• IT-Karriere:
  • Services:

Wing: LGs Smartphone mit rotierbarem Display kostet 1.100 Euro

Mit dem Wing geht LG neue Wege: Das Display lässt sich um 90 Grad drehen, zum Vorschein kommt ein kleines Zusatzdisplay. Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig.

Artikel veröffentlicht am ,
Das LG Wing mit seinem drehbaren Display
Das LG Wing mit seinem drehbaren Display (Bild: LG)

LG hat sein neues Android-Smartphone Wing vorgestellt. Das Gerät ist das erste Modell des Explorer-Projekts, einer kommenden Reihe an Smartphones, die spezielle Funktionen aufweisen sollen. Beim Wing ist das Display die Besonderheit: Der Bildschirm lässt sich um 90 Grad drehen und legt ein zweites, kleineres Display frei. Dieses lässt sich für weitere Inhalte nutzen.

Stellenmarkt
  1. thinkproject Deutschland GmbH, Köln, München
  2. KDO Service GmbH, Oldenburg

Auf den ersten Blick wirkt das Wing nicht anders als herkömmliche Smartphones. Das Display ist 6,8 Zoll groß, hat eine Auflösung von 2.460 x 1.080 Pixeln und wird nicht durch eine Frontkamera unterbrochen. Diese sitzt in einem ausfahrbaren Modul und hat 32 Megapixel. Mit dem Daumen der rechten Hand lässt sich der Bildschirm relativ leicht entgegen dem Uhrzeigersinn drehen; dann rotiert er um ein Gelenk am rechten Rand in den Quermodus.

Die Bewegung wird durch Federn unterstützt, die Bewegung wird auf den letzten Millimetern abgebremst - wie bei der Schublade einer modernen Küche. Das Wing hat in aufgeklapptem Zustand eine T-Form, die, je nachdem, wie das Smartphone gedreht wird, unterschiedlich verwendet werden kann. Der Zusatzbildschirm hat eine Diagonale von 3,9 Zoll, eine Auflösung von 1.240 x 1.080 Pixeln und ist entsprechend fast quadratisch.

Zwei verschiedene Nutzungsarten für das Zweitdisplay

Für das Zweitdisplay sieht LG grundsätzlich zwei Nutzungsarten: das A+-Konzept und das A+B-Konzept. Bei A+ wird die auf dem großen Hauptbildschirm angezeigte App durch zusätzliche Bedienelemente unterstützt. Wird beispielsweise Youtube gestartet, erscheint das Video auf dem querliegenden Bildschirm, während auf dem Zusatzdisplay Bedienelemente für die Videosteuerung und die Helligkeit angezeigt werden.

  • Beim LG Wing lässt sich das Display um 90 Grad drehen. (Bild: LG)
  • Zum Vorschein kommt ein kleines Zusatzdisplay, auf dem zusätzliche Bedienelemente oder weitere Apps dargestellt werden können. (Bild: LG)
  • Im Inneren des Wing steckt Qualcomms Snapdragon 765G, das Smartphone unterstützt 5G. (Bild: LG)
  • Die Frontkamera ist in einem Pop-up-Modul untergebracht. (Bild: LG)
  • Auf der Rückseite ist eine Dreifachkamera eingebaut. (Bild: LG)
Beim LG Wing lässt sich das Display um 90 Grad drehen. (Bild: LG)

Ein anderer Anwendungsfall ist das Schreiben von Nachrichten: Drehen Nutzer das aufgeklappte Wing um, können sie auf der großen, querliegenden Tastatur tippen, während das Textfeld auf dem nun oben liegenden Zusatzdisplay angezeigt wird. Bei der Kamera-App können ebenfalls Bedienelemente angezeigt werden.

Das Wing kann auch so gehalten werden, dass der Hauptbildschirm hochkant ist und sich das kleine Display links oder rechts davon befindet. Diese Anordnung ist beim A+B-Konzept interessant, bei dem zwei Apps parallel laufen. So kann beispielsweise auf dem großen Hochkantdisplay eine Autonavigationssoftware laufen, während auf dem kleinen Display ein Musikprogramm läuft. Auch Anrufe lassen sich auf dem Zusatzdisplay annehmen.

Im Querformat finden sich ebenfalls Anwendungsmöglichkeiten für parallel verwendete Apps: Auf dem Hauptbildschirm kann beispielsweise ein Video laufen, während Nutzer parallel etwas in einem Browser nachschlagen. Nutzer können zwei Apps miteinander verknüpfen und sie gleichzeitig starten.

DisplayHauptbildschirm: 6,8 Zoll POLED, 2.460 x 1.080 Pixel, Format 20,5:9, drehbar; Zusatzdisplay: 3,9 Zoll GOLED, 1.240 x 1.080 Pixel, Format 1:1,15
HauptkameraDreifachkamera mit 64-Megapixel-Hauptkamera (f/1.8), Superweitwinkelkamera mit 13 Megapixeln (f/1.9, 117 Grad Bildwinkel) und Gimbal-Kamera mit 12 Megapixeln (f/2.2, 120 Grad Bildwinkel)
Frontkamera32 Megapixel, f/1.9, ausfahrbar
ChipsatzSnapdragon 765G
Speicher8 GByte Arbeitsspeicher, 128 GByte Flash-Speicher, Steckplatz für Micro-SD-Karten bis 2 TByte
Netzwerk5G, LTE, WLAN nach 802.11ac, Bluetooth 5.1, NFC, GPS
Maße169,5 x 74,5 x 10,9 mm
Gewicht262 Gramm
Akku4.000 mAh, schnellladbar mit 25 Watt, drahtloses Laden mit 12 Watt möglich
BetriebssystemAndroid 10
BesonderheitenDrehbares Display, ausfahrbare Frontkamera, Fingerabdrucksensor unter dem Display
Technische Daten des LG Wing

Nach dem Aufklappen des Wing können Nutzer wählen, ob sie eine zweite App auf dem Zusatzdisplay starten wollen. Dafür gibt es eine kleine Schaltfläche, die die entsprechenden Anwendungen einblendet. Wird einfach eine normale App auf dem Hauptbildschirm gestartet, erscheinen auf dem zweiten, kleinen Display die zusätzlichen Bedienelemente - sofern die Anwendung entsprechend programmiert ist.

Gelenk soll mehrere Jahre halten

Das Gelenk des Wing soll LG zufolge für mindestens 200.000 Klappvorgänge ausreichen. Das entspricht einer durchschnittlichen Nutzungsdauer des Smartphones von mehreren Jahren.

Im Inneren des Wing steckt Qualcomms Snapdragon 765G mit 5G-Unterstützung. Auf der Rückseite ist eine Dreifachkamera eingebaut, deren Hauptkamera 64 Megapixel hat. Dazu kommen eine Superweitwinkelkamera mit 13 Megapixeln und eine weitere Superweitwinkelkamera mit 12 Megapixeln für den Gimbal-Modus.

Mit dem Wing können nicht nur herkömmliche Videos mit 4K-Auflösung aufgenommen werden, sondern auch Gimbal-Aufnahmen. Die Gimbal-Steuerung ermöglicht es, stark stabilisierte Videos aufzunehmen und den Bildausschnitt mit einem virtuellen Joystick zu verändern. Die entsprechenden Bedienelemente werden auf dem Zusatzdisplay angezeigt.

Ab November 2020 für 1.100 Euro erhältlich

Das LG Wing hat 8 GByte Arbeitsspeicher und 128 GByte Flash-Speicher; ein Steckplatz für Micro-SD-Karten ist eingebaut. Der Akku hat eine Nennladung von 4.000 mAh und lässt sich mit bis zu 25 Watt schnellladen. Kabelloses Laden ist mit bis zu 12 Watt möglich. Im Display ist ein Fingerabdrucksensor eingebaut. Ausgeliefert wird das Wing mit Android 10.

Das Wing soll im November 2020 in Deutschland in den Handel kommen. Der Preis liegt bei 1.100 Euro.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. mit TVs und IT-Zubehör)
  2. 116,01€ (Bestpreis mit MediaMarkt. Vergleichspreis 142,10€)
  3. 56,05€ (Bestpreis mit MediaMarkt. Vergleichspreis ab 70€)
  4. ab 419€ neuer Tiefpreis bei Geizhals

sambache 15. Sep 2020 / Themenstart

... rotierbarem Display kostet 1.100 Euro Ich glaub nicht, dass das Display rotierbar...

d1m1 15. Sep 2020 / Themenstart

Naja, Blackberry hat nur halbherzig versucht, irgendwie am Ball zu bleiben. Ohne...

LH 15. Sep 2020 / Themenstart

Verstehe dein Problem hier nicht. Auch wenn ich dafür nicht zu einem LG Telefon greifen...

LH 15. Sep 2020 / Themenstart

Es ist ein LG Telefon mit ungewöhnlichen Features. Damit ist es praktisch von ein Flop...

tk (Golem.de) 15. Sep 2020 / Themenstart

Da mussten wir jetzt mal selbst schmunzeln. Gemeint sind natürlich Millimeter, wird...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Core i7-1185G7 (Tiger Lake) im Test: Gut gebrüllt, Intel
Core i7-1185G7 (Tiger Lake) im Test
Gut gebrüllt, Intel

Dank vier äußerst schneller CPU-Kerne und überraschend flotter iGPU gibt Tiger Lake verglichen zu AMDs Ryzen 4000 eine gute Figur ab.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Tiger Lake Überblick zu Intels 11th-Gen-Laptops
  2. Project Athena 2.0 Evo-Ultrabooks gibt es nur mit Windows 10
  3. Ultrabook-Chip Das kann Intels Tiger Lake

IT-Jobs: Feedback für Freelancer
IT-Jobs
Feedback für Freelancer

Gutes Feedback ist vor allem für Freelancer rar. Wenn nach einem IT-Projekt die Rückblende hintenüberfällt, ist das aber eine verschenkte Chance.
Ein Bericht von Louisa Schmidt

  1. IT-Freelancer Der kürzeste Pfad zum nächsten Projekt
  2. Selbstständiger Sysadmin "Jetzt fehlen nur noch die Aufträge"

Java 15: Sealed Classes - Code-Smell oder moderne Erweiterung?
Java 15
Sealed Classes - Code-Smell oder moderne Erweiterung?

Was bringt das Preview Feature aus Java 15, wie wird es benutzt und bricht das nicht das Prinzip der Kapselung?
Eine Analyse von Boris Mayer

  1. Java JDK 15 geht mit neuen Features in die General Availability
  2. Java Nicht die Bohne veraltet
  3. JDK Oracle will "Schmerzen" von Java beheben

    •  /