Windows XP: 2014 wird ein Fest für Zero-Day-Exploits

Microsoft hat in einem Blog-Eintrag eindringlich davor gewarnt, Windows XP auch nach der Einstellung des Supports im April 2014 weiter zu nutzen. Das Betriebssystem sei danach "auf ewig per Zero-Day-Exploit angreifbar".

Artikel veröffentlicht am ,
Ab April 2014 liefert Microsoft keine Updates mehr für Windows XP aus.
Ab April 2014 liefert Microsoft keine Updates mehr für Windows XP aus. (Bild: Golem.de)

Das Ende naht - und mit ihm kommen die Gefahren. Denn ab dem 8. April 2014 wird Microsoft wie angekündigt die Unterstützung für Windows XP samt Service Pack 3 einstellen. Das intern Windows NT 5.1 genannte Betriebssystem kam im Oktober 2001 auf den Markt und entwickelte sich, nachdem der Schreck über das Teletubby-Design überwunden war, zu einem der beliebtesten überhaupt. Aus diesem Grund halten viele Anwender an Windows XP fest.

Vor allem der Aspekt der Sicherheit ist aber prekär, denn wie Microsofts für die Sicherheit von Betriebssystemen verantwortliche Tim Rains in seinem Blog-Eintrag erneut betont, wird Windows XP ab April 2014 keine Aktualisierungen mehr erhalten - weder Updates, noch Hotfixes, noch irgendeine andere Art von Support. Damit einher geht insbesondere die Gefahr von sogenannten Zero-Day-Exploits. Darunter versteht man das Ausnutzen von Sicherheitslücken, für die am gleichen Tag des Bekanntwerdens Schadprogramme entwickelt werden.

Aktuelle Windows-8-Lücken könnten auch XP-Nutzer treffen

Durch die Analyse der von Microsoft veröffentlichten Sicherheitsupdates finden die Angreifer die Lücke und können hierdurch attackieren, sofern der Nutzer sein Betriebssystem noch nicht aktualisiert hat . Zugleich wird geprüft, ob die Sicherheitslücke auch bei anderen Betriebssystemen vorhanden ist. Das bedeutet, wenn Microsoft einen Hotfix für Windows 8 veröffentlicht, kann es sein, dass die gleiche Lücke bei Windows XP ebenfalls existiert und ab April 2014 nie mehr geschlossen wird. Deswegen sei das Betriebssystem "auf ewig per Zero-Day-Exploit angreifbar", so Tim Rains. Von 45 Updates für Windows XP, die zwischen Juli 2012 und Juli 2013 ausgeliefert wurden, waren 30 auch für Windows 7 und Windows 8 relevant.

Abgesehen davon, dass die Warnung vor Zero-Day-Exploits impliziert, dass Windows XP auch nach über zwölf Jahren immer noch Sicherheitslücken bietet, ist das Betriebssystem laut Tim Rains ohnehin das mit der meisten Malware verseuchte Windows. Ein Grund hierfür ist, dass die integrierten Sicherheitsfunktionen nicht mehr auf dem aktuellen Stand sind - zum Zeitpunkt ihrer Entwicklung aber sollen sie "state of the art" gewesen sein. Mittlerweile haben Hacker aber gelernt, unter anderem die Data Execution Prevention auszuhebeln. Den Microsoft-Zahlen vom vierten Quartal 2012 zufolge liegt die Infizierungsrate von Windows XP bei Faktor zwei bis drei im Vergleich zu Windows Vista, Windows 7 und Windows 8. Tim Rains rät daher insbesondere Firmen, endlich auf ein modernes Betriebssystem zu wechseln - was aber längst nicht alle möchten und somit nicht nur sich selbst, sondern auch andere gefährden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Neuro-Chef 11. Okt 2015

(Ich räume gerade alte Sitzungssicherungen auf, daher die späte Antwort) Ging wohl um die...

Telesto 24. Aug 2013

Wegwerfmentalität = Es werden voll funktionsfähige Geräte entsorgt, anstatt sie für...

Telesto 23. Aug 2013

Wenn man keine Ahnung hat... http://abload.de/img/409644_41462336858909zcs7r.jpg

Rulf 21. Aug 2013

und hier noch mal was zum nachdenken zur sicherheit der neueren versionen:



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Whistleblower
Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen

Wieder hat sich in den USA ein ehemals hochrangiger Militär und Beamter über Kontakte mit Aliens geäußert.

Whistleblower: Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen
Artikel
  1. Schadstoffnorm 7: Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos
    Schadstoffnorm 7
    Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos

    Die neue Euronorm 7 legt nicht nur Grenzwerte für Bremsen- und Reifenabrieb fest, sondern auch Mindestanforderungen für Akkus.

  2. Ramjet: General Electric testet Hyperschalltriebwerk
    Ramjet
    General Electric testet Hyperschalltriebwerk

    Das Triebwerk soll Flüge mit Mach 5 ermöglichen.

  3. Elektroautos: Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie
    Elektroautos
    Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie

    Nach dem abrupten Aus der staatlichen Förderung springen erste Hersteller von Elektroautos ein.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Last-Minute-Angebote bei Amazon • Avatar & The Crew Motorfest bis -50% • Xbox Series X 399€ • Cherry MX Board 3.0 S 49,95€ • Crucial MX500 2 TB 110,90€ • AVM FRITZ!Box 7590 AX + FRITZ!DECT 500 219€ [Werbung]
    •  /