• IT-Karriere:
  • Services:

Windows-Steuer: Russland soll eigenes Betriebssystem planen

Die russische Regierung stört sich an den Monopolen von US-Konzernen wie Apple, Google und Microsoft. Nun soll ein eigenes Betriebssystem für Russland entwickelt werden, finanziert durch Steuern auf ausländische Software.

Artikel veröffentlicht am , Thorsten Schröder
Putin auf einer Ausstellung für Internetfirmen in Moskau im Juni
Putin auf einer Ausstellung für Internetfirmen in Moskau im Juni (Bild: Reuters/Alexei Druzhinin/RIA Novosti/Kremlin)

Präsident Wladimir Putin wolle ein russisches Betriebssystem entwickeln lassen, berichtet Spiegel Online. Die Nachrichtenseite beruft sich auf ein Gesprächsprotokoll auf der Webseite des Kreml, in der Putins Kommunikationsminister den Zukunftsplan vorstellt. Zur Finanzierung des Projekts solle eine Steuer auf ausländische Software eingeführt werden.

Stellenmarkt
  1. Deutsche Rentenversicherung Bund, Berlin
  2. Moers Frischeprodukte GmbH & Co. KG, Moers

Mit dem Russland-OS wolle der Minister die "informationelle Unabhängigkeit Russlands" sichern und sich gegenüber den Monopolen "bestimmter Länder und Firmen" positionieren - ein Seitenhieb gegen Microsoft, Apple und Google. Eine große Rolle bei der Idee zum eigenen Betriebssystem habe gespielt, dass Sicherheitsdienste die Daten von hunderten Millionen Internetnutzern illegal gesammelt hätten. Auf die Software aus dem Ausland will der Kommunikationsminister laut Gesprächsprotokoll zukünftig Mehrwertsteuer erheben und mit dem Geld russische IT-Firmen unterstützen.

Stimmung gegen Internet-Monopolisten

Auch in Europa wurden in den vergangenen Monaten Stimmen gegen die Internetunternehmen laut. Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) erwägt eine "Entflechtung" des Konzerns Google, falls dieser seine marktbeherrschende Stellung missbrauche.

Dass Russland mit dem eigenen OS den Internetkonzernen aber tatsächlich etwas entgegensetzen könne, bezweifelt Spiegel Online. "Russlands Versuche, sich von amerikanischer Hard- und Software unabhängig zu machen, sind mittlerweile eine Art Running Gag", schreiben die Autoren. 2011 hatte Putin bereits das "russische iPad" gefeiert, 2012 gab es ein russisches Handy. Beide Produkte floppten. Auch ein russisches Betriebssystem wurde schon einmal angekündigt, ist allerdings bis heute nicht erschienen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (u. a. 860 Evo 500 GB SSD für 74,99€, Portable T5 500 GB SSD 94,99€, Evo Select microSDXC 128...

nielsd 22. Jun 2015

Der Staat will ein "Betriebssystem entwickeln", um seine Bürger vor staatlichen...

Crass Spektakel 09. Okt 2014

Hong-Kong ist nicht China.

Lapje 27. Sep 2014

Meine Güte, wie kann man in einem Absatz nur soviel Stuß erzählen. Ich habe lediglich...

jack_torrance 27. Sep 2014

Muahahaha wie geil is das denn?! Vielen Dank ;-) und schönes Wochenende allen!

nille02 27. Sep 2014

War UniOS nicht nur so ein gemoddetes XP? Russland hätte eine Alternative. ReactOS macht...


Folgen Sie uns
       


TES Morrowind (2002) - Golem retro_

Eine gigantische Spielwelt umgeben von Pixelshader-Wasser: The Elder Scrolls 3 Morrowind gilt bis heute als bester Teil der Serie. Trotz sperriger Bedienung war Morrowind dank der dichten Atmosphäre, der spielerischen Freiheit und der exzellenten Grafik ein RPG-Meilenstein.

TES Morrowind (2002) - Golem retro_ Video aufrufen
Verkehr: Das Kaltstart-Dilemma der Autos mit Hybridantrieb
Verkehr
Das Kaltstart-Dilemma der Autos mit Hybridantrieb

Bei Hybridautos und Plugin-Hybriden kommt es häufiger zu Kaltstarts als bei normalen Verbrennungsmotoren - wenn der Verbrennungsmotor ausgeht und der Elektromotor das Auto durch die Stadt schiebt. Wie schnell lässt sich der Katalysator vorwärmen, damit er Abgase dennoch gut reinigen kann?
Von Rainer Klose

  1. Elektromobilität Umweltbonus gilt auch für Jahreswagen
  2. Renault City K-ZE Dacia plant City-Elektroauto
  3. Elektroautos EU-Kommission billigt höheren Umweltbonus

Alphakanal: Gimp verrät Geheimnisse in Bildern
Alphakanal
Gimp verrät Geheimnisse in Bildern

Wer in Gimp in einem Bild mit Transparenz Bildbereiche löscht, der macht sie nur durchsichtig. Dieses wenig intuitive Verhalten kann dazu führen, dass Nutzer ungewollt Geheimnisse preisgeben.


    Login-Dienste: Wer von der Klarnamenpflicht profitieren könnte
    Login-Dienste
    Wer von der Klarnamenpflicht profitieren könnte

    Immer wieder bringen Politiker einen Klarnamenzwang oder eine Identifizierungspflicht für Nutzer im Internet ins Spiel. Doch welche Anbieter könnten von dieser Pflicht am ehesten einen Vorteil erzielen?
    Eine Analyse von Friedhelm Greis

    1. Europäische Netzpolitik Die Rückkehr des Axel Voss
    2. Mitgliederentscheid Netzpolitikerin Esken wird SPD-Chefin
    3. Nach schwerer Krankheit FDP-Netzpolitiker Jimmy Schulz gestorben

      •  /