Windows RT: Mozilla fürchtet Rückkehr zum Microsoft-Browsermonopol

Windows RT wird keine Desktopanwendungen von Drittherstellern erlauben. Wer Apps für Windows RT anbieten will, ist - anders als bei Windows 8 - auf die neue Windows Runtime und das Metro-UI angewiesen. Damit lässt sich zwar vieles anstellen, ein Browser als Alternative zum Internet Explorer lässt sich auf diesem Weg aber nicht realisieren.
Mozilla arbeitet zwar an Firefox für die Metro-Oberfläche von Windows 8, aber dieser ist auf APIs angewiesen, die unter Windows RT nicht zur Verfügung stehen. Zwar wird es unter Windows RT auch einen klassischen Desktop geben, der steht aber nur Microsofts eigenen Anwendungen wie dem Windows Explorer und Office zur Verfügung, die dafür aber auch speziell angepasst werden müssen.
Da der Internet Explorer aber auf Windows RT laufen wird, sieht Mozilla keinen technischen Grund, dass es nicht auch einen Firefox für Windows RT geben könnte. Mozillas Justiziar Harvey Anderson wirft Microsoft daher in einem Blogeintrag vor(öffnet im neuen Fenster) , die Wahlmöglichkeiten für Nutzer einzuschränken und so dem Wettbewerb zu schaden, da Browser anderer Hersteller von der Plattform ausgeschlossen werden.
Anderson appelliert an Microsoft, sich an seine eigenen Windows-Prinzipien(öffnet im neuen Fenster) zu halten und Browser anderer Hersteller auch unter Windows RT zu erlauben. Er erinnert auch an die Entscheidungen im Kartellverfahren gegen Microsoft.