlich sind Watt-Angaben besser vergleichbar, als Ampere-Angaben, denn die...

Themenstart

User_x 20. Sep 2017

https://photos.app.goo.gl/iBcGLXSt6MWsKshB3 gekauft im IKEA Wallau so langsam gibt's mehr...

Themenstart

Frank... 19. Sep 2017

Guter Punkt. In dem Text den ich geschrieben hatte, fing der zweite Absatz noch so an...

Themenstart

Eheran 17. Sep 2017

Weil der Akku dabei nicht heiß wird. Solange die Diffusion nicht limitiert (was bei <=1C...

Themenstart

Kommentieren



Anzeige

Stellenmarkt
  1. OEDIV KG, Bielefeld
  2. Technische Universität Hamburg, Hamburg
  3. über Hays AG, München
  4. Birkenstock GmbH & Co. KG Services, Neustadt (Wied)


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. Einzelne Folge für 2,99€ oder ganze Staffel für 19,99€ kaufen (Amazon Video)
  2. 24,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Folgen Sie uns
       


  1. Elektroauto

    Walmart will den Tesla-Truck

  2. Die Woche im Video

    Ausgefuchst, abgezockt und abgefahren

  3. Siri-Lautsprecher

    Apple versemmelt den Homepod-Start

  4. Open Routing

    Facebook gibt interne Plattform für Backbone-Routing frei

  5. Übernahme

    Vivendi lässt Ubisoft ein halbes Jahr in Ruhe

  6. Boston Dynamics

    Humanoider Roboter Atlas macht Salto rückwärts

  7. Projekthoster

    Github zeigt Sicherheitswarnungen für Projektabhängigkeiten

  8. Sicherheitslücke bei Amazon Key

    Amazons Heimlieferanten können Cloud Cam abschalten

  9. Luftfahrt

    China plant Super-Windkanal für Hyperschallflugzeuge

  10. Quad9

    IBM startet sicheren und datenschutzfreundlichen DNS-Dienst



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Smartphoneversicherungen im Überblick: Teuer und meistens überflüssig
Smartphoneversicherungen im Überblick
Teuer und meistens überflüssig
  1. Winphone 5.0 Trekstor will es nochmal mit Windows 10 Mobile versuchen
  2. Librem 5 Das freie Linux-Smartphone ist finanziert
  3. Aquaris-V- und U2-Reihe BQ stellt neue Smartphones ab 180 Euro vor

Erneuerbare Energien: Siemens leitet die neue Steinzeit ein
Erneuerbare Energien
Siemens leitet die neue Steinzeit ein
  1. Siemens und Schunk Akkufahrzeuge werden mit 600 bis 1.000 Kilowatt aufgeladen
  2. Parkplatz-Erkennung Bosch und Siemens scheitern mit Pilotprojekten

Cubesats: Startup steuert riesigen Satellitenschwarm von Berlin aus
Cubesats
Startup steuert riesigen Satellitenschwarm von Berlin aus
  1. Arkyd-6 Planetary Resources startet bald ein neues Weltraumteleskop
  2. SAEx Internet-Seekabel für Südatlantikinsel St. Helena
  3. Sputnik Piep, piep, kleiner Satellit

  1. Re: Frontantrieb...

    M.P. | 11:31

  2. Re: Ladeleistung

    User_x | 11:25

  3. Re: Verbessert

    unbuntu | 11:08

  4. Re: Na Toll...

    Der Held vom... | 11:07

  5. Re: low size MF Standard

    HibikiTaisuna | 11:06


  1. 10:48

  2. 09:02

  3. 19:05

  4. 17:08

  5. 16:30

  6. 16:17

  7. 15:49

  8. 15:20


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel