Windows Phone: Microsoft will Smartphones gegen Diebstahl sichern
Microsoft plant ein Softwareupdate für seine Windows-Smartphones, das neue Sicherheitsfunktionen gegen den Diebstahl der Geräte enthalten soll. Mit dem Update soll es unter anderem möglich sein, auf dem Gerät gespeicherte Daten zu löschen und das Smartphone aus der Ferne für eine Nutzung ohne Microsoft-Login zu sperren.
Der Konzern hatte im April eine Vereinbarung mit der Mobilfunk-Organisation CTIA(öffnet im neuen Fenster) unterzeichnet und sich darin verpflichtet, die eigenen Smartphones besser gegen Diebstahl zu schützen. Der Softwarekonzern kündigte nun an, das entsprechende Update noch vor der Frist im Juli 2015 veröffentlichen zu wollen. Wann genau es verfügbar sein soll, ist bislang nicht klar.
Diebstähle um 37 Prozent zurückgegangen
Neben Microsoft hatten auch Apple und Google die Vereinbarung mit der CTIA unterzeichnet. Zusätzlich haben sich Smartphone-Hersteller wie HTC, Huawei, Motorola, Nokia und Samsung zur Einhaltung der Vorgaben verpflichtet.
Apple hatte bereits im September mit iOS 7 ähnliche Funktionen eingeführt. Nach Angaben der Behörden unter anderem in San Francisco und London sind die Diebstähle seitdem um 38 bzw. 24 Prozent zurückgegangen. Auch Google arbeitet derzeit im Rahmen der zunächst nur für die USA gültigen Vereinbarung an einer Aktivierungssperre.
Lukrativer Markt für Hersteller und Handel
Die Grünen-Verbraucherschutzexpertin Bärbel Höhn hatte für Deutschland im April die flächendeckende Einführung eines Sperrsystems für Handys als Schutz gegen Diebstahl gefordert. Die Telekommunikationsbranche müsse dafür sorgen, dass gestohlene Mobiltelefone komplett unbrauchbar gemacht werden können, so Höhn damals.
Für die Hersteller und den Handel ist der Verlust von Mobiltelefonen ein lukrativer Markt. Eine Umfrage im Auftrag des IT-Verbands Bitkom im Juli 2012 hatte ergeben, dass rund jeder zehnte Deutsche (7,7 Millionen) ab 14 Jahren sein Handy schon einmal verloren hat. 3,5 Millionen wurde schon einmal ein Mobiltelefon gestohlen. Bei weiteren 2,8 Millionen Deutschen war das Gerät verschwunden und es war unklar, ob sie es verloren haben oder ob es ihnen gestohlen wurde.
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