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Abbauen oder sprengen?

"Es ist ja nicht so, dass beim Sprengen tausend Einzelteile durch die Gegend fliegen müssen. Gezielt angebrachte Sprengladungen erlauben möglicherweise eine sehr kontrollierte Fällung", sagt Eckardt, relativiert aber direkt: "Ich bin da skeptisch, aber es könnte sein, dass es eine gute Lösung wäre."

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"Die Herausforderung ist, das möglichst kosteneffizient zu gestalten", sagt Matthias Wehkamp von der Stiftung Offshore-Windenergie, die ebenfalls am See-Off-Projekt beteiligt ist. Ziel sei eine effiziente Logistikkette: "Wenige Hübe, wenige Fahrten." Was kaum ein Problem sein sollte, sei das Gerät: "Wir haben die Schiffe und Kräne."

Sven Rausch vom Entsorgungsunternehmen Nehlsen stellt ebenfalls die Kernfrage: "Wie und wo zerlege ich die Anlagen? Wir haben ja beim Rückbau viel mehr Möglichkeiten, weil wir Dinge zerstören dürfen." Letztlich gehe es beim Rückbau um logistische Innovationen.

"Kein Gramm Gift"

Wenig Sorgen macht sich Rausch um problematische Stoffe: "Da ist keine Drama-Potenzial. In einem Windrad gibt es kein Gramm Gift." Offshore-Windräder bestehen zu 95 Prozent aus Stahl. Hinzu kommen die Rotorblätter. Rausch schätzt ihre Masse auf etwa 30 bis 40 Tonnen glasfaserverstärkter Kunststoffe (GFK). Dann sind da noch rund 500 Liter Schmierfett und Hydrauliköl. Und etwas Elektroschrott wie Kabel, Transformatoren und Schaltanlagen. "Das ist ganz normaler Elektroschrott, ähnlich wie beim Zerlegen einer Straßenbahn", sagt Rausch.

Potenzial, Schwierigkeiten zu machen, haben am ehesten die Rotorblätter. Bislang werden sie meist deponiert. Der einzig derzeit vorhandene Verwertungsweg führt ins schleswig-holsteinische Lägerdorf. Dort betreibt der Baustoffkonzern Holcim ein Zementwerk - und setzt zerkleinerte Rotorblätter zur rohstofflichen und energetischen Verwertung ein. Der Prozess sei ideal, sagt Rausch: "Der Prototyp einer perfekten Verwertung." Denn bei der Zementherstellung brauche man viel Energie, die sei in Form des Harzes in den Rotorblättern vorhanden. Zudem brauche es Quarzsand, der werde in Form der Glasfasern geliefert.

Anders sieht es jedoch aus, wenn Rotorblätter mit Kohlenstofffasern verstärkt sind. Daran hat man auch in Lägerdorf kein Interesse. "CFK lässt sich nicht recyceln", sagt Rausch. Auch die Verbrennung im Ofen sei keine Lösung. "Bei der Verbrennung entstehen sehr dünne, lungengängige Fasern, die Asbest ähnlich sind. Zudem schädigen sie die Elektrofilter der Verbrennungsanlagen."

RDRWind

Das Thema Rückbau ist jedoch keine reine Offshore-Angelegenheit. Natürlich müssen auch Windräder an Land ordentlich entsorgt werden. Im Verein RDRWind - das Kürzel steht für Repowering, Demontage und Recycling - haben sich zahlreiche Unternehmen aus der Branche zusammengeschlossen, um "erstmals Standards für die Demontage von Windkraftanlagen zu entwickeln", wie es auf der Webseite heißt.

Beim Rückbau von Offshore-Windrädern gibt es dann aber doch einige Besonderheiten: Vor allem ist da das Fundament am Meeresgrund. Inzwischen weiß man, dass die Fundamente als Lebensraum von Krebsen, Fischen und anderen Tieren dankend angenommen werden und künstliche Riffe bilden. Ist es sinnvoll, diese zu zerstören? Oder lässt man die Strukturen besser im Meeresboden? "Unter Umständen geht beim Rausholen mehr kaputt. Dennoch sehe ich wenig Möglichkeiten, dass die Fundamente stehen bleiben können. Das Gesetz schreibt den Rückbau vor", sagt Wehkamp.

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 Europa ist Pionier der Offshore-Windenergie
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Eheran 30. Apr 2020

Klar kann man die rausfiltern, macht man auch. Es ist sogar fraglich, ob das bei einem...

Copper 30. Apr 2020

Ach wieder einer, der fakten- und kenntnisfrei rumpoltert, weil ihm aus irgendwelchen...

Copper 30. Apr 2020

Unsere wird in nicht allzu langer Zeit (2-3 Jahre, k.A. wann genau) ihre 20 Jahre...

Copper 30. Apr 2020

Weil es bei diesen WKA nicht um Förderung geht. Steht eigentlich ganz am Anfang des...

Copper 30. Apr 2020

Ich habe den Artikel nur überflogen, aber das Wichtige steht doch gleich am Anfang. Im...


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