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Windows XP: Das letzte Jahr mit dem Teletubby-Windows

Windows NT 5.1: Was hausintern nur ein Update für Windows 2000 war, wurde für Microsoft das wichtigste Windows und zwang den Konzern zur Verlängerung des Supports. Am 8. April 2014 endet die Ära von Windows XP, das Windows-2000-Anhänger mit vielen Farbklecksen schockierte und DOS unnötig machte.

Artikel veröffentlicht am ,
Windows XP wird nur noch bis April 2014 von Microsoft unterstützt.
Windows XP wird nur noch bis April 2014 von Microsoft unterstützt. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)

Windows XP befindet sich im letzten Jahr seiner Lebenszeit. Am 8. April 2014 endet laut Microsofts Lifecycle-System die Unterstützung für das Betriebssystem, das Ende Oktober 2001 erstmals die DOS-basierten und NT-basierten Windows-Versionen zusammenführte. Vor jetzt bald zwölf Jahren wurde also das Ende der DOS-Versionen eingeleitet, die mit der Millenium Edition ein Jahr zuvor die letzte Version bekommen hatte.

  • Es war einmal... Windows XP. Anfangs gewöhnungsbedürftig viele Farben, und doch gewöhnten sich viele schnell an die neue Optik.
  • Die Screenshots haben wir auf einem rund acht Jahre alten Vaio FS-115 aufgenommen. Der Rechner ist sogar noch in Betrieb, ...
  • ... um im Notfall veraltete Software ausführen zu können. Das Windows wurde aber häufiger neu installiert. Auffällig: viele Farben und das neue Systemsteuerungskonzept, an das sich bis heute nicht alle gewöhnen können.
  • Damals waren die Bildschirmschoner noch einfach.
  • Weg mit den Farben. Windows-2000-Nutzer freuten sich über das Zurückstellen der ehemals modernen Oberfläche.
  • Diese Ansicht ließ so manchen ganz schnell den Total oder Speed Commander installieren.
  • Hilfe naht: Immerhin war der Hund niedlicher als die nervige Office-Klammer - und man konnte ihn mit einem Klick abschalten.
  • Programmzugriff und -standards kamen mit dem Service Pack 1.
  • Hier hat sich eigentlich nicht viel getan. Das Deinstallieren von Programmen ist unter Windows 8 noch genauso aufgebaut. Heutzutage kann der Anwender aber deutlich mehr Informationen einblenden.
  • Damals musste mehr gescrollt werden. Nur vier Inhalte waren gleichzeitig sichtbar. Unter Windows 8 sind es 12 und an eine anpassbare Fenstergröße war noch nicht zu denken.
  • Sonys Vaio Control Center ist korrekt in der Systemsteuerung eingebunden. Das war damals eher die Ausnahme.
  • Unser Testrechner mit geradezu luxuriöser RAM-Ausstattung. Das hilft aber nichts. Im Vergleich zu heutigen Rechnern ist die Kiste mit ihrem Einkernprozessor einfach lahm.
  • Hier hat sich auch nichts geändert in den vergangenen zehn Jahren. Allerdings stellen wir fest: Bei der Neuinstallation haben wir offenbar den Treiber für Sonys i.Link vergessen.
  • In der Hochzeit der Angriffe auf Windows XP kam dieses Tab in den Systemeigenschaften dazu.
  • Bis Vista musste der Nutzer eine Webseite und natürlich den Internet Explorer für Windows Updates bemühen. Und die war damals wie heute gelegentlich unzuverlässig.
  • An der Computerverwaltung sah man Windows XP sein Alter an. Hier endet die "Teletubby"-Oberfläche.
  • Die Symbole stammen aus der Urzeit der Windows-Rechner. Vor allem das Symbol der Komponentendienste fällt hier auf.
  • Das Netzwerk war damals noch etwas schwieriger in der Bedienung.
  • Vor allem beim WLAN...
  • ... nervt Windows XP.
  • WPA-Schlüssel musste man damals noch zweimal und ohne Anzeige der Zeichen eingeben. Und wehe man vertippte sich bei sicheren und komplexen Passwörtern.
  • Die Aufgaben oberhalb der Symbole blendet so mancher Anwender aus.
  • Lieber die veraltete Treiber-CD benutzen. Treiber per Windows-Update waren eher selten verfügbar.
  • Mit dem Service Pack 2 kam das Sicherheitscenter, das in neueren Windows-Versionen in Wartungscenter umbenannt wurde. Es sollte die Sicherheit von Windows XP erhöhen.
  • Die "Ich brauch keinen Virenscanner"-Fraktion wurde ordentlich genervt. Mit positiven Effekten auf die Sicherheit der Rechner. Nur wenige Nutzer beschränkten ihr Konto auf Standardrechte. Das wurde erst mit Windows Vista leichter in der Handhabung.
  • Mit automatischen Updates machte Microsoft die Rechner sicher und wies den Anwender auf mögliche Probleme hin.
  • Es wurden nicht nur das Betriebssystem, sondern auch Komponenten aktualisiert.
  • Auf alten Rechnern ist das eine langwierige Prozedur.
  • Outlook Express unter Windows XP
  • Mit dem Media Player versuchte Microsoft, moderne und alte Optik zu vereinen.
  • Dementsprechend wird die Titelleiste des aktiven Fensters dementsprechend auf Wunsch versteckt.
  • Es war einmal: das Startmenü.
  • Auf einen alten XP-Rechner gehört eine alte Office-Installation.
  • Das Startmenü hatte keinen Fokus-Schutz. Wenn eine Anwendung etwas mitteilen wollte, schloss es sich sofort.
  • Der Taskmanager wurde erst mit Windows 8 gründlich überarbeitet.
  • Netzwerkbeobachtung unter Windows XP
  • Das Microsoft Network (MSN)
  • Ohne Rechnungsadresse geht's nicht.
  • Unter Windows XP war nur der Installer für das Herunterladen der Installation installiert.
  • Anbindung an E-Mail-Adressen waren damals noch etwas Neues und Optionales. Heute kann der Nutzer ohne solche Zugänge vieles nicht tun.
  • Ab April 2014 wird es keine Sicherheitsupdates mehr für Windows XP geben. Microsoft stellt den Support ein.
Es war einmal... Windows XP. Anfangs gewöhnungsbedürftig viele Farben, und doch gewöhnten sich viele schnell an die neue Optik.

