Windows 10 on ARM: Microsoft erklärt den kommenden x86-Emulator im Detail

Eine komplette Abstraktionsebene samt angepasster Systembibliotheken wird für die x86-Emulation von Windows nötig sein. Dafür soll UWP-Entwicklern Arbeit abgenommen werden, solange Visual Studio 2017 genutzt wird.

Artikel veröffentlicht am ,
Auf nativer Ebene kommunizieren mehrere Systeme miteinander.
Auf nativer Ebene kommunizieren mehrere Systeme miteinander. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)

Microsoft hat auf seiner Hausmesse Build 2017 noch einmal Windows 10 for ARM vorgestellt, und ist dieses Mal etwas weiter in die Funktionsweise der Emulation und deren Potenzial hineingegangen. Gute Nachrichten gibt es auch für Entwickler von Apps für die Universal Windows Platform (UWP). Mit Hilfe von Visual Studio 2017 können diese sowohl für x86 und AMD64 als auch für ARM kompiliert werden.

Stellenmarkt
  1. Inhouse Berater SAP (m/w/d)
    über Hays AG, Giengen an der Brenz
  2. Systemadministrator - Key User (w/m/d) CAFM System (Navision)
    Apleona HSG Südwest GmbH, Mannheim
Detailsuche

Grundsätzlich soll Windows 10 on ARM ein vollwertiges Windows-10-Betriebssystem auf Prozessoren mit ARM64-Architektur ermöglichen. Zu diesem Zweck soll eine Abstraktionsebene zwischen dem hardwarenahen Windows-Kernel und den softwaregesteuerten Prozessen, wie etwa Windows-Systembibliotheken (.dll-Dateien) oder Anwendersoftware, eingefügt werden. Diese Ebene basiert auf dem bereits bestehenden Subsystem Windows-on-Windows (WOW), das seit mehreren Jahren für die Kompatibilität mit 32-Bit-Anwendungen verwendet wird.

Die Kommunikation zwischen dem x86-Emulator für ARM-CPUs und der WOW-Abstraktionsebene soll die Lauffähigkeit des Betriebssystems auf ARM-Prozessoren wie etwa dem Qualcomm Snapdragon 835 ermöglichen. Das Problem: Die Verzögerung des Austausches zwischen nativer Code-Ebene und x86-Code-Ebene sorgt für ein langsames System.

Darum führt Microsoft sogenannte Compiled-Hybrid-Portable-Executable-Dateien (CHPE) ein, die direkt mit der WOW-Abstraktionsebene kommunizieren. Dadurch soll eine annähernd native Systemleistung erreicht werden. CHPE-Dateien werden aus dem gleichen Code generiert und angepasst, den normale .dll-Dateien beinhalten.

ARM-Prozesse laufen ohne großen Aufwand durch Entwickler

Golem Akademie
  1. Elastic Stack Fundamentals – Elasticsearch, Logstash, Kibana, Beats: virtueller Drei-Tage-Workshop
    15.–17. März 2022, Virtuell
  2. Unity Basiswissen: virtueller Drei-Tage-Workshop
    7.–9. Februar 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Microsoft hat die Emulation am Beispiel von Windows-Store-Apps vorgeführt. Nach dem Herunterladen aus dem Windows Store konnten diese direkt ausgeführt werden. Ein Blick in den Taskmanager zeigte, dass das vorgeführte Betriebssystem von einer ARM-CPU gesteuert wird. Die Apps werden als 32-Bit-Prozess in der Prozessübersicht angezeigt.

Für Entwickler sei dabei kein großes Zutun nötig. UWP-Applikationen für den Windows Store können durch Zuhilfenahme der Microsoft-Entwicklungsumgebung Visual Studio 2017 in kompatible ausführbare Pakete kompiliert werden. Einen genauen Zeitraum für den Release von Windows 10 on ARM gab Microsoft bisher nicht bekannt. Es soll "später in diesem Jahr" erscheinen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


FreiGeistler 18. Mai 2017

Nochmals zum mitschreiben: Die emulieren eine CISC (Complex Instruction Set Computing...

Ovaron 18. Mai 2017

Der Compiler erzeugt einfach Binaries die auch ARM unterstützen und MS klopft sich auf...

Noren 17. Mai 2017

Nein, ich habe das Video erst nicht gesehen. Nach deinem Post habe ich es mir angesehen...

Lord Gamma 17. Mai 2017

Nennt man einen Emulator, der auf ARM läuft und x86 emuliert, nicht eher x86 Emulator?



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Sam Zeloof
Student baut Chip mit 1.200 Transistoren

In seiner Garage hat Sam Zeloof den Z2 fertiggestellt und merkt scherzhaft an, Moore's Law schneller umgesetzt zu haben als Intel selbst.

Sam Zeloof: Student baut Chip mit 1.200 Transistoren
Artikel
  1. Elektrotransporter: Volkswagen zeigt künftigen ID. Buzz
    Elektrotransporter
    Volkswagen zeigt künftigen ID. Buzz

    Volkswagens Elektrobus ID.Buzz wird im März 2022 vorgestellt, doch einen ersten Blick gewährt VW schon jetzt.

  2. Corona-Pandemie: Baden-Württemberg hört Kritiker zur Luca-App an
    Corona-Pandemie
    Baden-Württemberg hört Kritiker zur Luca-App an

    Bevor Baden-Württemberg entscheidet, ob die Luca-App im Vorgehen gegen Corona weiter eingesetzt wird, kommen Kritiker und Betreiber zu Wort.

  3. Softwarefehler: iPhone 13 mit rosa eingefärbten Displays
    Softwarefehler
    iPhone 13 mit rosa eingefärbten Displays

    Einige Besitzer des Apple iPhone 13 berichten von einem rosafarbenen Bildschirm. Apple spricht von einem Softwarefehler, der behoben werde.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Intel i9 3,7-5,3 Ghz 441,41€ • MindStar (u.a. Intel i7 3,8-5,1 Ghz 279€) • Corsair Vengeance RGB RT 16-GB-Kit DDR4-4000 114,90€ • Alternate (u.a. DeepCool AS500 Plus 61,89€) • Acer XV282K UHD/144 Hz 724,61€ [Werbung]
    •  /