• IT-Karriere:
  • Services:

Windows: Microsoft schließt schwere TLS-Lücke

Für eine schwere Sicherheitslücke in sämtlichen Windows-Versionen hat Microsoft einen Patch veröffentlicht. Betroffen sind Windows-Rechner, die einen Web- oder auch einen FTP-Server betreiben.

Artikel veröffentlicht am ,
Microsoft schließt eine TLS-Lücke in seinem Sicherheitsframework.
Microsoft schließt eine TLS-Lücke in seinem Sicherheitsframework. (Bild: iStock Photo)

Am heutigen Patchday hat Microsoft unter anderem ein Update veröffentlicht, das eine potenziell gefährliche Sicherheitslücke schließt. Betroffen ist die Sicherheitskomponente Microsoft Secure Channel (SChannel), die auch SSL- beziehungsweise TLS-Verbindungen verwaltet. Anwender, die einen Webserver betreiben, sollten das Update MS14-066 umgehend einspielen. Nach gefundenen und geschlossenen Schwachstellen in Apples Secure Transport, GnuTLS und OpenSSL hat jetzt auch Microsofts Windows offenbar eine solche Sicherheitslücke.

Stellenmarkt
  1. Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, Bonn
  2. Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Erlangen

Von der Schwachstelle betroffen sind aber auch andere bereitgestellte Internetdienste, etwa installierte FTP- oder E-Mail-Server. Selbst Software zur Überwachung von Ports nutzt das Sicherheitsframework. Betroffen sind demnach nicht nur die Serverversionen von Windows, sondern auch sämtliche anderen, von Windows Vista aufwärts bis hin zu Windows RT. Mit manipulierten Paketen könnten Angreifer Code in die betroffenen Rechner einschleusen und sie letztendlich übernehmen.

Kein Workaround möglich

Es gebe kein Workaround für die Schwachstelle, lässt Microsoft verlauten. Noch gebe es keine Hinweise darauf, dass die Schwachstelle bereits entdeckt und ausgenutzt worden sei. Allerdings hat es nur wenige Stunden gedauert, bis Unbekannte erste Exploits für die Heartbleed-Schwachstelle entwickelt hatten. Erste Angriffe auf verwundbare Systeme gab es bereits zwölf Stunden nach der Bekanntgabe der Sicherheitslücke.

Am heutige Patchday hat Microsoft wie bereits angedeutet insgesamt 14 Updates für sein Betriebssystem veröffentlicht, darunter auch ein kumulatives Sicherheitsupdate für alle Versionen des Internet Explorers sowie für die im Oktober 2014 vermeldete Sicherheitslücke im OLE-System, für die es bereits ein Hotfix gibt. Außerdem gibt es einen Patch für kritische Schwachstellen im Kernel Mode Driver, im TCP/IP- sowie im Audio-Stack. Auch Microsofts Internet Information Services, das Remote-Desktop-Protokoll und die XML Core Services erhalten Reparaturen. Für Office-Anwendungen gibt es ebenfalls mehrere Updates, abhängig von der installierten Version.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

Dystopia 12. Nov 2014

OpenWindows :-D

plutoniumsulfat 12. Nov 2014

Die Lücke wird ausgenutzt, wenn sie bekannt wird. Die Lücke wird aber nicht unbedingt...


Folgen Sie uns
       


Die Tesla-Baustelle von oben (März-August 2020)

Wir haben den Fortschritt in Grünheide dokumentiert.

Die Tesla-Baustelle von oben (März-August 2020) Video aufrufen
Logistik: Hamburg bekommt eine Röhre für autonome Warentransporte
Logistik
Hamburg bekommt eine Röhre für autonome Warentransporte

Ein Kölner Unternehmen will eine neue Elbunterquerung bauen, die nur für autonom fahrende Transporter gedacht ist.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Intelligente Verkehrssysteme Wenn Autos an leeren Kreuzungen warten müssen
  2. Verkehr Akkuzüge sind günstiger als Brennstoffzellenzüge
  3. Hochgeschwindigkeitszug JR Central stellt neuen Shinkansen in Dienst

CalyxOS im Test: Ein komfortables Android mit einer Extraportion Privacy
CalyxOS im Test
Ein komfortables Android mit einer Extraportion Privacy

Ein mobiles System, das sich für Einsteiger und Profis gleichermaßen eignet und zudem Privatsphäre und Komfort verbindet? Ja, das geht - und zwar mit CalyxOS.
Ein Test von Moritz Tremmel

  1. Alternatives Android im Test /e/ will Google ersetzen

Big Blue Button: Das große blaue Sicherheitsrisiko
Big Blue Button
Das große blaue Sicherheitsrisiko

Kritische Sicherheitslücken, die Golem.de dem Entwickler der Videochat-Software Big Blue Button meldete, sind erst nach Monaten geschlossen worden.
Eine Recherche von Hanno Böck


      •  /