Abo
  • Services:

Das Windows-API kann benutzt werden

Bei den kompilierten Programmen handelt es sich um normale Windows-Programme. Und sie können auch Teile des normalen Win32-APIs verwenden. Leider dokumentiert Microsoft nicht, welche Einschränkungen bestehen - vermutlich betrifft das vor allem Funktionen mit Bezug auf die grafische Oberfläche.

Stellenmarkt
  1. MED-EL Medical Electronics, Innsbruck (Österreich)
  2. Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen Referat Verwaltung/Personal (BKZ), Pirna

In einem kleinen "Sketch" nutzen wir das Win32-API, um uns beim Programmstart die Windows-Version anzuzeigen zu lassen:

  1. #include "stdafx.h"
  2. #include "arduino.h"
  3. #include "windows.h"
  4.  
  5. int _tmain(int argc, TCHAR* argv[])
  6. {
  7. DWORD dwVersion = GetVersion();
  8. DWORD dwMajorVersion = (DWORD)(LOBYTE(dwVersion));
  9. DWORD dwMinorVersion = (DWORD)(HIBYTE(dwVersion));
  10.  
  11. Log(L"%d.%d\n", dwMajorVersion, dwMinorVersion);
  12.  
  13. return RunArduinoSketch();
  14. }
  15.  
  16. ...

Nun kann dieses Programm auch unter anderen Windows-Varianten auf der Kommandozeile laufen, wenn eine bestimmte DLL parallel in diesem System mitkopiert wurde (embprusr.dll). Interessanterweise liefert uns das Programm für die Windows-Variante auf dem Galileo-Board die Versionsnummer 6.3, unter Windows 8.1 Pro hingegen 6.2.

Microsoft will später noch zusätzliche APIs und C#-Integration anbieten, so dass auch Universal-Apps unter dieser Windows-Version laufen können.

Wer nach der langen Bootzeit vermutet, dass auch Programme auf der Kommandozeile lange zum Start brauchen, der irrt. Bei unseren kleinen Testprogrammen gab es beim Start über Telnet direkt auf dem Galileo keine Wartezeiten.

GPIO-Pins unter Windows nutzen

Unter Linux konnten GPIO-Pins eines Rechners schon lange über das Dateisystem angesteuert werden. Der Ansatz ist äußerst flexibel und zwingt dem Anwender keine Programmiersprache auf. Intels Implementierung des Wiring-APIs des Arduino auf dem Galileo setzt darauf auf. Der Umweg über das Dateisystem ist allerdings vergleichsweise zeitintensiv, Auswertungen im Milli- oder gar Mikrosekundentakt sind schon deswegen kaum möglich. Deshalb hat Intel auch auf eine Implementierung der pulseIn()-Funktion des Wiring-APIs verzichtet, die eine bestimmte Schnelligkeit voraussetzen würde.

Auch unter Windows können GPIO-Pins angesteuert werden, diese Funktion wurde aber lange Zeit im API für die Treiberprogrammierung versteckt.

Beim Windows für den Galileo geht Microsoft einen anderen Weg und führt das "Embedded Peripheral Usermode API" ein, das von der oben angesprochenen DLL embprusr.dll implementiert wird. Dieses API ist derzeit nicht weiter dokumentiert, lediglich ein Blick in die zugehörige C-Header-Datei gibt einige Informationen preis: So wird der Lese- wie Schreibzugriff auf GPIO-Pins unterstützt, PWM- und Analog-zu-digital-Funktionalität als auch der I2C- und SPI-Zugriff.

Um es vorwegzunehmen: analogRead() sowie digitalWrite() und digitalRead() funktionieren ohne Murren.

