Windows Mixed Reality im Test: Zwei Schritte vor, einer zurück

Wer sich ein VR-Headset für Windows Mixed Reality kauft, kann ohne langwierige Verkabelung direkt loslegen. Bildqualität und Tragekomfort überzeugen, das Controller-Tracking könnte sauberer und das Software-Angebot größer ausfallen. Es waren aber eher die kleinen Details, die uns im Test genervt haben.

Ein Test von veröffentlicht am
Acers AH101-Headset für Windows Mixed Reality
Acers AH101-Headset für Windows Mixed Reality (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Wer bisher Virtual Reality mit Roomscale - also herumlaufen statt nur sitzen - am PC erleben wollte, der musste erst einmal Kameras (Oculus Rift) oder Basisstationen (HTC Vive) aufbauen. Microsofts Windows Mixed Reality ändert das: das Headset mit einem Kabel anschließen, kurz einrichten und los geht's. Wir haben Windows Mixed Reality mit Acers AH101-Headset mehrere Tage lang getestet. Dabei gefiel uns Microsofts Ansatz durch seine einfachere Handhabung und die teils bessere Darstellung, allerdings störten zugleich Eigenheiten des Systems - bei denen unklar ist, ob sie in Zukunft gelöst werden.

Microsoft spricht deshalb (wie andere auch) von Mixed Reality, weil darunter ein breites Spektrum verstanden wird: Es reicht von Augmented Reality mit der Hololens bis hin zu Virtual Reality mit Head-mounted Displays. Das ist für Endkunden allerdings wenig offensichtlich, zumal die VR-Headsets für Windows Mixed Reality keine Durchreichfunktion für das Kamerabild haben, wie das beim Vive der Fall ist. Microsoft hat übrigens keinen Versuch unternommen, die Golem.de-Redaktion beim Test von Windows Mixed Reality zu unterstützen - weder durch Samples noch durch Software, weshalb wir aufgrund des Fall Creators Update bis nach dem 17. Oktober 2017 gewartet haben.

Das Fall Creators Update für Windows 10 ist zwingend notwendig, damit die VR-Headsets erkannt und passende Software aus dem Store installiert werden kann. Die Einrichtung des Acer-Gerätes ist vermeintlich simpel: Das fest verbundene 4-m-Kabel wird per Y-Stecker an einen HDMI- und einen USB-3.0-Port angeschlossen und nach dem Download von knapp 2 GByte startet automatisch das Mixed-Reality-Portal. Das von uns verwendete High-End-Notebook, ein Asus ROG Zephyrus, erfüllt auch die Systemanforderungen. Unser noch schnelleres Desktop-System hingegen nicht, obwohl damit Rift und Vive laufen.

  • Der WMR-Startbildschirm (Screenshot: Golem.de)
  • Das System muss Bluetooth unterstützen, ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... weil die Controller darüber verbunden werden. (Screenshot: Golem.de)
  • Windows Mixed Reality ist super schnell eingerichtet. (Screenshot: Golem.de)
  • Das Mixed Reality Portal (Screenshot: Golem.de)
  • Die IPD ist in den Headset-Einstellungen anpassbar. (Screenshot: Golem.de)
  • Das AH101-Headset von Acer (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Display-Einheit kann hochgeklappt werden. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Per Drehregler justieren wir den Haltebügel. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nutzer müssen eigene Kopfhörer anschließen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Headset plus Controller (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Ergonomie ist mäßig. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Acer verwendet Fresnel-Linsen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das App-Angebot im Store ist überschaubar. (Screenshot: Golem.de)
  • Es fehlen neue oder Exklusivtitel. (Screenshot: Golem.de)
Der WMR-Startbildschirm (Screenshot: Golem.de)

Unserem Rechner mangelt es nämlich an einer Bluetooth-4.0-Schnittstelle für die Controller, die zumeist nur bei Multimedia-PCs oder bei teuren Mainboards verbaut ist. Wer also Windows Mixed Reality an einem Desktop-System nutzen möchte, muss einen Bluetooth-Dongle kaufen, denn Acer (und alle anderen Microsoft-Partner) legt einen solchen nicht bei. Angesichts von 450 Euro für das VR-Headset ist das Fehlen eines wenige Euro teuren Dongles unverständlich, zumal auch keine In-Ear-Kopfhörer mitgeliefert werden.

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Ist die Bluetooth-Hürde allerdings genommen, läuft das VR-System innerhalb weniger Minuten. Alle Headsets für Windows Mixed Reality nutzen nämlich sogenanntes Inside-Out-Tracking zur Erfassung des Spielers im Raum.

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xmaniac 27. Okt 2017

Unity und OpenVR in UWP... aha... erzähl mir mehr... lol eine kränkelnde Mixed Reality...

Nikolai 27. Okt 2017

Ich denke OpenVR ist da der einfachste Weg. Für die Kompatibilität sorgen dann die...

Ratamahatta 27. Okt 2017

Die 5k und die 8k nutzen das Lighthousesystem von Steam/HTC. Soll bestens...

xmaniac 26. Okt 2017

Da gebe ich dir Recht, manchmal je nach Position ist die Korrektur auch dort nicht...



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