Windows: Warum sind Bluescreens eigentlich blau?

Der ehemalige Windows-Entwickler Dave Plummer hat den Ersteller des Bluescreens ausfindig gemacht und eine Antwort auf die Frage erhalten.

Artikel veröffentlicht am ,
Bluescreens gehen auf den Entwickler John Vert zurück.
Bluescreens gehen auf den Entwickler John Vert zurück. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)

Der im Ruhestand befindliche Windows-Betriebssystementwickler Dave Plummer ist auf seinem Youtube-Kanal auf Spurensuche gegangen. Die Frage lautet: Wo kommen die omnipräsenten Bluescreens her und warum sind sie eigentlich blau? Dabei geht er auch ein wenig auf die Geschichte der bei Microsoft intern so genannten Bug-Checks ein und zeigt einige interessante Ereignisse, bei denen sich Microsoft selbst auf der Bühne durch Bluescreens blamiert hat.

Stellenmarkt
  1. Information Security Officer (m/w/d) Planung, Steuerung von Cyber Security-Aktivitäten
    Hannover Rück SE, Hannover
  2. Projektleiter SASPF für Logistikprojekte (gn)
    ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH, Koblenz
Detailsuche

Die Entstehung des klassischen Bluescreens geht laut Plummer auf den Softwareentwickler John Vert zurück, der für die Implementierung ab Windows NT 3.1 verantwortlich war. Die Farbgebung hat dabei einen simplen Grund: Auf Verts damaliger Entwicklungsmaschine - einer Mips Risc Box - wurde die Firmware in weißer Schrift auf blauem Hintergrund angezeigt.

Es habe damals schlicht Sinn ergeben, für den Wiedererkennungswert ein ähnliches Farbschema zu verwenden. Zudem nutzte Vert und viele andere seiner damaligen Teammitglieder am liebsten den Texteditor Slickedit, dessen Farbschema ebenfalls aus weißer Schrift auf blauem Grund bestand - eine weitere Anspielung auf seinen damaligen Arbeitsplatz.

Bill Gates erzeugt Bluescreen auf der Bühne

In seinem Video zeigt Plummer zudem den womöglich bekanntesten Bluescreen: Bei einer Live-Vorführung von Windows 98 stürzte das Betriebssystem mit einem Bug Check ab - hallendes Gelächter aus dem Publikum war die Folge. Auch Bill Gates persönlich - der auf der Bühne stand - konnte über den Vorfall nur schmunzeln.

Golem Karrierewelt
  1. C++ Programmierung Basics: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    24.-28.10.2022, virtuell
  2. IPv6 Grundlagen: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    19./20.12.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Später wurde zudem eine Demo von Forza gezeigt. Stattdessen gab es wohl ebenfalls einen Bluescreen. Das lag schlicht daran, dass der Code der Spielbeta Memory-Leaks aufwies, die nach mehreren Testläufen einen Fehler erzeugten.

Heutzutage sind Bluescreens laut Plummer nicht mehr so häufig anzutreffen, da unzureichend programmierte Systemtreiber von Geräten und Hardwarekomponenten wie Grafikkarten, Soundkarten, Netzwerkkarten oder Eingabegeräten meist nicht mehr im Kernel-Modus laufen.

Moderne Betriebssysteme wie Windows 10 versuchen, wenn es geht, diese Software im User-Modus parallel mit anderen Programmen laufen zu lassen. Daher stürzt heutzutage nur der Treiber selbst als einzelner Task, nicht aber das gesamte Betriebssystem ab. Das war zu Zeiten von Windows 95 und 98 und später auch NT noch nicht der Fall.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


forenuser 07. Feb 2021

Jupp... Als ich im letzten Jahr meinen neuen PC aufgesetzt habe bekam ich die beim PC...

Truster 05. Feb 2021

war es beim Amiga die Markante Guru Medidation? Warum beim Atari eine Bombe? beim ESXi...

Mailerdeamon 05. Feb 2021

Das verstehe ich nicht. Linux ist praktisch ein monolythischer Kernel, Treiber laufen...

non_sense 04. Feb 2021

Jetzt irrst du dich. ES gab kein Win 98 C, sondern Win 95 C. ;) Von Win 98 gab es dann...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Elektroauto
Hyundai Ioniq 6 soll 614 km pro Ladung fahren

Beim Ioniq 6 zeigt sich wieder einmal, dass ein niedriger Luftwiderstandsbeiwert essentiell ist.

Elektroauto: Hyundai Ioniq 6 soll 614 km pro Ladung fahren
Artikel
  1. Retro: Programmierer entwickelt Betriebssystem für den NES
    Retro
    Programmierer entwickelt Betriebssystem für den NES

    NESOS ist 48 KByte groß und bietet Nutzern die Möglichkeit, auf Nintendos NES Textdateien zu schreiben und speichern zu können.

  2. ALDI SÜD IT und der digitale Wandel im Handel
     
    ALDI SÜD IT und der digitale Wandel im Handel

    Modernste IT ist heutzutage auch im Handel allgegenwärtig. Nur wer diese Potenziale erkennt, kann langfristig wachsen und seinen Kund*innen ein einzigartiges Erlebnis bescheren. ALDI SÜD geht mit gutem Beispiel voran.
    Sponsored Post von Aldi Süd

  3. GF Technology Summit: High-Tech abseits von Nanometern
    GF Technology Summit
    High-Tech abseits von Nanometern

    Der kleinste Transistor ist nicht alles: Globalfoundries zeigt in Dresden, was vermeintlich alte Technik kann.
    Ein Bericht von Johannes Hiltscher

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MindStar (Gigabyte RTX 3090 Ti 1.099€, RTX 3070 539€) • Alternate (Team Group DDR4/DDR5-RAM u. SSD) • Günstig wie nie: MSI Curved 27" WQHD 165Hz 289€, Philips LED TV 55" Ambilight 549€, Inno3D RTX 3090 Ti 1.199€ • 3 Spiele für 49€ [Werbung]
    •  /