Viel interessanter ist, ob sich die vorhandene pulseIn()-Funktion sinnvoll nutzen lässt. Das haben wir mit einem Entfernungsmesser auf Ultraschallbasis getestet. Der Sensor übermittelt die Entfernung, indem am Echo-Anschluss ein HIGH-Signal anliegt. Die Dauer des Signals korreliert mit der gemessenen Entfernung. Allerdings ist das Signal auch bei größeren Entfernungen nur wenige Mikro- bis Millisekunden lang. Bei einem Microcontroller ist die Auswertung kein Problem, das entsprechende Programm "auf dem blanken Metall" hat die Ressourcen des Controllers exklusiv. Sobald ein Programm aber auf einem multitaskingbasierten Betriebssystem läuft, wird es schwierig.

So war es absehbar, dass unser Windows-Programm scheitern würde - zur Erinnerung: Unter Intels Ansatz mit Linux kann es nicht scheitern, weil die entsprechende Funktionalität ganz fehlt.

 Kaum Programme und TreiberEin Blick in die Implementierung 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. 519€
  2. (u. a. Canon EOS 2000D + Objektiv 18-55 mm für 299€ statt 394€ im Vergleich)
  3. ab 119,99€
  4. (heute u. a. JBL BAR Studio für 99€ statt 137,90€ im Vergleich)

KarlaHungus 04. Sep 2014

Das bringt es perfekt auf den Punkt.

Bachsau 03. Sep 2014

Mag sein dass die Veröffentlichungsdaten nicht ganz korrekt sind und NT 4 das schon...

Bachsau 02. Sep 2014

ist nicht, dass es per se ein schlechtes System ist, sondern dass es eine überladene...

aPollO2k 01. Sep 2014

Das der Zugriff auf die Dateien der SD-Karte einfach ist liegt ja einfach daran das es...

raphaelo00 31. Aug 2014

soweit ich weiß kann Windows auch SSH. Ich versteh nur nicht was einem rcon...


Folgen Sie uns
       


Battlefield 5 Open Beta - Golem.de live

Ein Squad voller Golems philosophiert über Raytracing, PC-Konfigurationen und alles, was noch nicht so funktioniert, im Livestream zur Battlefield 5 Open Beta.

Battlefield 5 Open Beta - Golem.de live Video aufrufen
Life is Strange 2 im Test: Interaktiver Road-Movie-Mystery-Thriller
Life is Strange 2 im Test
Interaktiver Road-Movie-Mystery-Thriller

Keine heile Teenagerwelt mit Partys und Liebeskummer: Allein in den USA der Trump-Ära müssen zwei Brüder mit mexikanischen Wurzeln in Life is Strange 2 nach einem mysteriösen Unfall überleben. Das Adventure ist bewegend und spannend - trotz eines grundsätzlichen Problems.
Von Peter Steinlechner

  1. Adventure Leisure Suit Larry landet im 21. Jahrhundert

Pixel 3 XL im Test: Algorithmen können nicht alles
Pixel 3 XL im Test
Algorithmen können nicht alles

Google setzt beim Pixel 3 XL alles auf die Kamera, die dank neuer Algorithmen nicht nur automatisch blinzlerfreie Bilder ermitteln, sondern auch einen besonders scharfen Digitalzoom haben soll. Im Test haben wir allerdings festgestellt, dass auch die beste Software keine Dual- oder Dreifachkamera ersetzen kann.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Dragonfly Google schweigt zu China-Plänen
  2. Nach Milliardenstrafe Google will Android-Verträge offenbar anpassen
  3. Google Android Studio 3.2 unterstützt Android 9 und App Bundles

Pixel 3 und Pixel 3 XL im Hands on: Googles Smartphones mit verbesserten Kamerafunktionen
Pixel 3 und Pixel 3 XL im Hands on
Googles Smartphones mit verbesserten Kamerafunktionen

Google hat das Pixel 3 und das Pixel 3 XL vorgestellt. Bei beiden neuen Smartphones legt das Unternehmen besonders hohen Wert auf die Kamerafunktionen. Mit viel Software-Raffinessen sollen gute Bilder auch unter widrigen Umständen entstehen. Die ersten Eindrücke sind vielversprechend.
Ein Hands on von Ingo Pakalski

  1. BQ Aquaris X2 Pro im Hands on Ein gelungenes Gesamtpaket mit Highend-Funktionen

    •  /