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Windows Server 2008: Microsoft führt durch konfusen Upgrade-Prozess alter Server

In einer detaillierten Anleitung erklärt Microsoft den Upgrade-Prozess von Windows Server 2008, dessen Support 2020 ausläuft. Das erfordert nämlich mindestens drei separate Installationen und viel Geduld. Die Alternative stellt Microsoft direkt im Artikel vor: die Azure -Cloud.
/ Oliver Nickel
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Bis zur aktuellen Serverversion ist es ein langer Weg. (Bild: Pixabay.com/Montage: Golem.de)
Bis zur aktuellen Serverversion ist es ein langer Weg. Bild: Pixabay.com/Montage: Golem.de / CC0 1.0

Am 14. Januar 2020 läuft der Support für Windows Server 2008 und Windows Server 2008 R2 ab. Microsoft hat aus diesem Grund einen Leitfaden erstellt(öffnet im neuen Fenster) , welche Schritte Administratoren beim Upgrade einer bereits vorhandenen Installation, also einem In-Place-Upgrade, beachten müssen. Eine sehr detaillierte Anleitung gibt es auch im Windows Server Upgrade Center(öffnet im neuen Fenster) , das speziell zu diesem Zweck erstellt wurde. Der Prozess scheint generell nicht ganz einfach zu sein. Einige Serverrollen werden beispielsweise nicht unterstützt, sagt Microsoft.

Um von den älteren Versionen auf das aktuelle Windows Server 2019 aufzustocken, müssen Nutzer ihr System zuerst auf Windows Server 2012 oder 2012 R2 aktualisieren. Anschließend muss dieses Betriebssystem wiederum auf Windows Server 2016 gepatcht werden. Erst dann ist es möglich, das aktuelle Windows Server 2019 zu installieren. Dabei kann es passieren, dass während des Upgrades nach einer Lizenz gefragt wird. Normalerweise verkaufen OEMs Lizenzen, die abwärtskompatibel sind.

Überstunden oder Azure-Cloud

Microsoft empfiehlt, vor dem Prozess ein Backup des existierenden Servers vorzunehmen. Außerdem sollte ein Zeitfenster geplant werden, in dem der Server nicht gebraucht wird. Das trifft generell auf Produktivsysteme zu. Microsoft rät zudem dazu, den Prozess vorher auf einem Testsystem durchzuführen, um die Funktionstüchtigkeit und eventuelle Probleme schon vorher festzustellen. Außerdem sollten Nutzer die aktuelle Firmware und Treiber für die gewünschte Windows-Server-Version bereithalten.

In der schrittweisen Anleitung führt Microsoft durch den recht konfusen Updateprozess, der zudem recht zeitaufwendig ist. Die Installationen an sich sind dabei - typisch für Windows-Systeme - anhand von Setup-Assistenten nicht unbedingt kompliziert. Vielleicht ist es kein Zufall, dass Microsoft im selben Artikel eine Alternative vorschlägt: eigene Server direkt in die Azure-Cloud zu migrieren.


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