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Windows Signature Edition: Tablet ohne Bloatware

Auch in Deutschland bietet Microsoft nun ein erstes Gerät mit der "Windows Signature Edition" an. Das Betriebssystem soll ohne überflüssige Software-Beigaben anwenderfreundlicher sein, und auch der Virenscanner muss nicht extra gekauft werden. Der ist aber der gleiche, den jedes Windows bietet.
/ Nico Ernst
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Stream Tablet 7 (Bild: HP)
Stream Tablet 7 Bild: HP

In seinem Online-Shop bietet(öffnet im neuen Fenster) Microsoft Deutschland seit kurzem das bereits vorgestellte Tablet HP Stream 7 für 129 Euro an. Die Besonderheit des günstigen Geräts mit Atom-SoC: Es ist der erste Rechner, den Microsoft hierzulande mit der "Windows Signature Edition" auf den Markt bringt. In den USA gibt es solche Geräte schon, es handelt sich - ähnlich wie bei den Nexus-Geräten oder der Play-Edition von Googles Android - um Systeme, bei denen das Betriebssystem so unverändert wie möglich installiert ist.

Weniger ist also mehr, es gibt keine Testversionen, die bald ablaufen, und auch keinen Virenscanner, der nach kurzer Zeit zum Kauf drängt. Die Werbeaussage von Microsoft: "Es ist schnell, ohne Junk- & Testsoftware und kommt mit einer Antivirensoftware, die nie abläuft" bezieht sich aber nur auf den Windows Defender als Malware-Wächter, den auch andere Windows-Versionen haben.

Zudem ist, um den geringen Gerätepreis zu erreichen, die Version "Windows 8.1 with Bing" installiert, die in einer Kachel auf dem Startbildschirm für Apps wirbt, und im Internet Explorer Bing als Suchmaschine voreingestellt hat. Beides kann der Nutzer aber ändern, so dass er dann wirklich so etwas wie ein reines Windows vorfindet.

Ganz ohne Software-Beigaben kommt aber auch das Stream 7 nicht aus, denn Office 365 mit einer ein Jahr gültigen Lizenz ist vorinstalliert. Das bieten inzwischen auch viele andere PC-Hersteller mit ihren Rechnern an. Man muss diese Versionen nicht benutzen, nach Erfahrungen von Golem.de mit anderen Windows-8.1-Rechnern lässt sich das Office-Paket problemlos deinstallieren.

Mit der Signature-Edition will Microsoft anderen PC-Anbietern offenbar vormachen, dass es auch ohne eine Fülle von vorinstallierter Software geht. Besonders bei sehr günstigen Rechnern sind solche Testversionen für die Anbieter ein Zusatzverdienst, weil die Hersteller der Programme für die Installation bezahlen - in der Hoffnung, durch die ständigen Erinnerungen viele Lizenzen loszuwerden. Weil es die Unternehmen damit aber immer wieder übertreiben, werden diese Anwendungen oft auch Bloatware, oder noch unfreundlicher, Crapware genannt.


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