Windows on ARM: Qualcomm will mit Oryon auf Laptops durchstarten
Auf dem Snapdragon Summit hat der Chip-Hersteller Qualcomm angekündigt, dass die ersten eigenen CPU-Designs seit mehreren Jahren künftig unter dem Namen Oryon vermarktet werden sollen(öffnet im neuen Fenster) . Die Chips sind anders als die bisherigen mobile Chips vor allem für die Verwendung als Compute Platform gedacht, das heißt in Laptops und Desktops mit Windows on ARM. Mittelfristig gibt es vielleicht auch wieder Server-CPUs auf Grundlage des neuen Designs.
Die Chips selbst sind dabei eine Weiterentwicklung aus der Übernahme von Nuvia . Qualcomm hatte das Start-up im Januar 2021 für 1,4 Milliarden US-Dollar gekauft. Nuvia arbeitete zuletzt an einem ARM-basierten CPU-Design, dem Phoenix, welcher extrem effizient sein soll. Kurz nach der Übernahme von Nuvia kündigte Qualcomm an , dass die Snapdragon-Chips wieder eigene Designs erhalten würden.
Qualcomm gehört neben Apple und Samsung zu den wenigen Smartphone-SoC-Entwicklern, die neben Cortex-Cores von ARM auch eigene CPU-Kerne auf Basis einer Architekturlizenz entworfen haben. Qualcomm hatte dies aber schon vor Jahren aufgegeben. Derzeit läuft ein Rechtsstreit zwischen ARM und Qualcomm wegen der Weiterverwendung der Nuvia-Designs . Ob und unter welchen Umständen die Chips letztlich also auf den Markt kommen können, ist derzeit nicht klar.
Technische Details zu Oryon nennt Qualcomm auf dem Snapdragon Summit zwar noch nicht. Die Chips könnten jedoch bis zu 12 CPU-Kerne nutzen . Der Hersteller selbst wiederholte lediglich, dass die neuen Chips noch im Jahr 2023 verfügbar sein sollen. Wie Qualcomm in einer Telefonkonferenz zum Quartalsergebnis des vierten Quartals 2022(öffnet im neuen Fenster) sagte, erwartet der Hersteller für 2024 einen "Wendepunkt" in Bezug auf Snapdragon-PCs.
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