Windows und Office: Gebrauchtlizenzhändler verklagt Microsoft

312 Millionen Euro will ein britischer Händler haben. Microsoft störe den Handel mit Gebrauchtsoftware und nutze seine Machtposition aus.

Artikel veröffentlicht am ,
Microsoft wird unfairer Wettbewerb vorgeworfen.
Microsoft wird unfairer Wettbewerb vorgeworfen. (Bild: Pixabay.com/Pixabay License)

Der britische Softwarehändler Valuelicensing verklagt Microsoft auf eine Summe von 270 Millionen Pfund, umgerechnet etwa 312 Millionen Euro. Das Unternehmen bietet bereits genutzte Lizenzen von diversen Programmen zur Wiederverwertung an. Microsoft nehme erheblichen Einfluss auf diesen Markt und störe den Wettbewerb, indem der Konzern diverse Änderungen bei den eigenen Lizenzmodellen vorgenommen habe. Das sagte Valuelicensing-Gründer Jonathan Horley dem Wirtschaftsmagazin Financial Times.

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"Microsoft hat das Verlangen, sich zu den neuen cloudbasierten Modellen hinzubewegen und die alten Lizenzen vom Markt zu nehmen, so dass Kunden keine Wahl haben und auf das Abomodell wechseln müssen", sagt Horley. Microsoft nutze die eigene Machtposition und Marktführung willentlich aus.

Microsoft 365 soll erzwungen werden

Im genauen Fall geht es demnach um Microsoft 365 und die dedizierten Office-Lizenzen ohne Cloud-Anbindung. Microsoft hatte erst im Februar den Support für diese Offline-Variante von sieben auf fünf Jahre verkürzt. Der Grund: Es handele sich bei Office LTSC um ein Nischenprodukt, das nur in speziellen Fällen zum Einsatz käme. Laut Valuelicensing lasse sich mit einer solchen Offline-Version allerdings viel Geld sparen, weshalb der Verkäufer mit Microsoft im Streit steht.

Microsoft 365 Family | 6 Nutzer | Mehrere PCs/Macs, Tablets und mobile Geräte | 1 Jahresabonnement | Download Code

Valuelicensing verkauft neben Office-Lizenzen etwa auch Schlüssel für Betriebssysteme wie Windows 10 Pro und Enterprise. Microsoft hatte 2020 bereits damit begonnen, Reseller wie den deutschen Händler Lizengo gerichtlich anzugehen. Die Debatte um gebrauchte und wesentlich günstigere Schlüssel, die etwa Teil einer Volume License sind, geht auch im Jahr 2021 weiter. Diverse Verfahren laufen wegen Lizenzkäufen. Auch Endkunden selbst wurden bereits verklagt.

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anstaendiger 09. Apr 2021

Ja, aber wenn ich den Text von mir gerade noch einmal so durchlese.... habe mal wieder...

WillsWissen 09. Apr 2021

Irrtum. Spätestens alle 31 Tage ist 1x Home-Telefonie zu MS nötig, angeblich zur...

WillsWissen 09. Apr 2021

LOL. Kann man. Kann man auch lieber sein lassen. Es gibt sogar kommerziellen Support, d...

rubberduck09 09. Apr 2021

Wenn Microsoft gegen Business-User vorgeht ist das eine Sache. Aber gegen HomeUser...



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