Die Odyssee zum Dark Mode

Um möglichst viel Energie sparen zu können, stellen wir die oben genannten Programme allesamt so ein, dass sie große Flächen möglichst dunkel anzeigen. So ändern wir das Layout von Libreoffice Writer für weiße Schrift auf schwarzem Untergrund, zu finden unter Extras > Optionen > Anwendungsfarben. Das Open-Source-Tool lässt sich unter Windows aber nicht ganz in einen nativen Dark Mode versetzen und einige Elemente wie die Fensterseiten bleiben weiß. Der echte Dark Mode von Libreoffice ist der Version für Linux vorbehalten.

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Gleiches gilt übrigens auch für einige Windows-Apps wie Microsoft Paint. Stellen wir das OS auf den dunklen Modus (Einstellungen > Personalisierung > Farben) und die Akzentfarbe auf Dunkelgrau ein, dann ändern sich zumindest die meisten Windows-Apps, zum Beispiel Mail, der Taschenrechner, Windows Explorer, die Bildergalerie und weitere. Auf OLED-Panels spart auch der gewählte Desktophintergrund Energie. Wir sollten für den maximalen Effekt ein möglichst dunkles Motiv wählen oder ihn komplett schwarz einfärben.

In Programmen wie Photoshop 2022 (Bearbeiten > Voreinstellungen > Benutzeroberfläche), Teams (Einstellungen > Allgemein) und dem Outlook-Preview-Desktopclient (Einstellungen > Design) stellen wir den dunklen Modus individuell ein. Das ist über die jeweiligen App-Einstellungen relativ einfach möglich. Anders sieht es da bei Google Chrome aus. Wollen wir, dass Webseiten in invertierten Farben rendern, dann müssen wir mit experimentellen Features spielen.

Webseiten im Dark Mode machen noch Probleme

Die finden wir, wenn wir in der URL-Leiste chrome://flags ansteuern. Darin sind alle experimentellen Features gespeichert, an denen Google arbeitet. In unserem speziellen Fall suchen wir den Auto Dark Mode for Web Contents. Dieser rendert Webseiteninhalte im Stil des Dark Mode. Entsprechend werden Schriften weiß auf schwarzem Hintergrund angezeigt.

  • Wir testen Apps im Light Mode. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Und dann testen wir im Dark Mode. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Im Dark Mode benötigt der LG C2 etwa 45 Watt. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Im Light Mode werden 100 Watt benötigt. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Übereinandergelegt wird der Unterschied noch einmal deutlicher. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der experimentelle Auto Dark Mode in Chrome rendert Elemente teils falsch. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
Der experimentelle Auto Dark Mode in Chrome rendert Elemente teils falsch. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
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Meist funktioniert das recht gut. Allerdings invertiert das Feature auch die Farbwerte einiger anderer Elemente, so dass diese verfälscht dargestellt werden. Das wird bei Bilddateien besonders sichtbar. So ist das Golem.de-Logo, das eigentlich mit weißen Elementen für schwarzen Hintergrund designt wurde, im Chrome-Dark-Mode kaum noch zu erkennen. Die von Weiß zu Schwarz invertierte Schrift verschwindet vollständig im Webseiten-Header.

Solche Probleme sind zu erwarten, schließlich handelt es sich hier um ein experimentelles Feature. Google warnt sogar vor Bugs und Fehldarstellungen. Möglicherweise verbessert das Entwicklerteam den Auto Dark Mode weiter. Webseiten gehören nämlich oft zu den hellsten Flächen, die in unserem Workflow angezeigt werden - und sind für OLED-Panels entsprechend energieaufwendig.

  • Wir testen Apps im Light Mode. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Und dann testen wir im Dark Mode. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Im Dark Mode benötigt der LG C2 etwa 45 Watt. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Im Light Mode werden 100 Watt benötigt. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Übereinandergelegt wird der Unterschied noch einmal deutlicher. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der experimentelle Auto Dark Mode in Chrome rendert Elemente teils falsch. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
Übereinandergelegt wird der Unterschied noch einmal deutlicher. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)

Zwar werden wir das größte Sparpotenzial mit dem Dark Mode weiterhin bei OLED-Monitoren erreichen, aktuelle LCD-Techniken wie Mini-LEDs könnten im geringen Maße aber auch zu einem geringeren Energiebedarf beitragen. Mittels Mini-LEDs dimmen LC-Panels ihre Hintergrundbeleuchtung präziser ab - dunkle Flächen benötigen auch weniger hell leuchtende Dioden, die wiederum weniger Energie aus dem Netzteil ziehen.

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Der Dark Mode ist nicht die einzige Stellschraube

Es sind aber auch andere Faktoren wichtig, wenn wir möglichst sparsam arbeiten wollen: Zum einen ist ein 42 Zoll großer Bildschirm im Vergleich zu traditionelleren 24- oder 27-Zoll-Panels generell energiebedürftiger. Außerdem spielt die eingestellte Helligkeit eine Rolle. Wir sollten unseren Bildschirm daher so stark wie möglich abdunkeln, so dass wir Schrift und Bild noch erkennen können. Dabei hilft ein nicht allzu stark ausgeleuchtetes Arbeitszimmer. Zudem reichen für statische Arbeiten und eigentlich alle Aktivitäten außerhalb von kompetitiven Games 60 Hz Bildfrequenz aus. Dort liegt großes Energiesparpotential.

Auch ist es sinnvoll, die Arbeit auf dafür angemessener Hardware zu verrichten. In den meisten Fällen sind Notebooks und Desktop-Clients mit Mobil-SoC aus Sicht der Energieeffizienz sinnvoll, Gaming-Systeme mit High-End-Grafikkarte und 1.000-Watt-Netzteil für Büroarbeiten eher weniger.

Der Dark Mode ist also nur eine Maßnahme von vielen. Die können aber zumindest alle recht einfach umsetzen.

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 Windows, Office, Photoshop: Mit dem Dark Mode Energie sparen
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Thegod 14. Sep 2022 / Themenstart

Jo, bei reinem LCD/LED ohne Dimming-Zonen ist Dark Mode zu 99% egal vom Stromverbrauch.

Thegod 14. Sep 2022 / Themenstart

Fullack, sehe ich auch so.

Thegod 14. Sep 2022 / Themenstart

Wenn ich mir mal so typische Handys anschaue ist der unterschied zwar klar messbar aber...

stoney0815 07. Sep 2022 / Themenstart

funktioniert ja wirklich sehr gut das addon. Top

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