Fortan wurde Windows NT 5.1, so heißt XP intern, sowohl für Büros (Professional Edition) als auch für den Heimanwender (Home Edition) zum Standardsystem, das sich bis heute hält. Mit Windows Vista gelang es Microsoft trotz vieler sinnvoller Ansätze nicht, die Kunden von dem Betriebssystem XP abzubringen. Dabei wurde die Wartung von Windows-XP-Rechnern im Laufe der Jahre immer schwieriger. Nach dem Service Pack 3 im Jahr 2008 gab es nur noch Einzelpatches und inoffizielle Patch-Pakete, die bei einer Neuinstallation zu einer langwierigen Angelegenheit wurden. Microsoft sah diese Patch-Sammlungen nicht gerne und drohte 2007 sogar mit rechtlichen Schritten.

Viele Windows-XP-Nutzer haben diese Neuinstallationen samt (telefonischer) Neuaktivierung durchgemacht, da das System nach einigen Jahren Abnutzungserscheinungen zeigt und Microsoft die Anzahl der Onlineaktivierungen zu stark begrenzt. Aber sie sahen keine Alternative zum bewährten Windows XP. Erst zum Ende des Jahres 2010, also rund ein Jahr nach Fertigstellung von Windows 7, meldeten wir Zahlen, die zeigten, dass Windows XP langsam vom ersten Platz der beliebtesten Betriebssysteme verschwindet - wohlgemerkt bei einem technikaffinen Publikum. Bei dem Durchschnittsanwender dauerte es noch ein Jahr länger. Dabei zeigte sich, dass vor allem Vista-Nutzer einen großen Drang hatten, zu Windows 7 zu wechseln. Der Windows-XP-Nutzer blieb vergleichsweise gelassen, obwohl Microsoft anfangs einige Kritik an seinem neuen Betriebssystem hinnehmen musste.

Erst meckern alle, und dann nutzt es doch fast jeder

Der Erfolg von Windows XP stellte sich nicht sofort ein. Im Gegenteil, es gab anfangs viel Kritik an dem Betriebssystem. Vor allem puristische Windows-2000-Nutzer, die sich längst von der DOS-Welt verabschiedet hatten, fanden viel zu meckern. Windows XP setzte erstmals auf intensive Farbnutzung, die so manchen Anwender schockierte. Damals wie heute neigen Nutzer dazu, die Oberfläche zurückzukonfigurieren, um die sogenannte Teletubby-Optik loszuwerden. Anleitungen dafür finden sich heute noch im Netz.

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Einleitend schrieb etwa der Journalist Johann-Christian Hanke dazu: "Im Herbst 2001 wurde ich Zeuge, wie ein Verkäufer einem Kunden stark von Windows XP abriet. Der offensichtlich verärgerte Mitarbeiter verglich die neue Oberfläche von Windows mit der Kinderserie Teletubbies. Man hat bei dieser 'Wiese mit Wolken' tatsächlich das Gefühl, gleich kämen Tinky Winky, Dipsy, LaaLaa und Po singend den Hügel hinauf." Für ihn waren die neuen Ansichten "eher Farb- und Designstudien als vernünftige Arbeitswerkzeuge". Das änderte aber nichts an dem Erfolg von Windows XP.

Windows XP bekam erstaunlich viele Ableger 
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tha_specializt 30. Okt 2013

ich kann dir grad mal schriftlich geben das weder die NASA noch die ami-soldätchen XP...

Kon_Schmitt 23. Apr 2013

Da die Diskussion hier häufig an einer Gegenüberstellung von Mirosoft Office mit...

metalheim 10. Apr 2013

Wenn jeweils 10% Android bzw. iOS benutzen, dann entsprechen 0,7% Gesamtanteil nur ca. 3...

Kreiszahl 10. Apr 2013

(kT)

Crass Spektakel 10. Apr 2013

Also ist AmigaOS doch noch relevanter als Windows... ich alleine habe letztes Jahr...


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